
Spezielle spanische, portugiesische und französische Rassen
Da wir ein Partnertierheim in Madrid / Spanien haben, möchten wir hier ein paar Infos über spanische Rassen geben. Auch portugiesische und französische Rasseeinschläge kommen gelegentlich in unserem Partnertierheim vor. Deshalb werden wir diese Seite laufend ergänzen.
Uns kommt es in erster Linie darauf an, dass Sie Informationen über die Familieneignung dieser Rassen erhalten um abzusehen, ob die jeweilige Rasse zu Ihren Gegebenheiten passen könnte und was Sie erwarten kann, wenn Sie sich eine solche Rasse zulegen oder einen Mix, wo die Genetik einer solchen Rasse durchschlägt. Leider beschäftigen sich Rassebücher oft nicht mit diesen Rassen, weil die meisten nicht FCI zugelassen sind, also diese ausländischen Rassen beim VDH keine Beachtung finden. Wir möchten Sie zumindest darüber informieren in welche Gruppe von Hunden diese Rassen gehören und wozu sie ursprünglich gezüchtet wurden.
Hütehunde
Gos d´atura català
Er ist von Laien zu verwechseln mit einem Terrier mit Schlappohren. Sein langes, robustes Fell und sein putziges Aussehen erinnert an etliche Fernsehmixhunde und deshalb wissen einige Leute, die sich für so einen Hund entscheiden nicht, dass es sich um einen intelligenten, sehr konditionsstarken, schnellen und aktiven Hund handelt, der beschäftigt werden möchte. Als Hütehund für die Berge gezüchtet ist der Gos d´atura català ein robuster und mutiger Arbeitshund bei dem der Hütetrieb genetisch durchschlagen kann.
Pastor garafiano
Der Pastor garafiano ähnelt im Aussehen häufig einem altdeutschen Hütehund, kann aber auch mit einem belgischen Schäferhund (Tervueren) verwechselt werden, weil er oftmals eine attraktive, schwarze Gesichtsmaske hat. Das Fell zeigt gelegentlich auch ein ähnliches Aussehen, wie das eines Chow-Chow-Mixes oder eines Langhaarschäfermixes. Auch hier handelt es sich um einen lebhaften, aktiven, allerdings zu seinen Menschen sehr sanften Arbeits- u. Hütehund, der ausgelastet werden möchte. Sein langes Fell ist relativ pflegeleicht und robust, wie es bei vielen Hütehunden der Fall ist. Er hat eine Schulterhöhe von 55-64 cm und wiegt zwischen 24 und 35 kg. Auch er wurde für das Flach- und Bergland als Hütehund gezüchtet und möchte arbeiten.
Wasserhunde
Perro de Agua Espanol
Perro de Agua Espanolmix Pardillo - aus unserem spanischen Partnertierheim - ist inzwischen vermittelt. Hier bekommt er seine Sommertierheimfrisur von unserer Kassiererin verpasst.

Dieser - einem Puli ähnelnde - Hund hat die gleiche angenehme Eigenschaft wie Pudel: Viele Menschen möchten einen solchen Hund, weil diese Rassen wenig oder gar nicht haaren und manchmal für Allergiker geeignet erscheinen, die anderes Hundefell nicht vertragen. Sein zotteliges Fell wird lediglich gelegentlich gerupft oder geschoren, aber nicht gekämmt. Dabei wird schnell vergessen, dass der Perro de Agua Espanol ein starker, kräftiger, sehr aktiver, robuster, sportlicher Hund mit einer Schulterhöhe von etwa 50 cm ist, der ursprünglich gezüchtet wurde um Netze aus dem Wasser zu ziehen und bei der Jagd auf Wasservögel als Stöber- und Apportierhund eingesetzt wurde. Auch ein Einsatz als Wach- oder Hütehund kommt in seiner Heimat vor. Nach wie vor findet man viele gestutzte Ruten bei Perro de Aqua Espanol in Spanien. Der Perro de Agua Espanol kann ein sehr anpassungsfähiger Hund sein - wir würden ihn jedoch nie als Anfängerhund einstufen. Es muss bei dieser Herkunft und Zucht niemanden wundern, dass viele Exemplare dieser Rasse Jagdtrieb aufweisen können, arbeiten möchten und jede Pfütze im Umkreis von Kilometern für ein erfrischendes Bad nutzen. Die Fellbeschaffenheit ist für das Wasser gezüchtet und daher kennen wir inzwischen einige Surfer, die sich diesen Hund angeschafft haben.

