"Hilfe, meine Katze ist vom Balkon gefallen" - "Hilfe, meine Katze ist aus dem Fenster gestürzt"

...diesen Satz haben wir in den letzten Tagen so oft gehört, dass wir ihn schon als Trauerhymne singen können. Und nie waren es die Katzenhalter schuld! Mal war es die böse Nachbarin, die geklingelt hat und einen ablenkte, bevor man das Fenster schließen konnte; mal war es das böse Kind, was das Fenster oder die Balkontür offen ließ; mal war es das böse Wetter, was so warm war, dass man es keinem zumuten konnte bei geschlossenem Fenster da zu sitzen, mal war es der Eiswagen, der einen mit seinem Gebimmel ans offene Fenster lockte; mal war es der böse Arbeitgeber, der einen so viel Überstunden machen ließ, dass man nicht dazu kam, sich eine Fenstersicherung zu kaufen; mal war es der böse Vermieter, der eine Einnetzung des Balkons aus optischen Gründen verboten hatte und vor allem ist es immer die böse Katze, die doch so etwas "noch NIE gemacht hat"...

"Das hat sie noch nie gemacht..." - "... meine Katze tut dies nicht"

Tiere sind unberechenbar - Katzen sind es erst recht! Wir haben schon Katzen erlebt, die 8 Jahre lang auf einem uneingenetzten Balkon Ausgang bekamen und dann schlagartig auf die Brüstung sprangen, weil ein Vögelchen vorbei flog und abrutschten. Katzen, die jahrelang auf Fensterbänken am offenen Fenster gesessen haben und niemals in Gefahr gerieten, erschraken plötzlich und fielen aus dem Fenster. "Meine Pussi macht das nicht - ich habe ihr gezeigt, wie tief es da runter geht" ist dabei noch der harmloseste Satz der Ausreden, die wir gehört haben. Glauben Sie uns, dadurch wird kein Unfall verhindert. Da verlangen Sie Ihren Tieren zuviel ab. Sie wissen doch auch, dass Sie beim Laufen auf Ihre Füße achten müssen und sind schon hingefallen, oder?

Nicht zu unterschätzen ist auch der Lärm, der durch Fußballfans in diesen Tagen gemacht wird. Ungewohnte Geräusche können die Katze erschrecken. Nun ist die Zeit der Balz, der Fortpflanzung - dies lässt auch die Katzen in Wohnungen nicht unberührt. Sehnsucht nach einem Partner lässt Katzen noch schneller aus Fenstern und Türen entfleuchen als sonst. Der Instinkt sagt jeder erwachsenen Katze "pflanz dich fort" und schon fühlt sich der Stubentiger nicht mehr wohl in den eigenen vier Wänden, denn draußen lockt das "Glück mit einem Partner".

Leid tragend sind immer die Tiere. Groß ist das Elend des Tieres und meist auch der erschrockenen Halter, wenn plötzlich Mitzie in einer Blutlache da liegt, der filigrane Katzenkiefer zertrümmert in viele Einzelteile, die Beinchen seltsam abgewinkelt, weil die Knochen gebrochen sind. Unendlich sind die Schmerzen und Ängste, die die Tiere ausstehen, wenn sie verletzt auf der Straße landen und als Wohnungkatze nicht mal eine Idee haben, wo sie denn klingeln sollen, damit ihnen jemand hilft. Die Tierchen sind nicht in der Lage sich selber zu helfen und wir haben sogar schon Fälle erlebt, wo die Katze halb zerschmettert auf der Erde lag und dann noch Menschen kamen, die das hilflose Tier zusätzlich quälten. Viel öfter aber haben wir erlebt, dass es sich um dicht besiedelte und besuchte Straßen handelte und Passanten einfach vorbei gingen und das verletzte Tier nicht beachteten. Befragt von Helfern kamen Sätze wie: "Die kann ja ansteckend krank sein - ich fasse keine fremden Tiere an", "Ja, was soll ich denn da machen? Mir gehört das Tier doch nicht!", "Ach, und wenn ich die dann zum Tierarzt bringe, muss ich noch die Kosten zahlen, wie?" oder "Ist doch nur eine Katze, die haben doch 7 Leben und kommen immer auf den Beinen auf."

