
Rasseinfos
Es gibt viele verschiedene Hunderassen und im Tierschutz stellen wir immer wieder fest, dass Menschen leider in der Regel ihre Hunde nach dem Aussehen aussuchen und nicht nach den Eigenschaften und dem eigenen Anforderungsprofil für den Hund, der zu ihnen passen würde.
So legen sich Menschen Hunderassen, denen sie nicht gerecht werden können und die in keinster Weise zu ihren Lebensverhältnissen passen. Verschlimmert werden solche Trends noch durch Filme wie
"Schweinchen Babe" - nachdem viele Menschen sich Border Collies zulegten,
"101 Dalmatiner" - nachdem die Dalmatiner Modehunde wurden...
Dass ein Border Collie ein Hochleistungshütehund ist, der auf intelligentes, schnelles und ausdauerndes Arbeiten in riesigen Arealen gezüchtet wurde, interessiert dabei keinen Menschen. Er ist doch so hübsch gezeichnet, schaut so nett zu seinen Menschen auf und man kann ihm soooo tolle Tricks beibringen (laut Film und Fernsehen). Leider bringt er sich selbst auch tolle Tricks bei, wenn er nicht ausgelastet ist und diese Tricks behagen den Menschen selten...
Dass ein Dalmatiner gezüchtet wurde um Kutschen über weitere Strecken zu begleiten, interessiert dabei keinen Menschen, sie haben doch ach so lustige Punkte...
Dass die niedlichen Jack-Russell-Terrier ein unendliches Lauf- und Jagdbedürfnis haben und dort anfangen, wo andere Hunde aufgeben, da sie für die Jagd auf aggressive Wanderratten gezüchtet wurden, gerne Gärten nach Mäusen umgraben und Pferde auf Ausritten begleiteten, interessiert dabei keinen Menschen...
Im Endeffekt landen diese "Fehlanschaffungen" oftmals im Tierschutz, der mit der Aufnahme all dieser Fälle restlos überfordert ist. Dies möchten wir vermeiden helfen.
Ein weiteres Problem sind Rassebücher, die davon sprechen, dass bestimmte Rassen kinderfreundlich seien, leider steht aber nicht dabei, wie die Leute ihre Kinder und Hunde zu erziehen haben, damit das auch zutrifft. Glauben Sie uns:
Es gibt keine Hunde, die nur aus der Genetik heraus absolut kinderfreundlich sind ! Dies ist abhängig von vielen Faktoren.
Wir können Sie nur anflehen, dass SIE nicht auf solche Sprüche und Modetrends reinfallen !!! Informieren Sie sich nicht nur aus Rassebüchern, sondern erkundigen Sie sich lieber bei Spezialisten für diese Rassen - und zwar welchen, die NICHT ihr Geld mit dem Verkauf von Hunden verdienen, die wären nämlich dämlich, wenn sie ihren Broterwerb gefährden indem sie auch die Seiten der Tiere erwähnen, die den Verkauf verhindern würden. Außerdem - was meinen Sie denn, warum ein Züchter eine bestimmte Rasse züchtet ? Weil er die Rasse schlecht findet ? Wohl kaum ! Wie wird er also über die Eigenschaften der Tiere reden ? Klar, er findet alles an diesen Rassen toll ! Übrigens sind die meisten Rassebücher von Züchtern geschrieben ! Holzauge sei wachsam ! Womit wir nicht sagen wollen, dass es nur Züchter gibt, die einseitig informieren. Schauen Sie nur einfach genau hin bevor Sie alles blind glauben.
Damit Sie Informationen über einige bestimmte Rassen erhalten und Anlaufadressen erhalten, haben wir diese Seite geschaffen. Hier finden Sie ein paar Tipps, wo man sich erkundigen kann oder wo es interessante Infos über bestimmte Rassen gibt. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir nicht alles super finden, was auf diesen Seiten steht, aber immerhin sind dort eine Menge Infos zusammengestellt, die konkret eine Rasse betreffen. Teilweise finden Sie hier auch einfach nur Links, die gezielt auf eine bestimmte Rasse eingehen oder Hilfe für eine Rasse anbieten. Wir arbeiten an der Liste, sie wird laufend fortgesetzt.
