Hundegeschirre


Es gibt unterschiedlichste Modelle unter den Geschirren für Hunde.

Für kurzfellige Hunde und Hunde mit feinem, empfindlichen Fell wählt man lieber mit Fleece unterlegte Geschirre, da sonst schnell das Fell an den entsprechenden Stellen abgerubbelt wird. Bei langfelligen, stark haarenden Rassen kann es empfehlenswert sein ein Ledergeschirr zu wählen, weil Fleece unterlegte Geschirre dann schnell ungepflegt aussehen. Nylongeschirre sollte man für die "Wasserferkel" benutzen, die sich in jede Pfütze werfen und gerne schwimmen gehen.

 Generell sollte man bei e-bay-Bestellungen darauf achten, dass das Geschirr mehrfach verstellbar ist, damit die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass das Geschirr passt. Einige Hunderassen sind dafür bekannt, dass sie besonders gute Ausbrecher sind - wie z. B. der Galgo Espagnol, der Podenco, Huskys und Alaskan Malamute. Bei diesen Rassen sollte man darauf achten, dass man ein ausbruchssicheres Geschirr bekommt, wie sie den Rettungshundgeschirren nachempfunden sind. Diese Geschirre sind dreifach verschnallt (Hals, Brust, hinter der Brust) und auch für sehr ängstliche Hunde geeignet, denn sie sind - richtig verschnallt - absolut ausbruchsicher auch für die "Schlangenausbrecher" unter den Hunden. Leider haben wir diese Geschirre noch nicht bei e-bay entdeckt.

Solche Geschirre halten den Hund gut in der Waage und eignen sich sogar notfalls mal zum Abseilen eines Hundes aus einer Etagenwohnung, wenn es brennt. Dreifach verschnallte Geschirre mit gutem Griff - wie die beschriebenen Geschirre - eignen sich auch hervorragend um einem großen Hund, der verletzt ist und unsicher tritt, mal über eine Treppe zu helfen oder als Einstieghilfe fürs Auto. Einige Hundetrainer behaupten, dass ein Hund immer erst lernen sollte am Halsband "bei Fuß" zu gehen, bevor man zu einem Geschirr greift. Wir sagen dazu "Quatsch". Gerade z. B. misshandelte Hunde aus dem Süden (Tierschutz) sind häufig in ihrer Heimat am Hals aufgehängt worden, haben an der Kette gelegen oder sind hinter dem Auto hergeschleift worden an Halsbändern.

Diese Hunde bauen schnell Traumata auf, die man leichter handhaben kann, wenn man ein Geschirr nimmt und dem Hund erst einmal den Druck nimmt. Durch Druck am Hals hat noch kein Hund "bei Fuß" gehen zuverlässig gelernt. Hunde lernen wie Menschen durch Vertrauen, Motivation und Belohnung - alles andere ist lediglich eine kurzfristige Besserung. Gerade Stachelhalsbänder und Würger führen bestenfalls dazu, dass die Tiere am Hals grob abstumpfen und dann erst recht ziehen. Achten Sie bei der Anprobe des Geschirres darauf, dass das Geschirr nicht kneift, hinter den Ellbogen noch Spiel ist und das Geschirr von der Verstellbarkeit noch genau so passen würde, falls der Hund mal geschoren wird oder dickes Winterfell hat. Ein Griff auf dem Geschirr erleichtert das Zufassen bei schnellem Zugriff und kann bei verletzten oder alten Hunden hilfreich sein.

 Geschirre, die auf dem Rücken einen Halsriemen, einen Brustriemen und eine Verbindung dazwischen aufweisen, sind immer besser einstellbar und auch sicherer als die nun häufig verkauften "Schultergeschirre", die auf dem Rücken zusammenlaufen an einer Stelle. Aus diesen Geschirren kommt jeder Hund raus. Achten Sie darauf, dass die Geschirre zur Leinenbefestigung einen ausreichend großen Ring aufweisen. Leider meinen viele Hersteller von kleinen Geschirren, dass sie die Befestigungsringe der Größe der puppigen Leinchen für kleine Hunde anpassen müssen und denken nicht darüber nach, dass die 70-jährige Oma oder die eilige Hausfrau dann wer weiß wie fummeln müssen um den Hund anzuleinen. Ggf. kann es hier sinnvoll sein einen neuen, größeren Ring beim Schuster einsetzen zu lassen.

Geschirre eignen sich auch besonders bei Einsatz von strammen Flexleinen, die bei Halsbändern zu sehr Zug verursachen und die Halswirbel schädigen können.

Erziehungsgeschirre, die mit schmalen Nylonbändern dem Hund ins Fleisch schneiden und damit zum "bei Fuß gehen" bringen sollen sind eine Gefahr für die Tiere, haben schon viele böse Verletzungen verursacht und sollten komplett boykottiert werden.