All diese Sätze machen uns wütend! Tiere sind Mitgeschöpfe und haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und auf Hilfe. Tiere sind unberechenbar und die Verantwortung für das Wohlergehen seines Tieres hat der Tierhalter. Aber auch jeder andere Mensch, der ein verletztes Tier sieht, sollte diesen wundervollen Mitgeschöpfen helfen. Wenn man selbst nicht weiß wie, dann gibt es wenigstens die Möglichkeit den Tierschutz zu benachrichtigen oder im Notfall Polizei oder Feuerwehr, die mit entsprechenden Telefonnummern dienen können, denn verletzte Tiere in Wohngebieten oder im Straßenverkehr stellen auch eine Gefahr dar. Für Fundtiere brauchen Sie auch keine Tierarztkosten zu übernehmen - es sind nicht ihre Tiere! Jeder Tierarzt weiß, wie er mit Fundtieren umzugehen hat und kennt die Stellen, an die er sich mit solchen Tieren wenden muss.

Es gibt die Möglichkeit Fenster mit Fenstergittern abzusichern. Diese erhält man in fast jeder Zoohandlung oder im Internet auch oft gebraucht, bei e-bay oder e-bay-Kleinanzeigen. Es gibt die Möglichkeit seinen Balkon mit Katzennetzen zu sichern. Und für Menschen, die all dies nicht tun können, weil sie 250.000 Ausreden haben, es nicht zu tun, gibt es immer noch die Möglichkeit das Tiere in einem anderen Raum einzusperren, während man lüftet, und erst wieder hinaus zu lassen, wenn das Fenster oder die Balkontür sicher geschlossen sind.

"... aber ich hatte das Fenster doch auf kipp stehen - da ist sie nie dran gegangen ..."

Wussten Sie schon, dass jedes Jahr unzählige Katzen einen grauenvollen und qualvollen Tod sterben, weil sie sich in Kippfenstern einklemmen ? Wussten Sie schon, dass etliche dieser Katzen lebend geborgen werden, aber fast alle anschließend sterben, weil die Blutzufuhr der Innenorgane zu lange durch die gequetschte Haltung unterbunden war? Wussten Sie schon, dass nur einige wenige Katzen solche Kippfensteraufenthalte überleben, diese aber dann oftmals inkontinent oder gelähmt bleiben? All dies sollten Sie sich vor Augen führen, bevor sie die paar Euro für eine Kippfenstervergitterung einsparen. Jeder Unfall wird sie ein vielfaches an Tierarztkosten kosten, denn die Folgen eines so genannten "Kippfenstersyndromes" sind meistens fatal. Durch das Einklemmen kommt es zur Unterbindung der Blutzufuhr - wichtige Organe werden nicht mehr versorgt. Nerven werden gequetscht. Schock, Hinterhandlähmungen, Probleme beim Kotabsatz sind häufige Folgen. Alleine der Schock kann tödlich für die Katze werden.

Insbesondere unkastrierte Katzen und Kater zieht es mit unbändiger Kraft nach draußen, wenn sie geschlechtsreif werden und auf der instinktiven Suche nach einem Geschlechtspartner sind. Doch auch kastrierte Katzen sind in Gefahr durch offene Fenster oder Kippfenster. Schon ein vorbei fliegendes Vögelchen oder eine harmlose Stubenfliege kann den Spieltrieb oder Jagdinstinkt ihrer Katze wecken und sie konzentriert sich nicht und rutscht ab.

Bitte denken Sie daran, dass auch Kinder (und manchmal auch Erwachsene) nicht nur die Haustiere im Kopf haben und gerade Kinder mindestens so unberechenbar sind wie Tiere. Erwarten Sie also nicht, dass Kinder, Jugendliche, Katzensitter, Nachbarn oder der eigene Ehegatte oder Freund die gleiche Vorsicht walten lassen wie vielleicht SIE sie an den Tag legen. Es liegt in der Verantwortung des Katzenhalters ALLEINE sein Tier artgerecht und gefahrlos unterzubringen und für dessen Versorgung - wozu auch die tierärztliche Versorgung gehört - zu sorgen.

Schnell hängt eine Katze im Kippfenster, weil das Essen angebrannt ist oder es an der Tür oder am Telefon klingelt. Und schon steht der Halter nicht mehr neben dem Kippfenster und passt auf. Die Katze hängt dann schneller im Kippfenster als man es sich vorstellen kann.

... Ich verstehe das nicht - ich habe doch dabei gestanden...