Pardillo liebt Wasser und jagt für sein Leben gerne Katzen
Je nach Zuchtlinie ist der Perro de Agua Espanol sehr arbeitsfreudig und fühlt sich als Familienbegleithund in den falschen Händen evt. unterfordert.
Zuschrift einer Leserin:
Hallo,
ihre Rassebeschreibungen finde ich ganz toll. Das Fell wird nicht "gerupft",
sondern Verfilzungen auseinander gezogen.
Liebe Grüße
Gisela
Cao de Agua Portugues
Der portugiesiche Wasserhund
kann von Laien rein äußerlich leicht mit
einem Großpudel verwechselt werden, zumal wenn er mit der klassischen Löwenschur
versehen wurde. Er erreicht eine Schulterhöhe von bis zu 57 cm und hat ein sehr
pflegeaufwändiges Fell, welches dem Großpudel ähnelt. Seine Fellvarianten gibt
es in gekraust und gewellt. Gezüchtet wurde der Cao de Agua Portugues
ursprünglich als Helfer der
Fischer, der mithalf die Netze ins Boot zu ziehen und alles zurückbrachte, was
ins Wasser fiel. Anfang des 20 Jahrhunderts verlor diese Rasse aufgrund der
Modernisierung der Fischerei an Bedeutung und war dadurch fast
ausgestorben. Nur dem Einsatz eines portugiesischen Geschäftsmannes ist es zu
verdanken, dass es diese Rasse heute noch gibt. Der Cao de Agua Portugues kann
ein freundliches Familienmitglied sein, welches aber einer Aufgabe und
Beschäftigung bedarf, wenn er sich nicht langweilen soll. Sein Element ist nach
wie vor das Wasser und so muss man auch bei dieser Rasse damit rechnen, dass
jede Pfütze und jeder Teich auf Spaziergängen entdeckt und genutzt wird. Die
Rasse kommt heute recht selten vor.
Ca de Bestiar
Einem Labrador-Schäferhund-Mix ähnelnd wundern sich manche Menschen, die einen solchen Hund aufnehmen über seine ausgesprochene Wachsamkeit und manchmal Bellfreude. Der Ca de Bestiar wurde gezüchtet um Anwesen zu bewachen. Er lebte ursprünglich auf Höfen und war dort als Wachhund eng mit der Familie zusammen. Fremden gegenüber kann sich der Ca de Bestiar misstrauisch zeigen und die Wachsamkeit kann Besuchern gegenüber unangenehme Folgen zeigen, wenn er nicht von erfahrenen Haltern konsequent erzogen wird. Diese Rasse gibt oftmals ihr Leben für die Bewachung der Familie, ist anhänglich, wurde aber in Spanien und Portugal leider oft für Hundekämpfe missbraucht. Ein mutiger, starker Hund, den nicht jeder führen kann, wenn keine gute Sozialisierung erfolgte und der - gerade bei unkastrierten Rüden - leider dazu neigt im Rudel mit anderen Rüden evt. dominant aufzutreten.
Perro Majorero
Auch der Perro Majorero fällt in die Gruppe der Wachhunde und kann sich durch Wachsamkeit und Bellfreude auszeichnen. Er hat eine Schulterhöhe von 55 - 64 cm.