Wir möchten Ihnen hier noch ein Buch empfehlen, was wenigstens ein paar Auskünfte mehr über die Rasseeigenschaften von Hunden bietet als es viele andere Rassebücher tun:
Charakterhunde von Katharina von der Leyen - Verlag blv
140 Rassen und ihre Eigenschaften (Pflegeaufwand, Auslauf, Eignung für Stadtwohnungen, häufige Krankheiten) - ISBN 3-405-16822-8
Selbstverständlich helfen wir Ihnen gerne den passenden Tierschutzhund für Sie zu finden !
Tel. 0202-4914659 oder 0177-6864160
Groß- oder Königspudel
Gerne schauen wir uns auf Ihre Empfehlung bestimmte Seiten an um sie in die Liste aufzunehmen
Spezielle Spanische Rassen - Rasseinfos
Unter diesem Link haben wir einige spanische, portugiesische und französische Rassen erfasst, die in unseren Partnertierheim vorkommen können. Die Seite wird laufend ergänzt und befindet sich noch im Aufbau.
Griechische spezielle Rassen - Rasseinfos
diese Seite ist in Planung
Windhunde im Allgemeinen

Doppelsicherung für Windhunde
Einige Windhundrassen haben einen Nackenwirbel mehr als andere Rassen und neigen zu Schnellstarts bei Wildsicht. Daher sollten Windhunde und Windhundmixe mit gepolsterten, verbreiteten Windhundhalsbändern ausgestattet werden oder an gepolsterten Geschirren geführt werden. Bei einem Schnellstart an der Leine ziehen sich diese Rassen sonst schnell Wirbelsäulenverletzungen zu. Die meisten Windhunde sind absolute "Schlangen" im Herauswinden von Halsbändern und Geschirren. Wer eine solche Rasse neu zu sich nimmt, sollte sich daher auf den einschlägigen Fachseiten im Internet nach rassegemäßen, sicheren Halsbändern und Geschirren erkundigen und die Hunde doppelt sichern (Befestigung am artgerechten Halsband und an einem Geschirr). Ferner ist - gerade bei noch ängstlichen, schreckhaften Hunden - zu überlegen, ob man nicht eine Körpersicherungsleine um Brust oder Taille des Hundeführers anlegt, denn schnell reißt so ein Hund bei einem Sprung dem Führer die Leine aus der Hand und ist dann flüchtig. Wir weisen erneut darauf hin, dass bei ängstlichen und schreckhaften Hunden keine Flexleinen verwendet werden sollten. Reißt der Hund eine Flex aus der Hand, erschreckt der Aufprall der Flexrollautomatik auf den Boden den Hund zusätzlich und er flüchtet erst recht. Eine Flucht mit hinterherschleifender Flexleine ist für das Tiere eine zusätzliche Gefahr, da sich die Leine verfangen kann und sich um die Beine wickeln kann. Hier sind Gurtschleppleinen besser angebracht, wenn man dem Hund mehr Auslauf gewähren möchte. Die meisten Windhunde sind im Haus sehr ruhig, schlafen gerne, fallen kaum auf und sind sanft und leichtführig IM HAUS. Sie bellen in der Regel kaum. Draußen gehen sie ihrer Jagdpassion gerne nach und gehören in verantwortungsbewusste Hände um nicht sich selbst, den Wildbestand oder den Verkehr zu gefährden. Zu den Windhunden zählen u.a. Podenco, Galgo Espanol, Greyhound, Barsois, Afghanen, Saluki, Assawakh, aber auch in Rumänien, Polen und anderen Ländern leben unterschiedliche Windhunde, mit völlig unterschiedlichem Charakter.

