
Erneuter Arbeitseinsatz von Konstanze und Ilona
2008

Der Flieger steht bereit für den Arbeitseinsatz bei PROA

Konstanze fliegt immer wieder mit Begeisterung zu PROA, um dort zu helfen und auch Ilona hat Geschmack an der Hilfe für die Tiere gefunden.

Wenn Konstanze anruft, um ihren nächsten Aufenthalt bei PROA zu "buchen" fragt sie immer wieder, ob sie denn noch mal kommen darf. Welche Frage?!

Denn großen Komfort können wir im Tierheim für Helfer nicht bieten. Jeder Millimeter Platz wird für Tiere und Tierzubehör benötigt. Konstanze und Ilona aber sind schon selig, wenn sie mit einigen Mäuschen gemeinsam im Deckenlager übernachten dürfen - auf Luftmatratzen auf dem Boden!

Hardcore-Tierschützer nennen wir sie - Konstanze und Ilona (hier mit PROA-Helferin Marisa) - die Helfer, die auf jeden Komfort verzichten und sich freuen, wenn sie einfach NUR helfen "dürfen". Sie verzichten auf jeglichen Komfort und auf regelmäßige Mahlzeiten. Sie schlafen auf dem Boden. Nehmen das Spülwasser für die Toilette in Eimern mit aufs Clo und arbeiten von Tagesanbruch bis spät in die Nacht. Oftmals wenn ich Konstanze anrufe, um mir den aktuellen Sachstand durchgeben zu lassen, sind sie noch nach 22:00 Uhr bei den Hunden im Gehege und verteilen Medikamente oder beschmusen Hunde in der Quarantäne.

Die neuen Hundegehege sind leichter zu reinigen und bieten den Hunden Schutz vor Regen und Sonne. Hier kauen sich gerade Rusti und Homero durch.

Beim Bau hat man versucht noch etwas Grün zu bewahren. Hier guckt Bola zum Nachbargehege rüber.
Im September flogen wir wieder voller Tatendrang nach Madrid um bei PROA zu helfen. Im Gästezimmer wurde schnell die Kleidung gewechselt und wir begaben uns sofort zu den Tieren. Die neuen Gehege verschlugen uns die Sprache. Es war ein schöner Anblick, die Hunde in ihren neuen Domizilen zu sehen. Großräumig gestaltet und mit Bäumen versehen - das sah nach ganzer Arbeit aus und die Hunde fühlten sich sichtlich sehr wohl.

Mit einer großzügigen Spende eines Großspenders und Finanzierung durch die Gemeinde war der Bau der neuen Katzengehege möglich. Ohne Hilfe aus dem Ausland wäre dies nicht abschließend möglich gewesen, auch wenn etliche Sponsoren in Spanien ebenfalls beteiligt waren. Gerade die Katzen haben kaum Lobby. Auch wir beklagen immer wieder, dass Spenden für die Katzen besonders schwer zu bekommen sind.

Einige Bäume mussten gefällt werden, um den Bau möglich zu machen. Diese Bäume wurden gleich als Klettergelegenheit weiter "verarbeitet".

Es ist auch für die Gesundheit der Katzen sehr wichtig, dass sie regelmäßig an Sonne und Licht kommen. Nur so können sich die Jungkatzen gesund entwickeln.

Wir freuen uns auch immer wieder um Seilspenden, um Klettergelegenheiten fixieren zu können. Im Baumarkt kosten Sisal- oder Hanfseile nicht die Welt und wenn mehr Spender mal ab und an ein Seil spenden würden, wären wir mit dem Bau schon weiter. Es wäre super, wenn sich mehr Katzenpaten finden würden, die auch an Seilspenden oder Katzengrasspenden denken würden.

Auch was hier nach Spaß aussieht, ist Arbeit. Denn wenn nicht immer wieder Pfleger - oder wie hier Ilona - die Katzen streicheln würden, wären sie nicht genug an Menschen gewohnt und wären nicht als Schmusekatzen zu vermitteln. Sie würden nur scheu auf Bäumen hängen. Die menschlichen Kontakte sind äußerst wichtig, um die Katzen, die oft von der Straße kommen wieder mit lieben Menschen vertraut zu machen. Auch deutsche Tierheime leiden immer wieder an Personalmangel für die nötigen Streicheleinheiten. Auch SIE können im Tierheim streicheln gehen.

In Spanien muss mit sehr wenig Personal ausgekommen werden. Das Personal hat fast nur Zeit, um Putz- und Aufräumarbeiten zu verrichten. Das Tierheim liegt weit außerhalb und ehrenamtliche Helfer kommen meist nur am Wochenende. So freuen sich die Spanier über kompetente Helfer, die die Tiere beschmusen.

Doch bitte denken Sie nicht, dass Konstanze & Ilona nur zum Streicheln nach Madrid fahren. Wenn sie tonnenweise "Scheiße-schippen" haben sie nur meist keine Zeit zum Fotografieren. Daher wird nur in Pausen fotografiert oder wenn mitleidige Spanier den Damen mal Essen vorbei bringen.

Im gemeinsamen Gehege lernen die scheueren Katzen von den zahmeren Katzen. Sehen Sie, dass ihren Kumpels nichts geschieht auf dem Arm, trauen auch sie sich immer näher heran an die gefährlichen Menschen.

Laura ist eine bezahlte Kraft im Tierheim. Für ganz kleines Geld füllt sie mit ihrer Arbeitskraft die vielen, vielen Stunden ohne ehrenamtliche Helfer. Da freut sie sich natürlich, wenn sie einmal menschliche Gesellschaft und vor allem Hilfe bekommt. Denn trotz der vielen Tiere ist die Arbeit im Tierheim eine einsame Arbeit, die nicht jeder verkraftet.
Die Reinigung war dementsprechend leichter geworden. Die umlaufende angebrachte Alarmanlage bietet den Hunden nächtlich zusätzlich Schutz. Das Schönste ist natürlich immer die Freude der Tiere, wenn man sich ihnen nähert. Wo wird man schon so freudig erwartet und das mehrmals am Tag? PROA hat zwei fleißige Helfer, die täglich mit viel Liebe und Engagement die Tiere versorgen. Lauras Eltern besuchten uns mit Wein und Tortilla und bestätigten uns den Eifer ihrer Tochter.