Carea Leonés
Er kann für einen Schäferhund-Border-Collie-Mix gehalten werden. Diese Rasse gibt es in vielen Fellfarben und Variationen, sogar blue merle ist vertreten und es können unterschiedliche Augenfarben auftreten. Der Carea Leonés ist als Hütehund für das Flach- und Bergland gezüchtet worden, ist ein ausgesprochen intelligenter Arbeits- u. Hütehund, der über viel Ausdauer verfügt und beschäftigt werden möchte. Die Charaktereigenschaften können denen des Border Collies entsprechen. Er ist kein Familienhund, der unbeschäftigt einfach die Familie begleitet. Wie bei vielen intelligenten Hüte- und Arbeitshunden kann es vorkommen, dass er unterbeschäftigt selbst nach "Arbeit" sucht oder Verhaltensstörungen entwickelt, wenn er nicht ausgelastet wird. Der Hütetrieb schlägt häufig durch und so kann es passieren, dass er Ihre Kinder zusammentreibt, diese in die Hacken kneift oder Spielzeug und Gegenstände "hütet".
Cara Castellano
Mit seinem niedlichen Aussehen und halb anstehenden Schlappöhrchen gleicht auch diese Rasse in vielen Fell- und Farbkombinationen vorkommend den - ach so niedlichen - Fernsehhunden. Er gleicht vom Aussehen einigen Terrierrassen, hat oft halblanges, hübsches Fell wie ein Tibetterrier aussehend. Seine handliche, mittlere Größe und das nette Aussehen findet schnell Interessenten, aber auch dieser Hund ist ein Arbeits- und Hütehund, der im Flach- und Bergland als Hüter der Schafe und Ziegen eingesetzt wurde. Auch hier kann der Hütetrieb durchschlagen und auch dieser Hund ist ausdauernd, zäh und will beschäftigt werden.
Mastines del Pirineo und Mastín Espanol
Ausgehungert und mit 15 Kilo zu wenig Gewicht, verwechseln selbst geübte spanische Tierschützer Mastin Espanolmixe manchmal mit Retrievermixen !
Diese Rassen ähneln vom Aussehen oft einem Leonberger oder Bernhardiner, manchmal sogar einem Retriever. Sie sind große, sehr schwere Hirten- oder Herdenschutzhunde, die unbedingt ein großes Areal zum Bewachen benötigen und im Regelfall auf gut umzäunte Höfe gehören. Sie wurden als Hofhunde gezüchtet, die mit den Herden aufwachsen und diese dann bewachen. Durch ihre imposante Größe und Erscheinung dienten sie der Abschreckung von wilden Tieren, die die Herden bedrohten und dem Schutz des Hofes. Ihr Fell ist geeignet sie draußen oder bei den Herden im Stall zu halten, wo sie sich auch gerne aufhalten. Allen Herdenschutzhunden ist zu eigen, dass sie artgerecht gehalten werden müssen und nur in erfahrende Hände gehören. Sie sind starke und sehr große, schwere Hunde, die in keinem Fall in eine Etagenwohnung ohne Aufzug gehören, denn sie sollten keine Treppen steigen müssen und neigen aufgrund ihres Gewichts im Alter zu Arthrose und Hüftproblemen.

Mastin-Espanol-Bernadiner-Mix
Welpen und Junghunde sollten daher nicht zu schnell wachsen und benötigen gutes, geeignetes Futter für groß werdende Rassen. Diese Rassen müssen als Welpen gut sozialisiert werden und viele Tiere kennen lernen. Insbesondere bei Einbruch der Dunkelheit sind sie oft sehr wachsam und wer viele Besucher hat, muss damit rechnen, dass diese misstrauisch am Betreten des Grundstücks gehindert werden. Aufgrund der immensen Größe von 72-81 cm müssen diese Hunde gut erzogen werden und eignen sich nicht dazu im Bett oder auf die Couch zu dürfen. Auf erhöhten Plätzen können sie Dominanz zeigen und man sollte hundeerfahren und konsequent sein können um diese Rassen richtig zu erziehen. Richtig aufgewachsen, erzogen und artgerecht gehalten sind sie friedliche Zeitgenossen, die ihr Leben für ihre Familie geben. Wer sich für Herdenschutzhunde interessiert sollte sich darauf einstellen sich erfahrene Hilfe zu suchen bei der Erziehung, denn sie können dazu neigen eine Lieblingsperson zu "besetzen" und so z. B. die Mutter vor den Kindern beschützen oder die "Nichtlieblingspersonen" nicht mehr ins Auto einsteigen zu lassen, wenn die Lieblingsperson schon mit im Auto sitzt. Da es nur wenige herdenschutzhunderfahrene Hundeschulen und Hundetrainer gibt, sollte man sich bei Interesse für eine solche Rasse vor Anschaffung erkundigen, wo man so etwas in seiner Nähe findet. Laien wird die Anschaffung einer solchen Rasse auf keinen Fall empfohlen ! Sollte Ihnen aus dem Ausland ein flauschiges, teddyartiges Welpenbündel angeboten werden, achten Sie auf die Pfotengröße und "Wachstumsknoten" in den Beinen. Das flauschige, nette Teddybärchen könnte sich später als Herdenschutzhund entpuppen, dem Sie ggf. nicht gewachsen sind und der nicht in Ihre Lebensverhältnisse passt und Sie völlig überfordert.