Galga Espanol
Wunderschöne Halsbänder für Windhunde - auch Weihnachtshalsbänder, Einzelanfertigungen
Hütehunde im Allgemeinen
Hütehunde sind Arbeitshunde. In der Regel sind sie gut verträglich mit anderen Hunden und anderen Tieren, sind freundlich zu JEDEM, aber bezogen nur auf EINE Person. Sie bauen meist eine enge Bindung zu EINER Person auf (dem "fiktiven Schäfer"), die sie sich in der Regel selbst aussuchen und nicht vorschreiben lassen. Manchmal "kleben" diese Hunde an "ihrem Schäfer" und sind sehr unglücklich, wenn sie nicht ständig mit ihm zusammen sein können. Die Enttäuschung bei der Adoption eines Hütehundes kann daher groß werden, wenn EINE bestimmte Person in der Familie den Hund für sich haben möchte, der Hund sich aber eine andere Person als "seinen Schäfer" ausguckt. Hütehunde mit Hütetrieb haben in der Regel ein großes Laufbedürfnis und sind nichts für unsportliche Familien. Viele sind sehr intelligent und müssen auch "kopfmäßig" beschäftigt werden um artgerecht gehalten zu werden und Verhaltensstörungen vorzubeugen. Agility ist für solche Hunde oft nicht genug, manche brauchen anspruchsvolle Kopfarbeit wie Intelligenzspiele, Dogdancing, Ziel- und Objektsuche, wo sie ständig neue Herausforderungen für die Intelligenz bekommen. Bei sehr arbeitsfreudigen Hütehunden mit Hütetrieb - wie vielen Border Collies - kann es erforderlich sein, dass man sehr darauf achten muss, dass sie sich nicht zu sehr "aufheizen" bei der Arbeit und man ggf. für "Zwangsruhepausen" des Hundes sorgen muss. Ein arbeitsfreudiger Hütehund sucht sich gerne selbst Beschäftigung, wenn er diese nicht bekommt und diese Art von Beschäftigung kann für den Halter recht lästig werden. Bitte schaffen Sie solche Hunde niemals gegen die Empfehlung des Züchters oder der Tierschützer an, wenn diese Ihnen erklären, dass sie für diese Rasse als Halter nicht geeignet erscheinen. Hören Sie auf den Rat der Fachleute, die den jeweiligen Hund in der Regel besser einschätzen können, weil sie ihn länger kennen. Zu den - hier bekannten - Hütehunden zählen insbesondere der Border Collie, der Collie, die belgischen Schäferhunde, wie Tervuere oder Malinois, der Australian Shepard und viele mehr . Eine besondere Gruppe stellen die Altdeutschen Hütehunde dar, von denen viele bereits auf den roten Listen, der bedrohten Arten stehen, die aber immer wieder in manchen Gegenden im Tierschutz auftauchen. Über diese Gruppe werden wir später gesondert berichtet, da es über diese Rassen kaum schriftliche Informationen gibt. Sie sind keine VDH zugelassenen Rassen und werden schwerpunktmäßig auf unterschiedliche Hüteeigenschaften gezüchtet. Der bekannteste Altdeutsche Hütehund ist wohl derzeit der Harzer Fuchs, da er in immer mehr Haushalte aufgenommen wird. Insbesondere in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen tauchen diese Rassen auch immer wieder im Tierschutz auf.
