Herbsttipps

Der Herbst ist die Zeit, wo auch die Eicheln und Bucheckern von den Bäumen fallen. Für kleine Hunde kann es beschwerlich sein darauf zu laufen. Nehmen Sie gegebenenfalls einen Tragesack oder einen Rucksack mit um solche Wegstücke zu überbrücken.

Auch Kastanien fallen jetzt von den Bäumen. Eine herabstürzende Kastanie aus großer Höhe kann bei einem kleinen Hund schon Verletzungen verursachen. Bitte achten Sie auf diese Gefahr, wenn Sie mit einem kleinen Hund - gerade bei Wind - unterwegs sind.

Der Herbst ist leider auch Regenzeit. Alte, kranke und empfindliche Hunde benötigen evt. einen Regenmantel oder einen Mantel für die Übergangsjahreszeit. Kaufen Sie diesen nicht erst, wenn Sie ihn benötigen, sondern schauen Sie sich rechtzeitig um, bevor diese ausverkauft sind in der passenden Größe. Reflektierende Mäntel erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr.

Das ist auch die Jahreszeit der Herbstgrasmilben und Zecken. Schützen Sie Ihre Tiere rechtzeitig gegen Parasitenbefall für die jeweilige Gegend durch Spot-on´s oder Scaliborhalsbänder. Bitte denken Sie daran, dass diese Mittel erst vor und nach ins Blut übergehen und geben Sie sie rechtzeitig. Ihr Tierarzt gibt Ihnen Auskunft, welche Mittel in welcher Umgebung schützen. Vergessen Sie bitte nicht dem Tierarzt Ihr Reiseziel und die Gegenden anzugeben, die Sie auf dem Weg in den Urlaub durchqueren, damit der Parasitenschutz darauf abgestimmt wird. Tierärzten liegen aktuelle Karten vor, die über das Vorkommen von Parasiten Auskunft geben. Diese Karten müssen wegen der globalen Klimaerwärmung jährlich aktualisiert werden. Inzwischen ist Ihr Hund auch in Deutschland und der Schweiz nicht mehr vor Ehrlichiose, Babesiose, Leishmaniose und Borreliose sicher, welches früher typische Erkrankungen aus Mittelmeergebieten waren.

Allergiker und Asthmatiker können auf Parasitenschutzmittel reagieren. Lassen Sie den frisch gespoteten Hund nicht im Bett schlafen.

Biologische Schutzmaßnahmen gegen Parasiten sind zwar schonend, aber selten wirkungsvoll. Nicht Zitrone oder Knoblauch helfen gegen Parasiten, sondern bestenfalls hohe Gaben von Vitamin B können Parasiten etwas fernhalten (was aber bei vielen Hunden Durchfall auslösen kann). Einen ausreichenden Schutz bietet dies nicht. Bitte denken Sie daran, dass sie im Falle des Scheiterns dieser Präparate dann doch Gift anwenden müssen, um die Plagegeister loszuwerden und wenn Sie die Flöhe erst einmal in der Wohnung haben, müssen Sie wesentlich mehr Gift anwenden als wenn Sie vorher das Tier vor Flohbefall mit wenig Giftstoffen schützen.

Kleine orange Pünktchen zwischen den Zehen können ein Zeichen von Befall durch die Herbstgrasmilbe sein. Kontrollieren Sie die Pfoten nach einem Spaziergang über Wiesen. Suchen Sie bei Verdacht auf Milbenbefall den Tierarzt auf.

Zecken werden durch den Buttersäuregeruch auf Tiere und Menschen aufmerksam und laufen verdammt schnell auf diesen Geruch zu. Parasitensprays - kurz vor dem Spaziergang aufgesprüht - schützen die Tiere. Suchen Sie die Tiere - und sich selbst - auf Zecken ab nach dem Spaziergang und entfernen Sie sie. Zecken krabbeln erst eine ganze Weile auf den Tieren herum bevor sie sich festsaugen. Zecken saugen in jedem Stadium - auch wenn sie noch winzig klein sind, sie sind aber erst ab einer bestimmten Größe mit dem Auge erkennbar.

Besonders große Gefahr durch Zecken droht in Gebieten mit Schafen und mit Farnkraut. Meiden Sie diese Gebiete mit Ihrem Tier.

