Herzwurm in Deutschland

Endemiegebiete für "Französischen Herzwurm" in Deutschland wahrscheinlich

Hundebesitzer und Tierärzte sollten einen weiteren Parasiten in den Fokus der Bekämpfung mit aufnehmen. Dabei handelt es sich um Angiostrongylus vasorum, der auch "Französischer Herzwurm" genannt wird. Bisherige Endemiegebiete dieses Wurms lagen in Italien, Cornwall, Wales oder der Umgebung der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Für Deutschland war bisher kein Endemiegebiet bekannt. Diese Ansicht muss wohl nun revidiert werden. Als Endwirte werden Füchse in Endemiegebieten angesehen. Bisher waren keine durch den Herzwurm verursachten Pneumonien bei Füchsen in Deutschland nachgewiesen worden.
 

Aktuelle Untersuchungsergebnisse aus Baden-Württemberg zeigen allerdings, dass diese Erkrankung doch vorkommt. Bei sechs von 85 untersuchten Füchsen konnte eine dafür typische Lungenentzündung nachgewiesen werden. Deshalb wird davon ausgegangen, dass im Bodenseekreis ein Endemiegebiet besteht und auch im Regierungsbezirk Freiburg konnte die Angiostrongylose bei zwei Füchsen nachgewiesen werden. Beim Hund sind in Deutschland  14 Fälle bekannt. Während ein Teil sich wohl im Ausland infiziert hat, hatten einige Hunde Deutschland nie verlassen. Kotuntersuchungen ergaben, dass bundesweit bei 8,3 Prozent der untersuchten Proben von Hundekot, der Erreger gefunden werden konnte. In Baden-Württemberg lag die Nachweisquote mit 14,5 Prozent noch höher. Deshalb muss davon ausgegangen werden, dass der Parasit mittlerweile in der Hundepopulation Deutschlands weit verbreitet ist.
STUA Aulendorf
 

Hinweis: Sollte also Ihr Hund unter starker Atemnot und/oder Lungenentzündung leiden, dann weisen Sie Ihren Tierarzt auch auf diese Möglichkeit der Infektion hin.

Quelle: Ein Herz für Windhunde

Hinweis von uns: Auch starkes Schnarchen kann ein Hinweis auf verschiedene Erkrankungen - u. a. Herzwurm - sein.

Bitte schützen Sie Ihre Hunde und Katzen vor Parasiten!

 

Tierhilfe Licht im Dunkeln e. V.