Auch diesen Satz haben wir uns zig Mal angehört. Da stand der Tierhalter mit seiner Katze am offenen Fenster und hat "aufgepasst". Trotzdem ist dann - oh Wunder - das Tier abgestürzt. In der Situation ist "aufpassen" mindestens so wirkungsvoll wie beim Beischlaf ohne Verhütungsmittel - nämlich Blödsinn! Sie können gar nicht so rasch reagieren, wenn Ihre Katze plötzlich einen Satz macht oder sich erschreckt. So schnell kann kein Mensch zufassen und die Katze schnappen, wie diese abstürzt. Und selbst wenn man die Katze schon festhält, ist dies keine Garantie. Eine Katze kann sich so rasch aus dem Arm winden, so rasch kratzen oder beißen, wenn sie in Panik ist, dass niemand gewährleisten kann, in einer solchen Situation dem Tier die nötige Sicherheit zu bieten.

... kein Tierarzt will mein Tier behandeln - und das NUR, weil ich gerade nicht bezahlen kann ...

Spätestens an diesem Punkt wenden sich einige betroffene Tierhalter entsetzt an die Tierschutzvereine. Jetzt ist die Katze verletzt nach so einem Fensterunfall gefunden worden, man ruft die Tierarztpraxis an, hat aber kein Geld einen Tierarzt zu bezahlen. Dies ist eine Situation, in die leider immer mehr Tierhalter kommen. Die Zeiten sind schlecht und kein "Otto-Normal-Tierhalter" hat mehr Geld im Überfluss. Viele Menschen sind arbeitslos, noch mehr Menschen sind abhängig von öffentlichen Zahlungen wie Hartz IV. Entsetzt ruft man also den Tierschutzverein an und fragt, ob dies denn seine Richtigkeit habe, dass der Tierarzt die Behandlung verweigert, wenn man kein Geld habe. Ob es "denn da keinen hippokratischen Eid oder so was" gäbe, werden wir gefragt.

Es gibt gewisse Pflichten des Tierarztes, zu denen er sich verpflichten muss, doch den hippokratischen Eid - im Sinne, wie es ihn früher gab, leisten nicht mal mehr Humanmediziner. Die allerdings können jederzeit behandeln, weil ihnen die gesetzlichen Krankenversicherungen eine Kostendeckung für notwendige Leistungen immer noch deckt. Dies ist beim Tierarzt nicht der Fall, denn die wenigsten Tiere sind versichert oder überhaupt im vollen Umfange versicherbar. Ein Tierarzt kann also ohne weiteres die Behandlung ablehnen, wenn von vorne herein feststeht, dass diese nicht bezahlt werden kann. Und leider tun das auch mehr und mehr Tierärzte. Unterhalten Sie sich einmal mit einem Tierarzt über die Verdienstmöglichkeiten und über dessen Außenstände, dann wächst Ihr Verständnis dafür vielleicht auch. Tierärzte haben lange und unangenehme Arbeitszeiten - Privatleben gibt es kaum, immer kommen Notfälle dazwischen. Etliche Tierarztehen zerbrechen an den Belastungen der Praxen, die sich in das Privatleben ziehen. Und doch erwarten die meisten Menschen völlig hemmungslos, dass der Tierarzt zu allen Zeiten für sie bereit steht und das noch ohne Bezahlung?

Etwas viel verlangt! Wir kennen jedoch bisher keinen Tierarzt, der eine Notfallbehandlung vollends abgelehnt hat, wenn sie lebensnotwendig war oder dazu beitrug ein Tier von akuten Schmerzen zu erlösen oder zu befreien. Fälle, die uns vorgetragen wurden und die wir überprüften ergaben maßlose Übertreibungen der Tierhalter und beruhten zumeist auf Missverständnissen.

Aus juristischer Sicht ist es ganz klar, dass Sie dem Tierarzt vor der Behandlung sagen müssen, wenn sie kein Geld für die Behandlung haben. Jedoch bieten - gerade bei teuren Operationen - die meisten Tierärzte die Möglichkeit einer Ratenzahlung. Um jedoch die Zahlungswilligkeit zu zeigen, sollte man auch in diesen Fällen sich zumindest von Freunden eine angemessene erste Rate leihen und zur Behandlung mitbringen.

Jedem Hartz IV-Empfänger, der Tierhalter ist, können wir nur raten sich auf solche Situationen vorzubereiten und regelmäßig Geld für die Tiere zurückzulegen. Denn in der Notfallsituation sind oft Freunde nicht erreichbar. Hilfreich kann auch manchmal eine Tierkrankenversicherung sein. Auf gar keinen Fall sollte man sich Tiere zulegen, wenn man schon in engen finanziellen Verhältnissen lebt. Es kann auch Tierschutz und Tierfreundlichkeit sein, wenn man KEIN Tier anschafft. Wer ein Tier anschafft, muss auch in der Lage sein die volle Verantwortung für das Tier zu übernehmen.

