
Meerschweinchen

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Zusammenklappbar und transportabel muss das Gehege bei uns sein um notfalls anderen Tieren Platz zu bieten, wenn keine Meeries bei uns weilen
Dieses selbstgebaute Meerschweinchengehege beherbergt unsere Meerschweinchengäste. Es ist zusammenklappbar, wenn wir - wieder Erwarten - mal keine Meeries haben. Dann wird das Frontbodenbrett und die Frontplexiglasscheibe herausgenommen, die Zwischenetage ausgehakt und die Seiten eingeklappt. Zur besseren Belüftung ist der Deckel verdrahtet und ein Seitenteil. Die linke Seite ist bei uns geschlossen, weil sie heizungsnah steht und wir die Meeries vor der Heizungsluft schützen möchten. Die Gittereinsätze bieten Platz um verschiedene Zubehör aufzuhängen.

Bei aufgeklapptem Deckel, gute Sicht auf die Meeries
Der Deckel ist verdrahtet und aufstellbar oder abnehmbar mit herabhängendem Frontteil, welches sich einklappt und verschließt die Behausung komplett, falls wir jagdeifrige Pflegehunde haben. Einen Boden hat das Gehege nicht. Es steht auf einem Restestück PVC-Boden, denn wir haben darunter Fliesen und benötigen keine Streuschublade (die sich erfahrungsgemäß leicht verklemmen). Das zusammenklappbare Gehege lässt sich im Auto zu anderen Pflegestellen transportieren, wenn wir mal ein paar Tage weg müssen und die Meeries von unseren Kollegen betreut werden. Zusammengelegt ist es so groß wie ein zerlegtes Kinderbett.
Bei geschlossenem Deckel kann auch mit Hunden so schnell nichts passieren
Der geschlossene Deckel schützt vor unseren Jagdpflegehunden, denn niemand hat die Hunde jede Sekunde im Blick und ein flüchtendes Meerschweinchen kann den Hetztrieb schüren. Da der Deckel das Gehege umfasst, kann auch mal ein großer Hund neugierig die Pfoten drauf stellen und alles bleibt standfest. Unsere Meeries stört das lange nicht mehr. Und die Hunde genießen das Meerie-TV. Über dem Gehege befinden sich kleine Regale, die die Vorratsdosen mit dem selbst gemischten getreidearmen Futter aufnehmen.

Die Hunde genießen das Meerie-TV - die Meeries stört es schon lange nicht mehr - sie fühlen sich sicher durch das untere,
geschlossene Brett, was ihnen Sichtschutz gewährt.

