
Hellau, Alaaf & Wupptika ...

Hündin Gloria - hier nur für das Foto kurz mit kleinem Filzhütchen und Luftschlangen "behängt" muss natürlich sonst kein Kostüm tragen in der närrischen Zeit ;-). Dies ist nur ein Karnevalsgruß. Wir muten unseren Tieren sonst keine Kostüme zu, die sie lästig finden.
Bald geht sie wieder los, die närrische Zeit auf den Straßen und in den Haushalten. Eigentlich begonnen hat sie natürlich schon am 11.11. - 11:11 Uhr, aber turbulent wird es jetzt. Man findet bereits Kostüme in den Geschäften und die Getränkehändler rüsten auf für die Zeit des größten Umsatzes.
Auch Hund, Katze & Co. können die Karnevalszeit genießen, WENN man als Tierfreund einiges beachtet. So spielen unsere Katzen gerne mit Knäulen aus Luftschlangen und der Hund freut sich, dass es bei Besuch wieder viele leckere Sachen gibt und manchmal ein Leckerchen abfällt. Die Tiere genießen es, wenn wir Rosenmontag nicht arbeiten müssen und besonders viel Zeit für sie haben.
Doch einige Tiere leiden unter dieser Zeit. So müssen Besitzer von "nicht-schussfesten" Hunden und ängstlichen Katzen jetzt damit rechnen, dass wieder viele kleine Cowboys und Indianer mit Knallplättchen herumballern, Betrunkene grölend durch die Straßen ziehen, die sie ängstigen.
Bitte nehmen Sie Ihre Tiere nicht mit auf Karnevalszüge oder in volle Innenstädte, wo sie Krach, Fußtritten, Regen und Kälte ausgesetzt sind, an der Leine nicht flüchten können, lauter Musik ausgesetzt sind und stundenlang herumstehen müssen und womöglich noch heruntergefallene Süßigkeiten fressen.
Achten Sie nun verstärkt auf Glasscherben auf dem Boden, denn leider werden wieder viele Flaschen in die Natur entsorgt und können den Hunden die Pfoten zerschneiden.
Läuft Ihr Hund frei, muss man leider auch mit Erbrochenem in Parks rechnen, was der eine oder andere Hund interessant finden könnte, denn oftmals wird in Parks heftig Alkohol genossen. Auch hier besteht Gefahr durch Glasscherben. Erbrochenes kann einen bösen Alkoholgehalt haben und es droht Vergiftungsgefahr für Hunde, die so etwas fressen würden.
Tierfreunde sind bitte so freundlich und helfen auch Glasflaschen und Scherben von anderen Leuten in Mülleimer zu entsorgen, damit sich weder Hunde, noch Katzen, noch Wildtiere verletzen können oder aus Flaschen Scherben entstehen. Herumliegende Flaschen im Wald oder auf trockenen Wiesen können später bei Sonnenschein zudem Brennglaswirkung entwickeln und ggf. zu Waldbränden führen, die viele Tiere verletzen oder töten können.
Doch auch zu Hause sollte man auf einiges achten. So erhalten viele Leute in der Karnevalszeit Besuch und Alkohol wird genossen. Einige Hunde trinken gerne Bier, obwohl dies für die Hunde äußerst gefährlich ist. Achten Sie bitte darauf, dass fröhliche, angetrunkene Gäste dem Hund oder der Katze nicht Alkohol, Schnapspralinen oder Knabbereien für Menschen anbieten oder diese unbeaufsichtigt auf Tischen stehen und evt. von Tieren geklaut werden können. Schokolade, insbesondere Bitterschokolade ist giftig für Hunde, ebenso gefährlich kann der Genuss von Rosinen für Hunde werden. Passen Sie also bitte auf, dass Hunde so etwas nicht bekommen oder von niedrigen Couchtischen klauen.

Und wenn Sie nur Besucher kennen, die nicht nett zu ihren Tieren sind, dann veranstalten Sie doch einfach eine Hundeparty, nur mit Hundehaltern, die dann sicher gerne auf laute Musik und Gefahren für die Tiere verzichten und singen lieber mit Ihren Tieren im Chor ;-), wie wir es hier mit Husky Casper machen.