... von Hartz IV kann man keine Rücklagen bilden ...

Es ist schwer, klar, das sehen wir ein, aber es ist nicht unmöglich. Dies haben uns verantwortungsbewusste Tierhalter schon oft bewiesen. Außer den "Tafeln für Tiere" und den Tierschutzvereinen gibt es leider nicht viele Stellen an die sich ein Tierhalter in Notlagen seines Tieres wenden kann und diese haben inzwischen so viele Unterstützungsfälle, dass auch hier nicht jede Hilfeleistung möglich ist. Doch haben wir leider auch immer wieder feststellen müssen, dass Menschen, die um Hilfe für ihre Tiere baten, noch längst nicht alle Möglichkeiten zu sparen ausgeschöpft hatten. Menschen bekommen in der Regel mehr Unterstützungen als Tiere und so kann man ggf. sparen, indem man diese nutzt und stattdessen etwas Geld für die Tiere spart. Es gibt Möglichkeiten Kleidung auf dem Flohmarkt zu kaufen, auch die Kleiderkammern von Diakonie und Caritas helfen an Kleidung zu kommen. Soziale Stellen bieten gebrauchte Möbel für in Not geratene Menschen. Es gibt Vereine, die in Not geratene Menschen beraten, wo sie überall Unterstützung erhalten können ( wir möchten in diesem Zusammenhang noch einmal auf den Verein "Wuppertaler in Not" hinweisen. Auch Kirchen, Diakonie und Caritas machen solche Hilfsangebote, die man nutzen sollte, damit man etwas für Tierarztkosten beiseite legen kann. Es gibt die Tafeln, wo ein Hartz IV-Empfänger einiges an Lebensmitteln einsparen kann, was den Tieren Nutzen bringt. Die Tafeln für Tiere unterstützen leider nur mit Futter oder Ausstattung für die Tiere, aber nimmt man dies in Anspruch, kann man eher Geld für Tierarztkosten beiseite legen. In manchen Städten gibt es sogar kostenlose Tiersprechstunden über die  Tafeln für die Tiere. Es lohnt sich bei den karitativen Einrichtungen nachzufragen, welche Hilfsangebote in Ihrer Stadt bestehen.

Erstaunlich ...

...finden wir es immer wieder, dass Menschen, die unsere Hilfe für Tiere in Notfällen in Anspruch nehmen, weil sie keinerlei finanzielle Mittel haben, um ihrem Tier zu helfen, in der Regel unsere Telefonnummer auf dem eigenen PC, der mit flatrate läuft, finden und aufgeregt rauchend zu uns stoßen. Die meisten solcher Notrufe kommen zudem von Handys. Da fragen wir uns dann doch immer mal wieder, warum man nicht die flatrate des PCs spart, den PC oder das Handy im An- und Verkauf versetzt oder das Geld für das Rauchen spart, wenn einem doch das Wohl des kranken Tieres so am Herzen liegt und man beteuert, dass man ALLES für sein Tier tun würde. Tatsache ist, dass etliche dieser Hilfe suchenden Tierhalter, die Tierschutzvereinen artig eine Rückzahlung auf Raten versprochen hatten, sich nicht daran hielten und so sinkt auch die Bereitschaft der Tierschutzvereine mehr und mehr in solchen Fällen zu helfen. Zudem leiden auch die Tierschutzvereine mehr und mehr unter Geldmangel, denn die Spendenbereitschaft lässt natürlich in schlechten Zeiten auch immer nach. Jeder Mensch kann unverschuldet in Not geraten und dabei Tiere haben und Tierschutzvereine tun ihr Bestes diesen TIEREN dann zu helfen - die Verantwortung für IHR Tier jedoch, kann Ihnen niemand abnehmen!

Folgen von Einklemmen oder Sturz...

Beim Kippfenstersyndrom kommt es zur Unterbindung der Blutzufuhr. Dadurch werden lebenswichtige Organe nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt und können schwerste Schäden davon tragen. Nerven werden eingeklemmt und verursachen nicht nur große Schmerzen, sondern es können auch Ausfallerscheinungen, z. B. beim Harn- oder Kotabsatz auftreten. Hinterhandlähmungen sind oft die Folge eines solchen Unfalls. Selbst kurze Einklemmzeiten können den Tod zur Folge haben. Jede eingeklemmte Katze - und war sie auch nur kurz eingeklemmt - MUSS SOFORT zum Tierarzt!!!