Die Farbe WEIß lockt Zecken an. Wollen Sie testen, ob sich in Ihrem Garten Zecken befinden, ziehen Sie ein weißes Handtuch langsam über die Wiese oder lassen es eine Weile darauf liegen. Die Zecken werden sich darauf stürzen.

Es ist ein Gerücht, dass sich Zecken von Bäumen fallen lassen. Zecken krabbeln bestenfalls an Grashalben herauf und befinden sich nicht in den höheren Gefilden.

Benutzen Sie keine Zeckenzangen, sondern Zeckenhaken, um Zecken zu entfernen. Der Druck der Zeckenzange veranlasst die Zecken evt. ihren giftigen Speichel abzugeben.

Benutzen Sie zur Desinfizierung eines Zeckenbisses keine jodhaltigen Mittel. Evt. vorhandenes Gift wird so schneller ins Blut aufgenommen.

Borreliose wird schnell mit Rheumaerkrankungen verwechselt. Unbehandelt oder zu spät behandelt, kann eine Borreliose Ihren Hund bleibend schädigen.

Bei Verdacht auf eine Erkrankung wie Leishmaniose, Erlichiose, Babesiose oder Borreliose wird dringend empfohlen schnellstmöglich einen Titertest UND ein großes Blutbild machen zu lassen. Die Tiere müssen dann schnellstmöglich behandelt werden.

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Jetzt kommt auch die Zeit, wo Tierfreunde auf die Igel achten ! Jungtiere mit zu geringem Gewicht, kranke, verletzte Igel und Igel, deren Nest zerstört wurde sind nun zeitweise unterwegs und müssen auf Igelstationen untergebracht werden, weil sie sonst den langen Winter nicht überstehen...

Informationen über Igel finden Sie unter

www.igelschutz.de

Einen Igel artgerecht unterzubringen ist kein leichtes Unterfangen. Bitte vertrauen Sie Igel Fachleuten an oder lassen sich von diesen beraten. Hinweise für Erste Hilfe bei Igeln finden Sie auf der genannten Seite oder direkt unter http://www.igelschutz.de/merkblaetter/publpdfs/tierarzt.pdf

Sie finden auf dieser Homepage auch Hinweise, wie Sie Ihren Garten igelgerecht gestalten können. Diese sollten Sie rechtzeitig lesen, denn schon beim Herbstbeschnitt der Bäume und Sträucher können Sie Reisighaufen anlegen für die Igel.

Achtung ! Fast alle wildlebenden Igel haben Flöhe ! Holen Sie sich diese nicht ins Haus. Erkundigen Sie sich nach artgerechten Parasitenschutzmitteln und lassen Sie den Igel in einem separaten Raum bis diese wirken (Garage, Keller...). Nehmen Sie den Igel mit zum Tierarzt. Parasitenschutzmittel müssen auf das Alter und den Zustand des Igels angepasst werden.

Fast alle wildlebenden Igel leiden unter Würmern ! Sie benötigen dringend artgerechte Entwurmungsmittel, die Sie beim Tierarzt bekommen. Nehmen Sie den Igel mit zum Tierarzt. Eine Entwurmung darf nicht bei einem kranken, geschwächten Tier angewandt werden. Dies kann zum Tode führen ! Geschwächte Igel müssen erst aufgepäppelt und stabilisiert werden.

Verletzte Wildtiere werden bei Tierärzten kostenfrei behandelt. Bringen Sie verletzte Igel bitte zum Tierschutz oder in Tierkliniken oder zu Tierärzten.

Als Erstfutter für ausgehungerte Igel nehmen Sie bitte Katzenfeuchtfutter und Wasser in einer flachen, kippsicheren Schale. Füttern Sie keinen Igel, der verletzt ist. Er könnte auch innere Verletzungen haben.

Bitte geben Sie Igeln NIEMALS MILCH !!! - das führt zu Magen-Darm-Problemen und kann den Tod für den Igel bedeuten !!!

Alle Igelschutzstationen haben jetzt den Herbst und Winter durch Probleme genug Futterspenden zu bekommen. Unterstützen Sie doch bitte die Igelstationen mit Katzenfutterspenden u. a.

