
Ein Operationssaal entsteht
Es begann alles damit, dass wir immer wieder mit unserem Partnertierheim in Spanien telefonierten und feststellten, dass die wenigen ehrenamtlichen Mitarbeiter ein großes Problem hatten, was sich in viele Bereiche drängte: Zeit und Geldmangel ! Immer wieder waren die einzigen drei Mitarbeiter mit Auto unterwegs auf den voll gestopften Straßen Madrids und konnten in der Zeit keine anderen wichtigen Aufgaben bei den Tieren wahrnehmen.
Wir erfuhren, dass diese drei Mitarbeiter für JEDE Kastration, die im Tierheim anstand, mit dem einzelnen Tier in die weit entfernte Klinik fuhren, es dort ablieferten, dann zurück ins Tierheim fuhren, weil dort jede Hand benötigt wurde und anschließend wieder in die weit entfernte Klinik fuhren um das Tier abzuholen. Absolut unrationell, aber nicht anders machbar, denn Hündinnen müssen in der Regel sofort kastriert werden, weil sie "gefüllt" ins Tierheim kommen und man der Welpenschar nicht Herr werden könnte. Auch hätten die Welpen kaum eine Überlebenschance bei den hygienischen Verhältnissen. In spanischen Tierheimen sind die Welpen extremen Bakterien und Viren ausgesetzt und schwierig großzuziehen. Täte man es, wäre außerdem das Tierelend im Süden noch größer. Kastrationen sind die wichtigste Auslandshilfe, die wir leisten können - sie haben immer Vorrang, weil nur sie effektiv das Tierelend mildern können.
Das Problem:
Die PROA Mitarbeiter mussten unbedingt zeitlich und arbeitsmäßig entlastet werden, ohne mehr Personal aus dem Hut zaubern zu können.
Benzinkosten mussten verringert werden, denn dieses Geld geben wir lieber direkt für die Tiere aus. Zudem hat PROA, seit das gesponsorte Auto geklaut und kaputtgefahren wurde, kein Auto mehr und es stehen zu wenige private Fahrzeuge zeitnah zur Verfügung.

Alte Ambulanz bei PROA
Mancher sterbende Hund hätte gerettet werden können, wenn eine sterile Umgebung zur sofortigen OP vorhanden gewesen wäre. Zwei Hunde bei PROA starben an Insektenstichen in den Fang - eine sofortige OP hätte Abhilfe gebracht - geht aber keineswegs im Dreck und ein Transport der Tiere wäre nicht mehr möglich gewesen. Hier musste eine sterile Umgebung und die Gegebenheiten für Operationen geschaffen werden.
Weitere Hunde starben in der Vergangenheit wegen Beißereien, weil sie sinnlos verbluteten aufgrund der langen Transportwege. Hier musste etwas gegen die langen Transportwege zum OP getan werden.
Kastrationskosten müssen dringend verringert werden, was nur dann geht, wenn man einen Tierarzt findet, der zu Sonderkonditionen im Tierheim kastrieren kann.
Das größte Problem Spaniens ist die sinnlose Vermehrung der Hunde und Katzen. Hier können NUR Kastrationsaktionen helfen das Elend der Straßentiere, denen PROA sich verschrieben hat, zu mildern ! Niemals kann man dieses Problem lösen, indem man alle diese Tiere nach Deutschland holt ! Hilfe VOR ORT ist wichtig ! "Entwicklungshilfe" bei der Tierschutzarbeit in Spanien ist erforderlich.
Getreu unseres Mottos...
Wir, die wir guten Willens
sind,
geführt von Furchtlosen,
versuchen für die Hilflosen
das Unmögliche zu vollbringen.
Wir haben so viel mit so wenig
so lange versucht,
dass wir jetzt qualifiziert sind,
fast ALLES mit NICHTS zu bewerkstelligen.
;-))
... hielten wir es nicht für unmöglich an diesen Problemen etwas zu tun.