Mastin-Espanol
Unter diesem Link finden Herdenschutzhalter Hilfe und Rat - auch Kurse für Herdenschutzhundhalter möglich
Ca de Bou oder Perro de Presa Mallorquín und Perro de Presa Canario
Die Einfuhr dieser Rassen ist in vielen Bundesländern verboten und sie fallen in einigen Bundesländern unter die "gefährlichen Rassen". Als Schutz- und Wachhund gezüchtet wurden sie leider oft für Hundekämpfe missbraucht. Mit 58 cm Schulterhöhe und 36 kg Körpergewicht sind diese Rassen sehr muskulös und stark. Sie können vom Aussehen Labrador-Boxer-Mixen oder Schäferhundmixen oder Staffordshiremixen ähneln und sind wie Boxer sehr mutige Hunde. Die angezüchtete Wachsamkeit kann zu Bellfreude führen und diese Rassen gehören ausschließlich in erfahrene Hände, wo sie konsequent und liebevoll erzogen werden. Auch diese Rassen geben oftmals ihr Leben für ihre Menschen, sind aber häufig Fremden gegenüber misstrauisch und gehören in keinen Haushalt, wo fremde Besucher ein- und ausgehen. Die Kastration dieser Rassen ist ein unbedingtes MUSS, denn leidende "Kampfhunde" gibt es aufgrund der oft falschen Haltung schon viel zu viele in Deutschland. Wer einen solchen Hund aufnimmt, muss sich der ungeheuren Verantwortung bewusst sein, die er übernimmt. Führen dürfen diese Hunde außerhalb des Hauses nur Personen über 18 Jahren, die - je nach Bundesland - die erforderlichen Eignungen nachweisen. Eine extrem erhöhte Hundesteuer und Hundehaftpflichtversicherung kann anfallen.
Alano Espanol
Auch diese Rasse wurde gezüchtet als Hof- und Wachhund und schließt sich - bei richtiger Haltung - eng an die Familie an, ist aber Fremden gegenüber oft misstrauisch und neigt als Wachhund oft zum Bellen. Auch diese Rasse wurde leider manchmal für Hundekämpfe eingesetzt. Auch hier ist unbedingt Kastration angezeigt.
Ca Rater Mallorquín y Valenciano oder auch genannt RATERO
Diese Hunde ähneln vom Aussehen her Pinschern. Gezüchtet als eigenständige Jäger sind sie intelligent, wachsam, bellfreudig und aktiv. Die Rasse wurde gezüchtet als selbstständige Ratten- und Mäusefänger und wer weiß, wie wehrhaft Ratten sein können, kann sich vorstellen, dass diese Rasse in den Genen Mut und Ausdauer haben kann. Für Mehrfamilienhäuser sind diese Rassen - trotz ihres niedlichen Aussehens und geringer Größe und Gewichts - oft nicht geeignet wegen ihrer Wachsamkeit und Bellfreude. Diese Hunde sind zwar klein und kompakt, aber man sollte nicht meinen, dass sie deshalb wenig Auslauf benötigen.