Tierhilfe Licht im Dunkeln e.V.

Erziehungsgeschirre für Hunde

Bitte verwenden Sie keine Erziehungsgeschirre für Hunde. Diese Geschirre können Ihre Tiere böse verletzen und verursachen ggf. hohe Tierarztkosten. Durch Zwangsmittel lernt kein Mensch und kein Tier - nur durch Motivation. Mit Zwangsmitteln erreichen Sie nur, dass die Tiere abstumpfen und noch mehr ziehen. Kaufen Sie sich lieber ein gutes Erziehungsbuch, was von Hundetrainern empfohlen wird und lehren Sie Ihren Hund nicht mehr an der Leine zu ziehen. Suchen Sie einen guten Hundetrainer, der mit Motivation und Spaß Ihr Tier gehorchen lehrt. Motivieren Sie Ihr Tier mit Leckerchen. Stachelhalsbänder, Erziehungsgeschirre und andere Zwangsmaßnahmen entsprechen nicht dem modernen Erziehungsstandard. Auch viele Tierschutzvereine sind behilflich eine gute Hundeschule oder einen Hundetrainer in Ihrer Nähe zu finden.

Tierhilfe Licht im Dunkeln e.V.

 

Geschirre für Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen

Geschirre für Katzen sind nicht ausbruchsicher. Die Tierschutzvereine bekommen laufend Meldungen über entlaufene Katzen, die am Geschirr ausgeführt wurden und so entlaufen konnten. Sorgen Sie lieber für gesicherte Auslaufflächen im Garten oder auf der Terrasse oder dem Balkon. Zu diesem Zweck bietet der Fachhandel geeignete Zaunelemente und Katzenschutznetze an. Sorgen Sie auch bei einer Wohnungskatze immer dafür, dass diese gechipt und geimpft ist. Jede Katze kann durch Unachtsamkeit entlaufen und ist dann besser geschützt und kann ggf. wieder gefunden werden. Lassen Sie Ihre gechipte Katze auch bei einer Registrierstelle wie Tasso oder dem Deutschen Tierschutzbund registrieren, sonst nutzt der Mikrochip wenig.

Geschirre für Kaninchen und Meerschweinchen sind tierschutzwidrig, nicht artgerecht und können zu bösen Verletzungen und hohen Tierarztkosten führen. Für Meerschweinchen und Kaninchen gibt es im Fachhandel geeignete geschützte Gehege, die genutzt werden können. Bitte achten Sie hierbei auf ein Schutznetz und lassen Sie die Tiere nicht unbeaufsichtigt. Schützen Sie sie vor Greifvögeln, Fuchs, Katzen und Hunden. Denken Sie bitte bei Kaninchen daran, dass diese sich ruck-zuck durch die Erde aus dem Gehege buddeln. Buddeln die Kaninchen in Ihrem Freigehege, so messen Sie bitte regelmäßig die Tiefe der Löcher und denken daran, dass Kaninchen auch Kurven in ihren Gängen anlegen. Wenn Sie also mit einem Stock oder Besenstil die Tiefe messen, kann der Gang schon um die Ecke zum Nachbarn führen !

Achten Sie beim Aufstellort darauf, dass Wind-, Regen- und Sonnenschutz besteht und keine Giftpflanzen in der Nähe sind.

 Achtung: Zuschauer füttern gerne  Tiere in Gehegen und verfüttern dabei oft ungeeigentes Futter. Gerade Kinder füttern gerne Tiere. Viele Senioren denken bei der Fütterung der Tiere oft an die gemachten Erfahrungen aus Kindertagen und füttern Kaninchen und Meerschweinchen wie Schlachtvieh, was keine hohe Lebenserwartung haben musste, weil sie es nicht anders lernten. So füttert die Oma ggf. zuviel Kohl oder andere ungesunde Nahrung. Klären Sie diese Senioren bitte auf, aber berücksichtigen Sie dabei evt. Altersvergesslichkeiten. Senioren denken auch oft aus ihren Erfahrungen nicht über evt. Änderungen in den Lebunde Nahrung. Klären Sie diese Senioren bitte auf, aber berücksichtigen Sie dabei evt. Altersvergesslichkeiten. Senioren denken auch oft aus ihren Erfahrungen nicht über evt. Änderungen in den Lebensmitteln nach (mit Kunstdünger vergiftet, gespritzt mit Parasitenschutz pp.), weil diese Erfahrungen in den früheren Zeiten nicht so groß waren.

Ihre Kaninchen und Meerschweinchen leben länger, wenn Sie nach neuesten Erkenntnissen gefüttert werden.

Tierhilfe Licht im Dunkeln e.V.