Border Collie
Border Collie
Hirtenhunde - Herdenschutzhunde im Allgemeinen

Diese wunderschönen kleinen Teddybären - Fellknäuel, wenn sie denn noch klein sind, später dann halbe Ponys - sind kein Hund für Jedermann und erst recht nicht für Hundeanfänger. Diese sehr groß werdenden Rassen wurden gezüchtet, um durch ihre imposante Größe und ihren Schutztrieb die Herden zu beschützen vor Wölfen und anderen wilden Tieren und auch vor Dieben. Dabei arbeiten diese Tiere in der Regel nicht auf Weisung eines Führers, sondern selbständig. Nun mag es ja toll klingen, dass man in diesen Tieren einen Beschützer für Haus, Hof und Familie finden kann, aber viele andere Rasseneigenschaften werden dabei heftig unterschätzt. Ein Herdenschutzhund benötigt viel Platz und auch für den Transport viel Auto. Man sollte sich einen Herdenschutzhund nur anschaffen, wenn man ihm Minimum ein GUT UMZÄUNTES Grundstück anbieten kann, welches er bewachen kann. Diese Hunde liegen sehr gerne draußen an der frischen Luft. Eine gute Sozialisierung ist erforderlich für diese Rassen, denn auch die Herde sehen sie nur als "Familie" an, wenn sie mit diesen Tieren groß geworden sind. Herdenschutzhunde entwickeln gerne einen hohen Schutztrieb, der von unerfahrenen Hundehaltern nicht gehandhabt werden kann. So kommt es schnell dazu, dass das niedliche, kleine Teddyfellknäuel größer wird und dann das Sofa oder das Ehebett besetzt und den Ehegatten nicht mehr dort hin lässt. Immer wieder kommt es vor, dass der Hund im Auto sitzt und plötzlich die Mutter nicht mehr zu den Kindern einsteigen lässt oder umgekehrt. Gerade in der Dämmerung passen solche Rassen besonders gut auf Haus und Hof auf und Gäste sind schon oft durch solche Hunde in Gefahr geraten. Man darf auch nicht vergessen, dass diese Hunde über eine immense Kraft verfügen, durch ihre Größe an vieles heranreichen, wo andere Hunde nicht dran kommen und eine enorme Beißkraft haben. Wo ein Herdenschutzhund nur einmal warnend zubeißt, bleiben klaffende Löcher zurück, die so leicht kein Arzt zunäht. Wer einen solchen Hund anschafft, der muss sich darüber im Klaren sein, dass Hundeerfahrung mit großen Rassen erforderlich ist und spezielle Kenntnisse im Umgang mit diesen speziellen Rassen. So sollte man schon vor Anschaffung des Hundes Kurse bei Fachleuten besuchen, die über die Rassen und ihre Handhabungen aufklären. Nicht alle Herdenschutzhundrassen sind gleich von der Handhabung her. Einige sind leichter zu erziehen, an einigen Rassen verzweifeln selbst Fachleute und viele der Hunde, mit denen niemand mehr gefahrlos umgehen kann, landen dann im Tierschutz und blockieren auf Jahre Zwinger, die für etliche andere Hunde damit blockiert sind. Bei der Haltung dieser Rassen gibt es so vieles zu beachten, dass man sich unbedingt vorher umfassend informieren sollte. Es ist eine klassische "Spätentwicklerrasse", die wesentlich später in die Pubertät kommt und viel später erst erwachsen wird, als andere Rassen. Daher gilt es hier auch etliche gesundheitliche Folgen rechtzeitig zu bedenken.
Jagdhunde im Allgemeinen
Es gibt verschiedene Kategorien von Jagdhunden von der Genetik her. Man unterscheidet die Hauptgruppen
Jagdhund unter Führereinfluss
Jagdhund ohne Führereinfluss
eigenständiger Jagdhund.
Jagdhunde unter Führereinfluss sind in der Regel leichter führbar und lassen sich mit gezielter Fährtenarbeit, Vorstehtraining oder Apportiertraining besser vom Wildern abhalten. Zu dieser Gruppe gehören z. B. Pointer, Setter, Spaniel, Labrador Retriever, Golden Retriever Epagneul Breton sowie Rhodesian Ridgeback - um nur die Rassen zu nennen, die in Spanien häufiger vorkommen. Hierbei sollte man sich keiner Illusion hingeben. Diese Hunde hören nicht von alleine auf ihren Führer - es muss an der Bindung und dem Gehorsam gearbeitet werden ! Diese Zeit sollte man haben, wenn man eine solche Rasse adoptiert.