Podenco Ibicenco, Podenco Canario, Podenco Andaluz, Podengo Portuguese
Alle Podencos sind einzigartig und leicht erkennbar an den großen Tütenstehohren, den bernsteinfarbenen Augen und der hellbraunen, oft gesprenkelten Nase, die über Generationen auch bei Mixen aus diesen Rassen durchschlagen. Hier handelt es sich um Urhundrassen, die dem Pharaonenhund ähnelt und die in die Gruppe der Jagdhunde ohne Führereinfluss gehören, die zugleich Windhunde sind. Oftmals wird ihre Selbstständigkeit mit Sturheit verwechselt. Es handelt sich um äußerst sensible Hunde mit katzenähnlichem Wesen, die mit sehr liebevoller Konsequenz und viel Motivation erzogen werden müssen. Gezüchtet wurden sie für die selbstständige Jagd auf vielerlei Tiere. Podencos gibt es vielen Farben und Größen (Schulterhöhe 60-72 cm), kurzhaarig, rauhaarig und mit längerem Fell, den Podego Portuguese auch in kleinen Größen von 35-60 cm Schulterhöhe. Kleinere Podencos werden eingesetzt zur Hasen- und Kaninchenart, größere Ausführungen oft auch für die Jagd auf Rotwild und Wildschweine. Der Podeco Andaluz und die größeren Ausführungen des Podengo Portuguese sind etwas kräftiger gezüchtet und ähneln vom Körperbau nicht so unbedingt den Windhunden, die genetisch trotzdem in ihnen stecken. Diese Rassen haben eine hervorragende Nase und jagen mit allen Sinnen ! Wer eine solche Rasse hält, sollte sich unbedingt Hilfe bei der Erziehung suchen und eine gute Hundeschule oder einen Podenco-Club in der Nähe haben. Sehr häufig zeigen sich Halter mit der Erziehung der sensiblen und unabhängigen Rasse überfordert in unseren Gefilden der eng bebauten Gebiete und der kleinen Felder und Wälder mit übereifrigen Jägern. Diese Rassen sind häufig in unseren Gefilden ständig gefährdet auf ihren Jagdausflügen überfahren oder erschossen zu werden und einige können in wildreichen Gebieten niemals ohne Leine laufen. Wer also einen solchen Hund anschafft, sollte reichlich Zeit für die Erziehung und Beschäftigung der draußen sehr aktiven Hunde aufbringen können und ein sicher, hoch umzäuntes Grundstück besitzen, wo die Hunde spielen und toben können ohne in Gefahr zu geraten. Als Windhunde sind sie blitzschnell, diese Schnelligkeit haben sogar schon Musher versucht durch Einkreuzen in die Alaskan Huskys zu züchten. So bringen sie auf der Jagd unvorstellbare Geschwindigkeiten zuwege und schnell ist ein Areal zu klein für sie. Sie sind Vollblutjäger, die unbedingt eine Ersatzbeschäftigung benötigen, wenn man sie vom Jagdtrieb ablenken will, die ihrer Intelligenz und ihrem Arbeitseifer gerecht wird. Der Podenco ist ein Hund der selbstständig die Beute lebend apportiert, aber verlassen sollte man sich nicht darauf ;-). Wer einen solchen Hund frei laufen lässt, sollte auch mit verletzten Vögeln und Kleintieren umgehen können um erste Hilfe leisten zu können, wenn es zu einem ungewollten Jagdausflug kommt. Im Haus ist der Podenco - wie alle Windhunde - sehr ausgeglichen und anhänglich und ein Hund, den man fast nie bellen hört und der stundenlang schlafen kann. Draußen erkennt man diese Rasse nicht wieder, denn dann erwacht der Jagdtrieb. Wer einen Podenco halten möchte, sollte viel Zeit und Geduld haben und sich gerne an der frischen Luft aufhalten. Sportlichkeit des Halters ist von unbedingtem Vorteil.
