
Sind Tauben Krankheitsüberträger?
Tauben haben eine geringe Lobby. Hartnäckig halten sich die Vorurteile über Tauben, die angeblich Krankheiten übertragen können. Natürlich können sie dies - wie jedes andere Tier oder Haustier auch. Sie können genauso Krankheiten übertragen, wie der Mensch Krankheiten übertragen kann.
Wir möchten gar nicht schön reden, was Tatsache ist. Es gibt die sogenannten Zoonosen, Krankheiten die vom Tier auf den Menschen, aber auch vom Menschen auf das Tier übertragbar sind. Doch schaut sich dabei bitte auch mal jemand die Übertragungsformen an?
Wer von Ihnen isst denn Taubenmist?
Wer füttert seine Kinder von einem Teller von dem Tauben gepickt haben?
Wer von Ihnen isst denn Lebensmittel, auf denen Tauben ihren Kot hinterlassen haben?
Wer von Ihnen wäscht sich denn nicht die Hände, wenn er ein Tier angefasst hat, dass von der Straße kommt, sondern steckt sie anschließend in den Mund?
Wer von Ihnen zieht denn keine Handschuhe an, wenn er Reinigungsarbeiten bei Tieren oder an Tiermist vollzieht?
Niemand? Ok, um was sorgen Sie sich dann?
Bleibt noch die Ansteckung über Viren, die sich in der Luft und auf dem Boden überall befinden - ob dort Tiere waren oder nicht. Klar, die ist überall gegeben: Auf der Straße, im Haus, im Büro und ganz besonders in Luft umwälzenden Klimaanlagen. Das hat allerdings weniger mit Tauben zu tun und ist überall so.
Als wegen der Vogelgrippe Eilverordnungen der Gesundheitsämter und Landwirtschaftsministerien getroffen und viele Vogelarten einzusperren waren, waren Tauben davon NICHT betroffen. Forscher am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems hatten herausgefunden, dass Tauben für die Vogelgrippe deutlich weniger empfänglich sind als andere Vögel.
Quelle: www.spiegel.de
Und nun schauen wir uns doch mal die Taubenschützer und die vielen Tausend Brieftaubenzüchter an. Also wir kennen jede Menge Taubenschützer, die Tag für Tag mit Tauben umgehen und zwar viel enger als SIE es jemals in Ihrem Leben tun werden und die meisten von denen sind keine jungen Hüpfer mehr. Wenn alle bösen Gerüchte stimmen würden, wären dann diese Menschen so gesund? Wären diese Menschen so fit so alt geworden, wie z. B. Frau Dönneke, die seit Jahren täglich engsten Kontakt mit Hunderten von Tauben pflegt?

Bereits 1989 erklärte der ehemalige Präsident des Bundesgesundheitsamtes, Prof. Dr. Dr. Großklaus: "Eine gesundheitliche Gefährdung durch Tauben ist nicht größer als die durch Zier- und Wildvögel sowie durch Nutz- und Liebhabertiere". Die Aussage wurde 1997 durch das heutige Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin in Berlin bestätigt.
1976 erklärte der Berliner Senator für Gesundheit und Umweltschutz, dass verwilderte Haustauben nicht zu den Tieren zählen, die nach Art, Lebensweise oder Verbreitung Krankheitserreger auf den Menschen übertragen.
Die Stadt Frankfurt / Main teilte am 02.06.1992 mit: " Dem Gesundheitsamt liegen keine konkreten Fälle von übertragbaren Krankheiten in Verbindung mit Tauben vor.
Quelle: www.tierrechte.de
Wir kennen übrigens jede Menge Tierschützer, die mit Tauben Kontakt haben und etliche von denen sind krank - nur nicht durch die Tauben, sondern eher vom Schleppen schwerer Hundefutterdosen oder Säcken voller Katzenfutter, aber der treue Hund und die anmutige Katze haben eben doch noch eine bisschen bessere Lobby als die Tauben und werden deshalb nicht gleich verteufelt. Andere haben gesundheitliche Probleme an Knien und Knochen - das allerdings auch nicht von Tauben, sondern vom Putzen, was leider die Hauptarbeit gut arbeitender Tierschützer darstellt.
Denken Sie also bitte logisch und glauben nicht allen Blödsinn, den z. B. Hersteller von Taubenabwehrmaßnahmen so begeistert und gut verbreiten. Diese Leute verdienen nämlich an den Maßnahmen, die sie verkaufen und tun das nicht mit wissenschaftlichem Hintergrund, sondern rein eigennützig.