In Wuppertal erhalten Sie Informationen über Igel unter

http://www.igelschutz-ev.de/

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Taubenschutz

Der Herbst ist auch die Zeit der Winde und Stürme. Darunter leiden auch die Tauben und Brieftauben. Leider gibt es immer noch Brieftaubenzüchter, die ihre Tauben auch bei angekündigten Stürmen auf Wettkämpfen starten lassen. Was Tierschützer von solchen unverantwortlichen angeblichen "Tierfreunden" halten, brauche ich - glaube ich - nicht zu erläutern...

Die armen Tiere werden dann von Winden und Stürmen überrascht, benötigen wesentlich mehr Kraft, schaffen oft die Flugstrecke nach Hause nicht oder - schlimmer noch - bleiben entkräftet, dehydriert oder verletzt irgendwo sitzen oder liegen, weil der Wind sie vor Gebäude oder Bäume geblasen hat. Tauben lesen nun mal keinen Wetterbericht.

Sollten Sie Brieftaubenzüchter sein, machen Sie es bitte besser und prüfen Sie die Wetterberichte im Internet auf der Flugstrecke BEVOR Sie Ihre Tauben ins Unglück starten lassen. Es wäre nett, wenn Sie mal bei Risiken auf einen Start verzichten - davon wird die Welt schon nicht untergehen.

Und noch ein Hinweis für Brieftaubenzüchter: Wenn Ihnen der Tierschutz schon hilft und eines IHRER verletzten Tiere päppelt und versorgt, so wäre es nicht schlecht sich mit einer angemessenen Spende für die Auslagen zu revanchieren UND das Tier auch selbst abzuholen, statt Sätze wie: "Ok, päppeln Sie mal und bringen Sie zum Tierarzt (und machen damit meine Arbeit...) und wenn sie dann in Ordnung ist, dann schicken Sie sie nach Hause - wenn sie den Weg nicht schafft, dann taugt sie eh für mich nicht mehr."

Wir möchten aber hier betonen, dass es auch unvorhersehbare Winde und Stürme sowie Unpässlichkeiten bei den Tieren gibt, die die Tiere bei ihrem Flug überraschen und dass es auch nette Taubenzüchter gibt, die sofort kommen und sich ihrer Tiere selber annehmen. Und es gibt auch Taubenzüchter, die sofort nach den Auslagen fragen, die man hatte und sich für die Hilfe freundlich bedanken.

Sollten Sie längere Zeit eine Taube irgendwo sitzen sehen oder eine verletzte Taube auffinden, so benachrichtigen Sie bitte Tauben- oder Tierschützer oder bringen diese in Tierheime oder zum Tierarzt. Bitte geben Sie keine verletzten und entkräfteten Tauben an Vogelstationen ab, die auch Greifvögel beherbergen. Meist sind dort keine Voliéren für flugunfähige Tauben vorhanden...

Sollten Sie den Tierschutz bestellen um das Tier abzuholen, dann stellen Sie doch bitte sicher, dass das Tier noch dort ist, wenn wir dafür extra angefahren kommen ! Wenn Sie sich nicht trauen - z. B. wegen der Panikmache Vogelgrippe - so ein armes, entkräftetes oder verletztes Wesen anzufassen, dann stülpen Sie wenigstens eine Einkaufsklappkiste oder einen Wäschekorb über das Tier und beschweren diese - mit zum Beispiel - einem Stein. Leider werden wir immer mal wieder wegen solcher Tiere angerufen und bis wir eintreffen heißt es: "Och, ich weiß nicht, wo die jetzt hin ist... vielleicht hat die Katze sie gekriegt, vielleicht ist sie weggeflogen ?!" Tierschützer sind fast alle ehrenamtlich tätig und machen die Arbeit neben ihren Hauptjobs, denn mit seriösem Tierschutz kann man kein Geld verdienen - man kann nur welches dabei ausgeben. Wir haben viele Einsätze für notleidende Tiere und sollten deshalb nicht unnötig durch die Gegend geschickt werden. Sie helfen den Tierschützern indem sie solche Tiere - falls Sie sich dazu in der Lage sehen - auch selbst zu den Tierschutzstationen fahren.