Windhundrassen eignen sich nicht als REITBEGLEITHUNDE ! Der Jagdtrieb ist in der Regel sehr ausgeprägt, sie besitzen kein Unterfell, was sie vor der Witterung in Stall und auf Ausritten schützt, sie bleiben nicht - alleine gelassen - in den, in der Regel ländlich gelegenen Stallungen und Höfen, überspringen mit Leichtigkeit Pferdeboxentüren, wenn sie im Stall zurückgelassen werden und frieren bei schlechter oder kalt-nasser Witterung in Pferdeboxen und Autos, wenn sie zurückbleiben müssen. Bei warmer Witterung sind Autos als Aufenthaltsort ungeeignet. Viele Windhunde sind "Rassisten" und verstehen sich meist ausgezeichnet mit anderen Windhunden, werden aber von anderen Rassen in Ställen und auf Höfen oft gemobbt und entlaufen dann. Angeleint ist das Führen eines solchen Hundes zu risikant, da sie aus fast jedem Halsband und Geschirr entschlüpfen können, bei Wildsicht Schnellstarts hinlegen, die auch geübte Reiter vom Pferd reißen können. Die Schnellstarts dieser Hunderassen sind selbst bei gut sitzenden Halsbändern gefährlich für die Wirbelsäule, da sie einen Halswirbel mehr haben und sich schnell die Wirbelsäule verletzten, wenn sie ins Halsband springen. Manche dieser Hunde heulen auf bei Wildsicht und irritieren damit selbst hundegewohnte Pferde ! Außerdem befinden sich auf Höfen und Stallungen in der Regel freilaufende Katzen, die gerne gejagt werden. All dies gefährdet die Sicherung der Windhunde und Halter an Reitställen !
Sabueso Espanol
Einem Basset ähnelnd mit den langen Hängeohren und dem langen Rücken und den relativ kurzen Beinen ist auch dies eine Rasse, die in die Kategorie der Jagdhunde ohne Führereinfluss gehören und die eine äußerst aktive, feine Nase besitzen. Sie wurden gezüchtet für die Jagd auf Niederwild, weil sie mit den relativ kurzen Beinen prima ins Unterholz geschickt werden können. Auch diese Rasse ist ein Arbeitshund, der unbedingt Erziehung benötigt um in unseren engen Gefilden nicht ständig durch den Jagdtrieb in Gefahr zu geraten.
Perdiguero de Burgos
Manchmal dem Pointer, manchmal einem Deutsch Kurzhaar oder Deutsch Stichelhaar ähneln handelt es sich bei dieser Rasse um einen sensiblen Jagdhund, der unter Führereinfluss arbeitet. Er wird zum Apportieren eingesetzt, hat ein angenehmes Wesen, aber auch hier ist der Jagdtrieb nicht zu unterschätzen und ggf. in die richtigen Bahnen zu lenken. Wer Vögel oder Kleintiere hält, sollte zunächst die Verträglichkeit des Hundes mit diesen ausführlich testen oder einen Hund nehmen, von dem dies durch einen längeren Aufenthalt auf einem Pflegeplatz mit Kleintieren bekannt ist.
Galgo Espanol

Auch der Galgo ist ein Jagdhund, der ohne Führereinfluss selbstständig Beute apportiert. Der blitzschnelle Jagdhund ist aber etwas leichter zu führen als der Podenco, weil er überwiegend ein Sichtjäger ist. So kann man schlimmeres verhindern, indem man das geschulte Auge in wildreichen Gegenden nutzt um Wildbegegnungen zu vermeiden. Der Galgo ist ein sensibler Windhund, im Haus sehr ruhig, meist gut leinenführig und von sanftem Wesen. Die meisten Galgos sehr gut rudelverträglich, da sie dies vom Jäger in Spanien kennen. Auch bei diesem Jagdhund sollte man die Geschwindigkeit niemals unterschätzen. Einmal Wildsicht ist er nicht zu bremsen und bringt rasant riesige Strecken hinter sich.