Bei tiefen Stürzen landen Katzen meistens auf dem Kopf und ganz und gar nicht auf dem Pfoten, wie der Volksmund behauptet. Häufig sind Kieferverletzungen die Folge. Der filigrane Katzenkiefer splittert, verschiebt sich, oftmals werden Zähne beschädigt. Schnauzen- und Kopfverletzungen sind häufig. Doch auch andere Knochen können gebrochen sein, Organe können platzen, innere Verletzungen können Folgen sein, die man der Katze von außen nicht ansieht. Alleine der Schock durch so einen Sturz, sowie schwerste Prellungen verursachen Lebensgefahr und starke Schmerzen. Die Katze muss behandelt werden!

Tatsache ist, dass JEDE Katze, die in einem Kippfenster eingeklemmt war, SOFORT zum Tierarzt muss !!! Die gesundheitlichen Folgen auch nur einer kurzen Einklemmzeit sind fatal und führen oftmals zum Tode!

Tatsache ist, dass JEDE Katze, die aus einem Fenster oder von einem Balkon gestürzt ist, SOFORT zum Tierarzt muss !!! Es muss abgeklärt werden, welche Verletzungen aufgetreten sind und ggf. ist eine Schockbehandlung erforderlich.

Wer ein solches verunfalltes Tier nicht zum Tierarzt bringt, handelt absolut unverantwortlich, auch wenn er NUR Finder einer fremden Katze ist!

Unkastrierte - ungeimpfte - ungechipte und nicht tätowierte Katzen

Etwas möchten wir aber auch noch zu den Wohnungskatzen sagen, die ungeimpft und unkastriert sind, weil man es bei einer Wohnungskatze nicht für erforderlich hält. Viren machen nicht vor Fenstern halt. Luft ist überall und überall wo Luft zirkuliert, zirkulieren auch Viren. Da braucht die Katze nicht mit anderen Katzen in Berührung zu kommen und kann sich trotzdem anstecken. Sie laufen über die Straße, sie treten mit Schuhen auf Stellen, die mit Viren behaftet sind und erzählen Sie uns bitte nicht, Sie desinfizieren Ihre Schuhe und Kleidung jedes Mal, wenn sie von draußen hereinkommen. So sind auch Wohnungskatzen regelmäßig zu impfen. Zudem kann eine jede Katze durch Unachtsamkeit mal entweichen und ist rasch in Freiheit. Zu allen anderen Gefahren, die der ungeübten Wohnungskatze draußen drohen, ist sie zusätzlich noch Ansteckungsgefahren ausgesetzt.

Jeder Mensch kann auch in die Situation kommen, dass er krank ist und seine Tiere in zeitweilige andere Unterbringungen geben muss. Selbst oder gerade in Katzenpensionen und Tierheimen ist die Ansteckungsgefahr groß. Viele seriöse Katzenpensionen nehmen sowieso nur geimpfte Tiere auf. Da man nie weiß, wann einen eine solche Situation trifft, ist es ein Grund mehr die Tiere regelmäßig impfen zu lassen, auch wenn sie keine Freigänger sind.

Mal abgesehen davon, dass wir nicht verstehen können, wie ein Mensch den Uringeruch von unkastrierten, geschlechtsreifen Katzen im Haus ertragen kann und abgesehen davon, dass es verdammt an die Nerven geht mit einer rolligen Katze oder einem Kater auf Freiersfüßen zusammen zu leben, ist es unverantwortlich, wenn solch ein Tier entläuft und das allgemeine Katzenelend auf deutschen Straßen noch vergrößert indem es sich fortpflanzt.

Der Tierschutz kann dem gesammelten Katzenelend nicht mehr Herr werden. Alle Tierheime und tierheimähnlichen Einrichtungen bekommen mehr Fund- und Abgabekatzen herein, als jemals vermittelt werden können. Die Kosten der Versorgung dieser Katzen sind für kaum einen Verein tragbar. Gerade Katzen leiden als Solitärjäger oftmals sehr, wenn sie mit vielen Katzen auf engstem Raum untergebracht werden müssen. Stress, Krankheiten und Unwohlsein sind die Folge für all die Katzen im Tierschutz.

Absolut unverantwortlich handelt, wer fruchtbare Katzen draußen herumlaufen lässt !

In einigen Städten steht dies inzwischen zudem unter Strafe !

 

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