Gerade Katzen stehen oftmals auf herumstehende Chips. Dies liegt am Fett, was die Katzen gerne lecken. Leider enthalten Chips und Salzstangen aber auch reichlich Salz und scharfe Gewürze, die sehr schädlich sein können. Katzen reagieren sehr rasch darauf mit Schäden an Niere und Leber, über die diese Giftstoffe abgebaut werden. Achten Sie also bitte darauf, dass Ihre Tiere nicht von den Gästen mit solchen Dingen gefüttert werden und heben Sie heruntergefallene Chips vom Boden auf.
In der Tierrettung hatten wir schon einige Notrufe, weil nach durchfeierten Nächten Alkoholreste oder solche Knabbereien auf den Tischen stehen blieben und die Tiere sich über Nacht über diese Reste her machten. Bitte verhindern sie so etwas.
Kleintiere, Vögel, Katzen und Hunde hören im Ultraschallbereich. Für die hellhörigen Tiere ist laute Partymusik eine Zumutung. Bitte halten Sie die Tiere von solchen Geräuschbelästigungen fern. Geben Sie Ihnen die Möglichkeit sich zurückzuziehen. Stellen Sie Tiere in Käfigen und Volieren aus Räumen weg, wo Zigarettenqualm und laute Musik ihnen das Leben schwer machen und die kleinen, empfindlichen Lungen schädigen.
Gerade in der Karnevalszeit haben wir vermehrt Meldungen über Magendrehungen bei Hunden. Bitte achten Sie darauf, dass Tiere ordnungsgemäß gefüttert werden, ziehen Sie evt. Leckerchen, die es zwischendurch gibt, vom Futter ab, damit die Mägen der Tiere nicht überbelastet werden. Stress erhöht offensichtlich die Bereitschaft zur gefährlichen Magendrehung. Daher halten Sie bitte den Stresspegel für die Tiere niedrig.
Führen Sie "knallängstliche" Tiere bitte beim Spaziergang an der Leine. Sie wissen nie, an welcher Ecke Kinder mit Knallplättchen herumballern. Versehen Sie weglaufgefährdete Hunde mit einem ausbruchsicheren Geschirr und suchen Sie ruhige Spaziergehgebiete.
Geben Sie den Freigängerkatzen Gelegenheit ins Haus zu gelangen oder sperren Sie an den "tollen Tagen" zu unruhigen Zeiten im Haus ein.
Gerade wenn Besucher ein- und ausgehen, wird oft von "tierlosen" Besuchern missachtet, dass man an Türen aufpasst, dass kein Tier entweicht oder die Katze auf dem uneingenetzten Balkon landet, wenn Sie eine rauchen gehen. Treffen Sie daher bitte Sicherheitsmaßnahmen, dass Ihre Tiere nicht entlaufen können.
Haben Sie Kleintiere in Käfigen im Kinderzimmer, so stellen Sie diese besser in ein anderes, ruhiges Zimmer, wenn Besucherkinder kommen. Nicht alle Besucherkinder sind auf Tiere eingestellt und behandeln sie entsprechend. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihr Kind sich Besucherkindern gegenüber durchsetzen kann, wenn diese die Tiere falsch behandeln.
Mit Besucherkindern kann es sowieso Überraschungen geben. So erlebte eines unserer Mitglieder, dass ein Besucherkleinkind mit Würstchen in der Hand unter dem Tisch beim großen Schäferhund saß und diesem das Würstchen mal hinhielt, mal wegzog. Nur der Langmütigkeit des Hundes war es zu verdanken, dass dieser nicht zuschnappte, um sich das Würstchen zu sichern. Selbst bei Hunden, die gelernt haben, sich Kindern gegenüber rücksichtsvoll zu verhalten, reißt irgendwann einmal der Geduldsfaden. Gerade Nichthundehalter kommen manchmal auf die verrücktesten Ideen im Umgang mit Hunden. Denken Sie bei Besuch also bitte daran.