Jagdhunde ohne Führereinfluss kommen ihren Haltern oft stur und eigensinnig vor. Der Schein trügt. Diese Rassen sind dafür gezüchtet, selbstständig zu jagen und Entscheidungen zu treffen. Sie sind in unseren eng bebauten Gebieten mit kleinen Jagdflächen, wo obendrein wildern verboten ist, schwierig zu führen. Zu dieser Gruppe gehören fast alle Windhundarten, der Beagle, Basset Hounds und einige französische Jagdhunde. Diese Hunde erweisen sich in der Erziehung als sensibel und müssen mit viel Motivation und liebevoller Konsequenz geführt werden. Der Jagd- u. Hetztrieb dieser Rassen - wenn sie in Spanien im Tierheim vorkommen - ist nicht zu unterschätzen und der Halter sollte sich der Verantwortung bewusst sein. Für die Zeit der Erziehung sollte man ein sicher umzäuntes Gelände zur Verfügung haben und muss entsprechend Zeit für die Erziehung einplanen.
Eigenständige Jagdhunde sind viele Pinscher, Schnauzer und Terrierarten. Auch hier spricht man oft von Sturheit und Dickschädel des Tieres, was so nicht stimmt. Diese Rassen wurden gezüchtet um eigenständig auf Jagd zu gehen, sind in der Regel exellente Mäuse- u. Rattenfänger, können aber dadurch auch zum Buddeln neigen. Vorsicht also mit der Adoption, wenn Sie Ihren englischen Rasen lieben. Hier kann es sinnvoll sein, dem Hund einen Buddelplatz im Garten einzurichten. Viele sind außerdem noch als Wachhunde gezüchtet und können daher wachsam sein und ggf. gerne kläffen. Auch für diese Rassen muss man Zeit für die Erziehung einplanen und sollte eine geeignete Hundeschule in der Nähe haben, falls es zu Erziehungsschwierigkeiten kommen sollte. Terrier sind zudem sehr ausdauernd und können sich zu Raufern entwickeln, wenn sie falsch geführt werden.
Ein Wort sei noch den Wasserjagd- und Wasserapportierhunden gewidmet. Wer eine solche Rasse adoptiert, sollte gute Hundehandtücher (Mikrofasertücher im Fachhandel) in ausreichender Zahl zur Verfügung haben, keine Acrylbadewanne besitzen, die leicht verkratzt, eine rutschfeste Badewanneneinlage anschaffen, eine nette Duschtasse im Garten oder Keller besitzen und auch das Auto so sichern, dass es nicht durchweicht, wenn der Hund sich beim Spaziergang in jedes Wasserloch wirft. Der Fachhandel bietet zahlreiche wasserdichte Einlagen, die Kofferraum und Rückbank schützen. Gerade auf auswärtigen Spaziergängen sollte man immer Hundehandtücher mit sich führen, damit man den Hund ggf. - besonders im Winter - trocknen kann. Wer einen Haushalt hat, wo matschige Pfotenabdrücke nicht gerne gesehen werden, sollte von solchen Rassen Abstand nehmen.
