
Dortmunder Appell - ein Schritt zur Abschaffung von Qualzuchten
Für alle, die einen Hund anschaffen wollen, sollte der Dortmunder Appell eine Pflichtlektüre sein. Doch die wenigsten Interessenten, die einen Hund anschaffen wollen, wissen, was Qualzuchten sind. Vor der Anschaffung eines Hundes oder einer Katze sollte man sich damit auseinandersetzen was Qualzuchten sind, denn hinterher ist es dazu zu spät und die Tierarztkosten können ins Unermessliche gehen. Das Schlimmste aber ist, dass das Leid der Tiere ins Unermessliche geht. Der Dortmunder Appell will Qualzuchten ein Ende bereiten und ein Umdenken der Züchter und Gesetzes- und Zuchtverordnungsänderungen erreichen.
Mit Klick auf das Logo können Sie den Dortmunder Appell lesen oder auch als PDF-Datei herunterladen.
Dortmunder Appell - Homepage - Startseite
Als Tierschutzverein unterstützen wir den Dortmunder Appell und hoffen, dass zukünftig keine Qualzuchten mehr stattfinden. Wir hoffen und wünschen uns, dass sich alle Züchter und Tierfreunde dem Dortmunder Appell anschließen. Dies würde auch für die Tierschutzvereine bedeuten, dass diese Qualzuchten nicht mehr so häufig abgegeben werden im Tierschutz, weil z. B.
die Tierarztkosten nicht mehr beglichen werden können
die Tierhalter mit den emotionalen Folgen der Haltung eines kranken Hundes überfordert sind.
Als Tierschutzverein werden wir immer wieder mit dem Ergebnis von Qualzuchten oder Modezuchten konfrontiert. Die Weitervermittlung solcher Tiere, die abgegeben werden, ist massiv erschwert, weil man äußerst verantwortungsvolle Halter suchen muss, die die gesundheitlichen Probleme der Tiere entsprechend berücksichtigen.
Mehr als einmal mussten Tierschützer nach Rücksprache mit Tierärzten solche Tiere einschläfern lassen, weil sie keine Lebensqualität mehr hatten. Dies trifft einen schwer, wenn man eigentlich einen Verein zur Rettung von Tieren gegründet hat. Ganz besonders häufig ist der Tierschutz mit Qualzuchten konfrontiert, wenn Perserkatzen in die Vermittlung aufgenommen werden, die kurznasig sind, Herz- und Atemprobleme und völlig verkrüppelte Gebisse oder wieder mal ein Schäferhundvermehrer (Züchter mögen wir solche Menschen nicht nennen) seinen Junghundausschuss auf der Straße entsorgt hat, der schwere Knochenschädigungen durch Qualzuchten aufweist. Toll, wenn man dann ggf. als Tierschützer den Findern erklären muss, dass der Tierarzt die Einschläferung empfohlen hat. Ebenso begeistert sind wir, wenn trächtige Zwerghündinnen unendlich leiden müssen, weil sie von zu großen Rüden gedeckt wurden und wir dabei stehen müssen, wenn der Tierarzt Muttertier oder Welpen nicht mehr retten kann beim Kaiserschnitt. Das sind die Stunden im Leben von Tieren und Tierschützern, die man am liebsten vergessen möchte, aber niemals kann. Wir können ein Lied singen von hohen Kosten durch Augenoperationen bei Qualzuchten, die kaum aus den Augen schauen können, von Hautproblemen bei Hunden, denen man angeblich "chice" Falten angezüchtet hatte und wir können ganze Bücher über ausgelutschte Hündinnen schreiben, deren Bäuche wie Rucksäcke baumelten und deren Zitzen bis zum Boden hingen, so dass wir sie vom Tierarzt entfernen lassen mussten, weil sie einen Wurf nach dem anderen hatten und nichts anderes kannten als Zwinger.
Nichts wünschen wir uns mehr als das Qualzuchten und das Elend von Muttertieren und Welpen ein Ende finden. Wir würden sogar noch weiter gehen als zu fordern, dass ein Tier einen Anspruch darauf hat "laufen, atmen, sehen" zu können, denn auch zum Beispiel das Schwimm- und Hörvermögen von Hunden kann durch falsche Zucht oder Vermehrung in Mitleidenschaft gezogen werden (z. B. Taubheit vieler weißer Tiere und siehe Merle-Faktor und Merle-Faktor-Wikepedia). Der Dortmunder Appell ist ein Anfang Qualzuchten und Ausnutzungen von Muttertieren sowie miesem Welpenhandel ein Ende zu setzen.
Wie es der Appell und auch der Deutsche Tierschutzbund fordert, sind auch wir der Ansicht, dass eine Novellierung des Tierschutzgesetzes mehr als überfällig ist, um z. B. auch diese Punkte mit zu berücksichtigen.
Einige von uns Tierschützern leben mit Tieren aus Qualzuchten, weil diese durch übermäßige Ängstlichkeit, körperliche Gebrechen, schlechte Sozialisierung selbst im Tierschutz nicht mehr verantwortungsvoll vermittelt werden konnten und daher auf den Pflegestellen verbleiben mussten. Sie werden täglich mit dem Elend dieser Tiere konfrontiert.
Unterstützen Sie daher bitte den Dortmunder Appell und machen möglichst viele Menschen darauf aufmerksam!
Danke
Das Team der Tierhilfe Licht im Dunkeln e. V.