Auch haben wir schon erlebt, dass Besucherkinder Kleintiere im Kinderzimmer ärgerten und dies lustig fanden. Sie verschreckten die Tiere indem sie Gegenstände über die Gitterstäbe zogen und amüsierten sich köstlich, weil die Kleintiere dann schreckhaft davon liefen. Andere Besucherkinder verlangten ein Kleintier zu halten und ließen es fallen. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihr wohlerzogenes Kind dieses Verhalten verhindern kann. Kinder sind damit überfordert und oft schockiert, dass andere Kinder keinen respektvollen Umgang mit Tieren gelernt haben. Entfernen Sie also ggf. Käfigtiere aus dem Kinderzimmer und stellen Sie lieber in ruhige Zimmer. Bieten Sie Tieren, die in der Wohnung frei laufen die Gelegenheit sich vor Trubel zurückzuziehen.
Denken Sie bitte daran, dass viele Karnevalsumzüge auch am Sonntag stattfinden und nicht Rosenmontag. Dies ist oftmals in Städten der Fall, wo der Karnevalszug über Stunden den Verkehr auf Hauptverkehrsstraßen blockieren würde, wie z. B. in Wuppertal. Es ist nicht lustig mit ängstlichem Hund auf eine Runde um den Block zu gehen und in einem Karnevalszug mit großem Trubel zu geraten. Auch macht es keinen Spaß mit ängstlichem Hund im Auto an einer Straßensperre zu landen, wo man nicht vorwärts und nicht rückwärts kommt, weil ein Zug vorbei zieht. Gerade neu zugezogenen Menschen ist es schon passiert, dass sie mit dem Hund, z. B. in Wuppertal zum Auslaufgebiet fahren wollten, der Hund die Blase knallvoll hatte und Frauchen oder Herrchen standen dann am Sonntag vor einer Straßensperre wegen des Karnevalszuges. Daher sollten sich gerade neu zugezogene Menschen über die Gepflogenheiten in "ihrer neuen Stadt" rechtzeitig erkundigen.
Achten Sie in der Stadt auf herumliegende Bonbons nach Karnevalszügen. Einige Hunde atmen diese schneller im Vorbeigehen ein als sie gucken können. Manchmal gar mit Plastik- oder Aluverpackungen, die schwere gesundheitliche Schäden oder Darmverschlüsse auslösen können.
Beachten Sie bitte auch, dass viele Tierärzte an Rosenmontag schließen. Für solche Fälle sollte man sich rechtzeitig erkundigen, wo ein Tierarzt Dienst hat. Auch Besucherhunde können mal plötzlich zum Tierarzt müssen.
Einige Hunde reagieren sehr empfindlich auf alkoholisierte Personen. Gerade Hunde aus dem Tierschutz, die manchmal aus schlechten Händen in den Tierschutz kamen, haben mit alkoholisierten Personen schlechte Erfahrungen gemacht. Der Alkoholgeruch alleine kann bewirken, dass ein solcher Hund ein verändertes Verhalten zeigt, also ängstlicher oder aggressiver wird, weil der Geruch ihn an erlebte traumatische Erlebnisse erinnert. Bitte tragen Sie dem Rechnung, bevor Ihr Hund leidet oder Ihr Besuch gebissen wird.
Wir hoffen, dass auch alle Tierheimmitarbeiter Ihre Gassi-Geher auf diese Gefahren hinweisen!

Macht sie nicht ein herrliches "Kater-Gesicht", was zu dieser Zeit passt ?
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Macht sie nicht ein herrliches "Kater-Gesicht", was zu dieser Zeit passt ?
Und selbst wenn Aschermittwoch alles vorbei ist, achten Sie bitte trotzdem auf Glasscherben auf dem Boden. Gönnen Sie Ihren Tieren, die Besuch ausgesetzt waren und vielleicht einigen Trubel miterlebten, eine ruhige Zeit hinterher. Die vielen Reize sind auch für die Tiere anstrengend.
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Das Team der Tierhilfe Licht im Dunkeln e. V. wünschen Ihnen und Ihren Tieren eine Karnevalszeit ohne Tierarztbesuche oder unangenehme Zwischenfälle!