Einschubfrontbrett und Plexiglasscheibe erleichtern die einfache Reinigung
Ein Einschubbrett in Aluführung hindert die Streu am Herausfliegen und gibt den Meeries Sichtschutz, damit sie zahm werden. Eine darauf aufgesetzte Einschub-Plexiglasscheibe kann zum leichteren Reinigen herausgenommen werden, lässt sich aber auch an Ort und Stelle leicht mit einem Mikrofasertuch entstauben. Da für den armen Tierschutz handelsübliche Häuser zu teuer sind, nehmen wir unbehandelte Fichtenholzspielkistchen aus dem Baumarkt und versehen sie mit selbst gesägten Eingängen, denn Böckchengruppen benötigen mehrere Häuschen, damit es keinen Streit gibt. Um Flucht bei Streit zu gewährleisten, haben die Häuser mindestens zwei Ausgänge auf verschiedenen Seiten. Unsere Meeries bevorzugen die Häuser mit drei Ausgängen, wovon sie einen als Eingang, einen als Ausgang und einen als Fenster benutzen ;-), aber den Gefallen wollten sie uns für das Foto nicht machen.
Da unsere Meeries sehr springfreudig sind, benötigen sie heute keine Rampe mehr in die 2. Etage - sie hüpfen einfach auf die Häuser und von dort auf die 2. Etage - das hält sie fit und schlank. Die Rampen haben eine Holzleiste untergeschraubt, die in den Rand der Zwischenetage eingreift und so am Herunterfallen hindert, wenn unsere Meeries ihre dollen 5 Minuten bekommen und das Ganze als Rennstrecke benutzen. Große Heuraufen schützen das Futterheu vor Verschmutzung durch Kot. Gefressen wird auf den Dächern der Häuser oder von der 2. Etage. Hier stehen Grundfutter, Saftfutter, die Mineralnagersteine. In der unteren Etage liegen Knabberhölzer um die Zähnchen zu kürzen.
Die Zwischenetage vergrößert die Grundlauffläche
Die Nippeltränke ist von außen durch den Gittereinsatz gesteckt (hinter der Heuraufe). Ein rauer Stein hilft die Krallen zu kürzen beim Trinken oder Benutzung der Heuraufe.
Für zwei Meerschweinchenböcke wird eine Größe von mindestens 60 * 120 cm empfohlen. Die obere Etage vergrößert die Grundfläche, ebenso die Dächer der Häuser und dienen als Rennbahn, wenn unsere Meeries ihre Abendrennen absolvieren und Runde um Runde Nachlaufen spielen. Rechts sehen Sie noch eine Ecke eines selbstgebauten Podestes (Holzbesenstilstücke dienen als Füße). Wenn unsere Meeries Auslauf bekommen, dann wird die Plexiglasscheibe aus der Führung nach oben herausgenommen, ein faltbarer Gitterauslauf davor aufgebaut, der die Fläche um das doppelte vergrößert. Eine große Weidenbrücke führt dann rüber auf das Podest und von dort über eine Rampe hinunter. Der PVC-Unterlegboden sollte daher gleich doppelt so groß gekauft werden. Die Plexiglasscheibe steckt unten in einer Leistenführung, die gleichzeitig die Griffleiste des unteren Brettes ist. So hält sie auch einem Hundetritt stand ohne sich zu verbiegen und den Meeries auf dem Kopf zu landen.
Es empfiehlt sich solche Holzgehege an den "bepinkelbaren" Stellen mit ungiftigem Spielzeuglack zu versehen um sie vor Nässe zu schützen. Die obere Etage hat eine Holzleiste vorne, die ein paar Zentimeter übersteht und somit die Streu oben hält. Unparfuemierte Tempotuch- oder Klopapierstreifen halten die Häuser trockener und saugen das Pipi auf. Sie lassen sich leicht austauschen. Vor einem der Häuser liegt noch ein rauer Schieferstein zum Krallenkürzen auf dem gelegentlich Leckerbissen serviert werden.
Für die Komplettreinigung können die vorderen Bretter komplett entnommen werden und dann lässt sich das Gehege leicht mit Handfeger, Kehrblech und Staubsauger reinigen, denn im Tierschutz haben wir immer wenig Zeit.
Detailaufnahmen zum Gehegebau

Zusammengelegt nimmt das Gehege nicht viel Platz weg, die Seitenteile werden einfach eingeklappt, nachdem Zwischenetage, Frontbretter, Frontscheibe und Deckel abgenommen sind (120 Breite * 5 Tiefe * 80 Höhe).

Auch der Deckel lässt sich klappen. Zwischenetage und Frontbrett, Frontscheibe, alles kann zusammen flach weggestellt werden.

Deckel und Seitenteile haben Scharniere und lassen sich einklappen.

Der Deckel liegt lose in einer Führung aus aufgeschraubten Leisten auf Rücken- und Seitenteilen auf und kann nicht verrutschen. Das bringt in geschlossenem Zustand Stabilität und da kann auch mal ein Hund eine Pfote draufstellen ohne dass die Meeries in Gefahr sind. Das aufliegende Teil dient als zusätzliche Ablage für Utensilien oder Futterdosen. Das verdrahtete Teil kann hochgeklappt werden. Durch die tiefere, geschlossene Ablage hinten steht er so schräg, dass er nicht zuklappt und muss nicht gesichert werden. Der verdrahtete Teil ist zweiteilig und hängt vorne herunter bis auf die Plexiglasscheibe. So wird das Ganze hundesicher im geschlossenen Zustand.

Die Seitenteile haben vorne, innen eine kleine, aufgeschraubte Aluführungschienen in die Frontbrett und Frontscheibe von oben eingeschoben werden.

Der Zwischenboden hat vorne eine flache Leiste angeschraubt, die die Streu am Herunterfallen hindert und auch die Meeries vor dem Herunterfallen schützt. Unten sind Holzleisten aufgeschraubt, die in Leisten am Rück- und Seitenteil eingreifen. So sitzt der Zwischenboden fest, ist aber herausnehmbar.
Es versteht sich von selbst, dass unsere Meeries nur in eine gleichgroße oder größere Unterkunft umziehen möchten.
Bücher für Meerschweinchenhalter