
Tierrettungssanitäter und Erste Hilfe
Wir freuen uns, dass etliche Tierfreunde und Tierschützer sich bereit gefunden hatten an dem Seminar Erste Hilfe für Hund und Katze und Tierrettungssanitäter teilzunehmen. Es war eine Menge Stoff zu lernen und so kamen wir nur sporadisch dazu einige Fotos zu machen.
Nicht gerade selten kommen wir Tierschützer in die Situation Tieren helfen zu müssen, die verunfallt sind oder Erster Hilfe bedürfen. Eine regelmäßige Ausbildung unserer aktiven Tierschützer ist daher ein MUSS. So besuchen wir mit möglichst vielen Teilnehmern immer wieder die unterschiedlichsten Erste Hilfe Kurse für Tiere, die in Hundeschulen, bei Tierärzten, in Tierheimen angeboten werden. Dieses Mal hatten wir selber zu einem Fortbildungsseminar eingeladen. Nicht nur Teilnehmer der Tierhilfe Licht im Dunkeln nahmen daran teil, sondern auch Tierfreunde, die selbst Tiere halten und Tierschützer aus der Umgebung, die schon tagtäglich mit Tierrettung befasst sind.
Im ersten Teil des Seminars wurde Erste Hilfe für Hund und Katze unterrichtet. Tierhalter und Tierheimmitarbeiter aus der Umgebung waren gekommen, um ihr Wissen aufzufrischen. Danach ging es weiter für die Teilnehmer, die sich zum Tierrettungssanitäter ausbilden lassen möchten. Für diese Teilnehmer folgt hinterher noch ein Praktikum beim Tierarzt, einer Tierklinik oder einer Tierrettung, eine anschließende schriftliche und mündliche Prüfung, bevor es in die Praxis geht. Einige Teilnehmer sind allerdings schon jahrelang als Tierretter an der Front tätig. Da sich aber im medizinischen Wesen ständig neue Erkenntnis ergeben, ist auch hier eine Auffrischung der Kenntnisse von Nöten.

Unterrichtet wurde das richtige Verhalten an einem Unfallort, die Sicherung der Unfallstelle, wie man mit Tier und aufgeregtem Tierhalter umgeht und vieles mehr. Unsere lieben Hunde stellten sich als Modelle zur Verfügung und ließen es über sich ergehen, dass viele Teilnehmer bei ihnen den Puls suchten. Natürlich gab es dafür hinterher Leckerchen. Mit jedem Haustier sollte man gängige Untersuchungen zu Hause stressfrei trainieren. Dies erleichtert im Notfall den Rettern den Einsatz und der Tierarzt kann stressfreier mit den Tieren umgehen, wenn sie krank sind oder sich verletzen. Unsere Hunde sind dies gewohnt und ließen alles brav über sich ergehen.

Die Teilnehmer übten an verschiedenen Hunden. Nicht bei jedem Hund ist der Puls so leicht zu finden wie bei Whippet Nevio. Bei einigen Hunden musste man schon suchen. Da wir aber zwischendurch von unseren Hunden Küsschen bekamen, konnten wir sicher sein, dass sie leben ;-). Ein bisschen ist Puls fühlen ja auch wie Bäuchlein krabbeln. Da kann man es sich auch gut gefallen lassen.

Die Teilnehmer lernten, dass es bei jedem Hund anders ist. Langhaarige Hunde verstecken oftmals den Puls unter ihrem Fell ;-) und man muss ganz nett suchen.

Ein vitaler Hund hat ein gut durchblutetes Zahnfleisch. Hier musste Modell Felina herhalten, damit die Teilnehmer üben konnten.

Bei einem sehr kleinen Hund sind manche Handgriffe anders. Wo man bei einem großen Hund oft die ganze Hand benötigt, reichen bei einem Minihund schon ein bis zwei Finger. So wurde auch die Handhabung kleiner "Unfallopfer" geübt.