
WM / EM - Tipps und andere Großveranstaltungen

Fußballweltmeisterschaft / Europameisterschaft und andere Großveranstaltungen mögen für uns Menschen interessant sein, aber für viele Tiere stellen sie eine immense Belastung dar. Bitte bedenken Sie, dass die meisten Tiere wesentlich empfindliche Gehöre haben als wir Menschen. Hupen, grölen, trommeln, pfeifen, schreien und erst recht Freudenböller sind eine Strapaze für die Tiere und können von den meisten Tieren nicht richtig zugeordnet werden.
Viele Tiere haben Angst vor der Geräuschkulisse. Viele Tiere leiden unter Alkoholgeruch bei ihren Menschen, weil es sie ängstigt. Manche ausländische oder deutsche Tierschutzhunde haben sehr schlechte Erfahrungen in ihrer bewegten Vergangenheit mit alkoholisierten Menschen gemacht. Böse Erinnerungen können bei diesen Tieren wach werden, wenn Alkoholfahnen in ihre Witterung kommen.
Bitte achten Sie auf Ihre Tiere in diesen lauten Zeiten ! Geben Sie den Tieren die Möglichkeit sich zurückzuziehen in ruhige Ecken. Schließen Sie notfalls die Fenster, Rollos und Vorhänge schlucken viel Schall von draußen. Geben Sie Ihren Tieren eine Rückzugsmöglichkeit, wenn Sie mit vielen Besuchern zusammen feiern oder zusammen Fernsehen schauen.
Verzichten Sie auf Freudenböller zugunsten der verschreckten Tiere in Haushalten und Wald und Flur ! Schon Sylvester laufen jedes Jahr viele Tiere erschrocken vor Autos und in Stacheldrahtzäune und verenden elendig. Die Tiere verstehen unsere Freude nicht und leiden entsetzlich. Man kann auch anders seiner Freude Ausdruck verleihen.
Verzichten Sie auf die Benutzung von Drucklufttröten in der Nähe von Tieren. Der immense Lärm ist schon für Menschen aus der Nähe zu laut, für Tiere unerträglich und schädlich !
Bitte bedenken Sie, dass Ihre Tiere das Spiel auf der Mattscheibe nicht mitverfolgen. So sehen sie auch nicht kommen, dass vielleicht gleich ein Tor fällt. Sie erschrecken sich evt. fürchterlich, wenn Sie erst gespannt und leise auf die Mattscheibe starren und dann plötzlich aufspringen und "Tor, Tor, Tor !" brüllen.
Bedauern Sie die Hunde nicht ! Sie spüren dann, dass ihre Unruhe berechtigt ist, weil ja auch der Halter offensichtlich beunruhigt ist. Sie geben dem Tier damit Aufmerksamkeit, die es gerne hätte und bestärken es in seiner Angst. Seien Sie lieber gelassen und ausgeglichen, wenn Ihr Hund oder Ihre Katze Angst haben. Sie signalisieren den Tieren damit, dass alles halb so wild ist.
In besonders schlimmen Fällen wenden Sie sich an Ihren versierten Homöopathen oder Ihren Tierarzt und unterstützen Sie die Tiere mit gezielter Medikamentation. Es gibt gut dosierbare Beruhigungsmittel für besonders harte Tage.
Wenn Sie einen Angsthund haben, dann achten Sie darauf, dass Sie nicht gerade bei wichtigen Entscheidungsspielen um Spielende spazieren gehen, sondern wählen Sie für die Gassizeiten die Zeit vor dem Spiel, damit der Hund sich ohne Angst lösen kann.

Wenn Sie eine Angstkatze haben, die Freigängerin ist, dann gewöhnen Sie sie an Frischfutterzeiten, die vor den Spielzeiten liegen und behalten Sie nach Spielende im Haus. Draußen wird gehupt, evt. fahren alkoholisierte Fahrer herum, es wird getrommelt und herum geschrieen.
Wenn Sie Besuch zum Fernsehschauen empfangen, stellen Sie Ihre Kleintiere in ruhige, hintere Räume, damit sie nicht der Geräuschkulisse Ihrer Gäste ausgesetzt sind.
Nehmen Sie Ihre Hunde nicht mit zu Großveranstaltungen, die laut und temperamentvoll sind. Lassen Sie den Hund lieber zu Hause oder bei einem Hundesitter.
Achten Sie bei Spaziergängen auf Glasscherben auf dem Boden. In manchen Parks wird gefeiert. Dort gehen Flaschen zu Bruch an denen die Tiere sich die Pfoten aufschneiden könnten.
Wenn Sie bei Hitze nach einem Spiel im Auto unterwegs sind, achten Sie auf die offenen Autofenster. Betrunkene werfen manchmal etwas in die Autos vom Straßenrand aus, Fahnen werden dicht an den Autos am Straßenrand geschwenkt und können ins Wageninnere reichen. Lüftungsgitter schützen die Tiere davor. Ängstlichen Tieren kann ein Sichtschutz am Fenster helfen oder man transportiert sie in der Box.
Achten Sie an Straßen darauf, dass Sie die Leine kurz genug halten, dass der Hund nicht auf die Fahrbahn springen kann, besonders bei Flexleinen. Stellen Sie Flexleinen fest. Vorbeifahrende, hupende Autos mit grölender Besatzung oder aus den Fenstern gehaltene große Fahnen könnten den Hund erschrecken und er könnte auf die Fahrbahn springen.
Achten Sie darauf, wo Sie Ihren Tieren leinenlosen Freilauf gewähren. In vielen Parks wird gefeiert und es werden Freudenböller gezündet. Lieber den Hund an die Flex nehmen, wenn Weglaufgefahr besteht. Fahren Sie lieber etwas weiter ins Grüne, wo es ruhiger ist. In einigen Stadtparks und in Sportstadien stehen große Leinwände auf denen Fußball ausgestrahlt wird. Meiden Sie mit Ihren ängstlichen Tieren diese Gegenden.
Achten Sie in einem großen Pulk von Menschen darauf, dass Ihre Hunde nicht getreten werden. Die Menschen sind abgelenkt und schauen nicht nach unten ! Weichen Sie aus, wenn Ihnen große Horden feiernder Fans entgegenkommen und Sie mit dem Hund unterwegs sind. Wechseln Sie die Straßenseite !
Wir wünschen Ihren Tieren und Ihnen eine stressfreie WM !