Schützen Sie also bitte das Tier bis wir dort sind vor Übergriffen von Hunden, Katzen und übermütigen Kindern und sollte es plötzlich doch wider Erwarten wieder flugfähig sein, dann seien Sie doch so gut und rufen uns wenigstens auf dem Handy an, dass wir uns den Weg sparen können.

DANKE !

Achtung, es wird kälter. Für alte und kranke Hunde kann es sinnvoll sein, diese nachts zuzudecken, wenn Sie selbst es gerne kalt im Schlafzimmer haben. Es wird nun Zeit die Baumwollsachen gegen die Kuschelsachen auszutauschen - auch in den Hunde- und Katzenkörben.

Bei großer Bodenkälte, z. B. in nicht-unterkellerten Räumen, kann es sinnvoll sein noch eine Decke mehr ins Körbchen zu legen oder eine Isomatte unter den Korb zu legen. Schon Holzklotzfüße unter den Körben machen es von unten wärmer. Allerdings muss auf Kippsicherheit geachtet werden, damit der Hund sich weiterhin sicher im Korb fühlt.

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Achtung - Bodenkälte !

Achtung, jetzt kommt die Zeit, wo unbedachten Tierhaltern die Tiere am Boden festfrieren können. In einem Tierheim in NRW froren Meerschweinchen am Boden einer - nicht unterkellerten - Garage an, die zum Nagerparadies umgestaltet wurde. Immer mal wieder sterben Kleintiere an Lungenentzündung, weil die Halter der Tiere sich zwar selber warm anziehen, aber nicht genug an die Tiere denken.

Bei Kleintieren, die draußen oder am Boden von kalten Räumen wohnen, sollten nun mehr Korkröhren eingesetzt werden.

Die Einstreu sollte nun doppelt so dick erfolgen. Stroh hat einen besseren Wärmewert als Sägespäne, daher sollte im Winter mehr Stroh in die Einstreu gegeben werden. In die Häuser, wo die Tiere sich nachts aufhalten und länger ruhig liegen, kann man auf die Streu mehrfach gefaltete Handtücher legen und Fleecedeckenstücke oben drauf packen. Das Handtuch bitte täglich wechseln, damit es nicht feucht unter dem Meerie liegt. Die Fleecestücke bleiben gut trocken, so dass Meerie sich nicht erkältet, wenn es nachts lange auf einem Fleck sitzen oder liegen bleibt.

Bitte denken Sie daran, dass es jetzt draußen noch viel kälter ist. Meerschweinchen in Außenhaltung haben einen höheren Energiebedarf, um sich warm halten zu können. Vereinzelt kann man nun auch Sonnenblumenkerne füttern. Etwas gehaltvolleres Futter ist für die Meeries und Kaninchen in Außenhaltung erforderlich. So können auch mal ein paar Maiskörner oder Erbsenflocken verfüttert werden.

Tiere in Außenhaltung benötigen jetzt bald eine Thermobox in ihrem Gehege. Auch an Windschutz muss gedacht werden. Die Heumengen müssen nun aufgestockt werden. Tiere, die bisher nicht in Außenhaltung gelebt haben, haben nun keine Gelegenheit mehr genug Unterfell aufzubauen und sich an die Temperaturen zu gewöhnen.  Sie müssen weiter drinnen gehalten werden.

Denken Sie bitte auch daran, Ihre Kaninchen entsprechend unterzubringen und sorgen Sie für trockene Futterplätze, wo die Tiere in Trockenheit und Wärme ihr Heu malmen können.

In Kürze kommen die Herbststürme, bitte halten Sie die Häuser der Tiere warm. Gegebenenfalls müssen Sie außen um die Häuser noch Strohballen packen, wenn diese - trotz Isolierung zu kühl werden.

Schützen Sie Ihre Kleintiere vor Bodenkälte!

Gerade Tiere, die zu klein untergebracht sind, haben jetzt keine Gelegenheit sich warm zu laufen oder zu hoppeln.

Behausungen von Tieren, die kuscheln wollen, sollten nicht zu groß sein, damit die Körperwärme nicht in den Raum verfliegt. Viel Stroh auf dem Boden schützt vor Bodenkälte.

Meerschweinchen haben es gerne kuschelig. Kuschelsäcke gibt es auch mit Winterinnenfutter aus dickem Fleece!

Flohplage

Halloweentipps

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