
Projekt Veszprèm - Ungarn

Seit 2010 unterstützten wir ein kleines, privates Tierheim in Ungarn. Das Tierheim war hart betroffen von einer der größten Chemiekatastrophen Europas. Wir hatten berichtet.
Seitdem haben wir 5 Hilfsladungen mit Futter, Decken und Erste Hilfe Ausrüstungen dorthin geschickt, die freudig angenommen wurden. Es gehen laufend Hilfstransporte nach Ungarn, aber nicht mehr über uns.
Es ist nicht so, dass uns die Situation nicht sehr betroffen macht und wir den Tieren und Menschen in Ungarn nicht mehr helfen möchten, aber das UNGARN PROJEKT wurde EINGESTELLT. Wir unterstützen nur Hilfe zur Selbsthilfe und müssen bei - von uns unterstützten Projekten - ein Fortkommen sehen, eine Verbesserung für die Tiere! Nach eingehender Prüfung war dies im Tierheim Vackolò nicht der Fall. Zwar bemüht man sich sehr den Tieren zu helfen, aber der Tierbestand wächst ständig, die hygienischen Verbesserungen im Tierheim sind minimal. Es gibt keine Quarantänestation, keine Krankenstation und somit ist der gesamte Bestand gesundheitlich stets gefährdet. Die wenigen aktiven Helfer in Ungarn sind restlos überarbeitet.
In einer solchen Situation empfehlen wir zunächst eine Reduzierung des Tierbestandes und den Ausbau der Hygienemaßnahmen. Dazu war man nicht bereit. Stattdessen sollten in dem kleinen privaten Tierheim immer mehr Zwinger angelegt. Doch wohin mit den vielen, vielen Tieren, wenn die Menschen überfordert sind und ein Zusammenbruch vorgezeichnet ist? Wer kümmert sich dann um die Tiere? All unsere Bemühungen dies klar zu machen, sind gescheitert.
Täglich wachsen Tierasyle aus dem Boden, eine Überlebenschance haben nur die Tierheime, die struktuiert die Lebensbedingungen für die Tiere verbessern, sichern und dann erst mehr Tiere aufnehmen. Die Ungarn wollten plötzlich die Krankenstation, die wir finanzieren wollten, nicht mehr haben und stattdessen weitere Zwinger bauen. Auf den Hinweis, dass sie dringend eine Krankenstation und eine Quarantäne benötigen, um auf Dauer den Tierbestand gesund zu erhalten, ging man nicht mehr ein. Wir sind der Meinung, dass der Tierbestand in dem kleinen privaten Tierheim bereits zu hoch ist. Die Lebensbedingungen der Tiere gefallen uns nicht. Die Tiere haben zu wenig Platz, sind stark übergewichtig und laufen auf Kieselsteinen. Das Haus und die Zwinger sind restlos überbelegt.
Wir haben uns daher mit großem Bedauern aus dem Ungarn-Projekt ausgeklinkt. Möchten Sie trotzdem in Ungarn helfen, stellen wir gerne einen Kontakt zu einer anderen Orga her, die dort weiter hilft. Für Menschen, die dort helfen möchten, lassen wir die unten stehenden Links bestehen. Die Tierhilfe geht nun weitere hoffnungsvollere Projekte an.
Stellt Euch vor es knallt und Eure Kinder und Tiere sind tot
Vackolò braucht eine Krankenstation
Beschlagnahme - das Messie-Haus
Was benötigt Vackolò? - Hilfsgüterliste
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