Beagle
Weitere Rassen
Schoßhunde, Gesellschaftshunde, Bichons, Handgepäckhunde
Minimalteser
Ein Wort sei auch den so genannten Schoßhunden gewidmet. Einige Menschen denken, dass ein kleiner, leichter Hund leichter im Umgang ist. Das trifft nicht auf alle diese Schoßhund oder Gesellschaftshundrassen zu. Viele sind Terrierarten und nicht einfach zu führen. Sie sind Hunde, wie große Hunde auch und man sollte sich keiner Illusion darüber hingeben, dass diese kleinen Viecher keinen Auslauf oder keine Beschäftigung für den Kopf brauchen. Viele von den kleinen Kerlchen wollen genauso viel Auslauf wie große Hunde, sind sehr ausdauernd und können unausstehlich werden, wenn sie nicht ausgelastet sind. Etliche dieser Hunde neigen zu einem übersteigerten Selbstbewusstsein, "Größenwahn" ;-) und eine sehr konsequente Erziehung wäre wichtig. Je nach Rasse und Verhalten sind sie geeignet für konsequente und erfahrene Hundehalter, aber häufig interessieren sich gerade unsichere, hundeunerfahrene Menschen für die kleinen Hunde. Spricht man diese Menschen darauf an, ob sie mit ihrem Hund eine Hundeschule besuchen würden und ihn ausbilden würden, dann stoßen wir im Tierschutz häufig auf völliges Unverständnis der Interessenten. Leider ist es aber so, dass gerade bei diesen kleinen Hündchen gerne Fehler in der Haltung und Erziehung gemacht werden, die Hunde sich dann in eine falsche Richtung entwickeln und ihre Menschen vor große Probleme stellen können. Aus Unsicherheit oder Fehleinschätzung neigen manche dieser kleinen Hunde zu aggressivem Verhalten und zum Kläffen. Für einen Interessenten, der einen einfachen, nicht zeitaufwendigen, unauffälligen, kleinen Hund haben wollte, den er überall mit hin nehmen könnte und der halt einfach so da ist, dann ein Reinfall. Hier sollte man sich also genauer erkundigen, bevor man nur nach Größe und Gewicht einen Hund aussucht.
Gerne hören wir auch immer mal wieder: "Der Hund soll klein und leicht sein, damit auch die Kinder gefahrlos mit ihm spazieren gehen können oder spielen können". Dabei sollten man bedenken,
dass Kinder ohne Aufsicht verdammt unbedacht mit so kleinen Tieren umgehen können, sie auch leicht hinter sich herschleifen oder zu etwas nötigen, was der Hund nicht will (in Puppenkleider stecken und im Kinderwagen spazieren fahren, zum Schwimmen im Bach zwingen... und was wir noch alles schon erlebt haben),
dass Kinder oft restlos überfordert sind, wenn ein großer Hund ihren kleinen Kläffer angreift und dann selbst in Gefahr geraten können, weil sie die Situation nicht richtig einschätzen und sich falsch verhalten,
dass Tiere nie voll berechenbar reagieren und kein Spielzeug sind und kleine Kinder und Tiere unter Aufsicht von Erwachsenen gehören,
dass Kinder dazu neigen, gerade kleine Tiere herumzuschleppen, falsch zu tragen oder falsch abzusetzen, ja sogar gerne mal fallen lassen und diese kleinen Tiere sich schnell verletzen können - auch wenn Kinder sich auf sie schmeißen.
Gerne werden diese kleinen Hunde auch von Menschen genommen, die regelmäßig in ein Feriendomizil fliegen möchten, weil viele dieser kleinen Hunde als Handgepäcktiere mitfliegen können. Jedoch sollte man dabei auch den Gesundheitszustand des Tieres, das Alter und die Vorgeschichte des Hundes kennen, der evt. gar nicht fliegen darf oder sollte, weil er charakterlich oder von der Vorgeschichte dazu gar nicht geeignet ist.