Windhundrassen eignen sich nicht als REITBEGLEITHUNDE ! Der Jagdtrieb ist in der Regel sehr ausgeprägt, sie besitzen kein Unterfell, was sie vor der Witterung in Stall und auf Ausritten schützt, sie bleiben nicht - alleine gelassen - in den, in der Regel ländlich gelegenen Stallungen und Höfen, überspringen mit Leichtigkeit Pferdeboxentüren, wenn sie im Stall zurückgelassen werden und frieren bei schlechter oder kalt-nasser Witterung in Pferdeboxen und Autos, wenn sie zurückbleiben müssen. Bei warmer Witterung sind Autos als Aufenthaltsort ungeeignet. Viele Windhunde sind "Rassisten" und verstehen sich meist ausgezeichnet mit anderen Windhunden, werden aber von anderen Rassen in Ställen und auf Höfen oft gemobbt und entlaufen dann. Angeleint ist das Führen eines solchen Hundes zu risikant, da sie aus fast jedem Halsband und Geschirr entschlüpfen können, bei Wildsicht Schnellstarts hinlegen, die auch geübte Reiter vom Pferd reißen können. Die Schnellstarts dieser Hunderassen sind selbst bei gut sitzenden Halsbändern gefährlich für die Wirbelsäule, da sie einen Halswirbel mehr haben und sich schnell die Wirbelsäule verletzten, wenn sie ins Halsband springen. Manche dieser Hunde heulen auf bei Wildsicht und irritieren damit selbst hundegewohnte Pferde ! Außerdem befinden sich auf Höfen und Stallungen in der Regel freilaufende Katzen, die gerne gejagt werden. All dies gefährdet die Sicherung der Windhunde und Halter an Reitställen !
Greyhound
Der Greyhound ist mit 68-76 cm Schulterhöhe einer der größten und vor allem schnellsten Windhunde. In der Regel kommen die spanischen Greyhounds und Greyhoundmixe vom Jäger oder sind ausgediente Rennhunde von der Rennbahn, was bedeutet, dass diese schon mit hoher Wahrscheinlichkeit positive Jagderlebnisse hatten und der Hetztrieb ausgeprägt ist. Es kann daher vorkommen, dass diese sanften und im Haus leichtführigen, ruhigen Windhunde zwar gut leinenführig sind, aber unverträglich mit Katzen oder kleinen Hunden und Kleintieren sind. Auch beim Spiel mit kleinen Hunden, die der Greyhound kennt, kann es dazu kommen, dass der Hetztrieb und die Instinkte durchbrechen und der Greyhound den kleinen Hund von oben in den Hals zwicken will. Je nach Laufgeschwindigkeit und kleinem Hund, kann es dabei "versehentlich" zu Genickbrüchen beim kleinen Hund kommen, die der Greyhound evt. gar nicht beabsichtigt hat. Beim Freilauf mit kleinen Hunden kann es ratsam sein, den Greyhound gut zu beobachten oder ggf. einen Windhundmaulkorb anzulegen. Manchmal ist es ratsam solche "Hetzspiele" mit anderen Hunden rechtzeitig abzubrechen. Durch eine schnelle Bewegung dieser kleinen Tiere kann der Hetztrieb der geschulten Jäger aufbrechen und ein kleines Tier kommt zu Tode. Es kann außerdem vorkommen, dass der Jagdtrieb so ausgeprägt ist, dass man die Tiere, die immense Endgeschwindigkeiten erreichen können, draußen nicht von der Leine lassen kann. Ein sicher umzäuntes Grundstück sollte daher als Auslauf zur Verfügung stehen. Im Haus sind die Greyhounds sehr ruhig, bellen so gut wie nie und können ebenfalls meist recht gut im Rudel gehalten werden. Bei ausgedienten Rennhunden muss damit gerechnet werden, dass ggf. noch im Nachhinein alte Frakturen durch Stürze entdeckt werden, die tierärztlich behandelt werden müssen. Kein Tierschutzverein der Welt kann es sich leisten jeden Greyhound rein vorsorglich auf Herz und Nieren zu prüfen und zu röntgen um das auszuschließen.
Bücher:
Las Razas Caninas Espanolas - Eduardo Benito Ruiz, Rafael Malo Alerudo - Hispano Europea
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