Husky - Alaskan Malamute

Wir kennen ganz göttliche Huskys und Alaskan Malamute, aber Anfängerhunde sind sie nicht und schon manch ein Halter ist an ihnen verzweifelt. Gerne fallen Interessenten auf das außergewöhnliche und wolfsähnliche Aussehen herein oder auf die wundervollen blauen Augen, die eben auch nicht jeder Hund hat. Diese Rassen sind jedoch gezüchtet um zu arbeiten und somit keine Anfängerhunde. Es sind Sporthunde, die gewohnt sind draußen zu leben und in erster Linie sich selbst überlassen zu sein, wenn sie nicht gerade arbeiten. Sie sind Laufhunde, die viel Bewegung benötigen, sich ursprünglich das meiste Futter selber beschaffen mussten und verfügen daher oft über einen kaum kontrollierbaren Jagdtrieb. Huskys neigen dazu wolfsähnlich zur Verständigung zu heulen und tun dies auch gerne, wenn sie Martinshörner oder andere außergewöhnliche Geräusche vernehmen. Da sie ursprünglich auch als Wachhunde gehalten wurden, neigen sie oftmals nicht nur zum Heulen, sondern etliche schlagen auch sehr schnell an, wenn sich jemand ihrem Grundstück oder dem Gebäude nähert. Somit ist dies kein Wohnungshund und erst recht nichts für ein Mehrfamilienhaus oder eine enge nachbarschaftliche Bebauung. Oftmals stammen diese Hunde aus Sporthundzüchtungen und es liegt ihnen daher im Blut kräftig zu ziehen. Schön, wenn sie dies am Schlitten tun, nicht sehr bequem, wenn sie dies an der Leine tun, während sie einkaufen oder spazieren gehen oder den Kinderwagen schieben. Diese Rassen haben ein ganz spezielles Fell, was für eine Außenhaltung in kühlen Gegenden geschaffen ist. Es gibt eine Menge Unterfell und öliges Deckhaar. Dies im Fellwechsel überall im Haus oder in der Wohnung rum zufliegen zu haben, ist nichts für Jedermann. Trotz des ähnlichen Aussehens zum Schäferhund, ist doch der Charakter ein ganz anderer und diese Hunde verstehen unter Unterordnung etwas ganz anderes als ein Schäferhund. Es sind unabhängige Hunde, die eher selbständig handeln und somit vielen Haltern als sehr stur vorkommen. Die meisten Huskys sind zudem ohne Rudel gar nicht glücklich und so muss ein Halter sich darauf einstellen, dass der Hund es nur als "artgerecht" empfindet, wenn er hundliche Gesellschaft bekommen. Zudem sind Huskys und Alaskan Malamute oftmals sehr, sehr sprunggewaltig und buddelfreudig. Diesem Bedürfnis hält kaum ein handelsüblicher Zaun stand. Wer sich also eine solche Rasse anschafft, sollte fern von Nachbarn wohnen und einen hohen Zaun besitzen, der tief in die Erde reicht und oben eine Fangschutzvorrichtung gegen Überklettern bietet. Gartenliebhaber, die englischen Rasen pflegen, sollten von solchen Rassen Abstand nehmen.
eine leider zu wahre Geschichte über Huskymenschen
Eine Kostenaufstellung für Huskymenschen - siehe: Was kostet ein Husky ?
Kinderfreundliche Rassen ???
Ein Wort sei auch den angeblich kinderfreundlichen Rassen gewidmet, die es unserer Ansicht nach nicht wirklich gibt. Es gibt kinderfreundliche Hunde, ja, aber kinderfreundliche Rassen, das kommt dann doch sehr auf die Zucht und vieles mehr an. Wir finden es fatal, wenn immer wieder in deutschen Rassebüchern z. B. Jack Russel Terrier oder Golden Retriever als generell kinderfreundlich bezeichnet werden und klären Sie gerne darüber näher auf, was wir davon halten. Nichts bekommt der Tierschutz öfter angeboten als Jack Russel Terrier oder Golden Retriever, die von Familien mit Kindern abgegeben werden, weil sie vorne und hinten nicht in die Familiensituation passen.
Übrigens - viele Tierschutzvereine, Rassevereine,
gute Züchter (Herrje, wo findet man die?), Tierärzte beraten Sie gerne, welche Rasse für
Ihre Bedürfnisse und Ihre Familienverhältnisse geeignet ist.
z. B.
Dr. Richard Bey
Kleintierpraxis
Roermonder Str. 260
52072 Aachen
Tel. 0241-174932
0241-174718
&nbchen
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