
Hilfstour April 2010 - Fortsetzung

Jetzt wird der LKW vollgeladen. Jeder packt mit an - natürlich nur die, die nicht gerade Hunde beschmusen müssen ;-).

Wie soll das alles in den LKW passen? Das fragen wir uns jedes Mal. Aber wir haben ja unsere Tetris-Meister, die viel in wenig stopfen können. Im Hintergrund gespendete Katzengitter. Auch so etwas können wir gebrauchen.

Körbe, Teppiche, Medikamente, Handtücher, Kissen, Decken, Futter - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Unsere Sammelstellen geben gerne Auskunft, was alles benötigt wird.

Da gilt es sicherheitshalber zunächst das Futter zu laden und die Medikamente, denn diese haben Verfallsdaten und können nicht bis zum nächsten Transport hier stehen bleiben, wenn der LKW schon voll ist bevor alles verladen ist.

Lunita hat inzwischen schon erschnüffelt, dass Patenpakete immer besonders gut riechen. Die Paten schicken ja Leckerchen und Futter für ihre Schützlinge in Spanien. Boh, Leute, wisst Ihr eigentlich wie schwer es ist so einen Bericht zu formulieren, wenn man alle 2 Minuten einen Katzenschwanz in den Mund gesteckt bekommt? Die liebe Molly möchte halt auch mitschreiben und macht es sich auf meiner Tastatuuuuuuuuuuuuurxccccbvbeeeeiggggggggggggggg mmmmm gemütlich. Molly halt die Tätzchen still, sonst werden wir nie fertig. Geh Spielmäuse jagen!

Bei PROA sind Mäuse aber nicht beliebt, deshalb freut man sich auch immer wieder über Schränke und Kommoden aus Metall, die mäusesicher sind, denn da wo es viel Tierfutter gibt, da gibt es unweigerlich auch immer wieder Mäuse, die von diesem Futter angelockt werden, aber auch alles andere benagen. Die Metallcontainer kommen da gerade recht.

Vorsortiert stehen alle Lieferungen da, eine Ecke für Futter, eine Ecke für Decken, geübte Transporthelfer wissen, dass schon beim Ausladen sortiert wird, das spart hinterher Zeit ...

Alle arbeiten prima zusammen, um schnellstmöglich die Sachspenden im LKW zu stapeln - hier arbeiten Deutschland und Niederlande Hand in Hand - ja wir sind international! Und da hat niemand Zeit um für Sukie ein Stöcken zu schmeißen ;-)?

Doch natürlich - irgendeiner erbarmt sich immer.

Der Hof voll, aber auch im Lager stapeln sich noch Säcke und Kissen, dank Nicoles Ordnungssinn gut und überschaulich gestapelt. Friederike hatte sich inzwischen auf Lauerposten im Scheunendach gemacht - von hier hat man den optimalen Überblick.

Fotografen haben wir immer zu wenige, denn meist haben alle die Hände voll bei so einem Transport und keine Zeit zu fotografieren. Dabei möchten doch unsere Spender sehen, ob die Spenden wirklich verladen werden und nach Spanien gehen und viele Leser halten regelmäßig Ausschau, ob sie "ihre gespendete Wolldecke oder ihr Patenpaket" auf den Fotos entdecken können.

Freiwillige Helfer werden natürlich auch immer benötigt. Es gibt genug zu tun, niemand muss sich langweilen ;-). Also Freiwillige vor!

Denn all diese Helfer haben eigentlich auch noch dutzende andere Aufgaben im Verein. Sie wissen auch, wie gelieferte Spendenmöbel zu verladen sind - vollgestopft mit kleinen Sachspenden. Jede Lücke wird gestopft. So wandern die Tennisbälle gleich in die Schubladen eines Badezimmerschränkchens. Gleich darauf ertönt der Ruf: "Wo ist das Klebeband?" Ja, auch Klebebandspenden und Müllsackspenden nehmen wir gerne. Immer mal wieder müssen gerissene Futtersäcke geflickt werden, Ladung gesichert werden. Auch benötigen wir reichlich Gummiexpanderbänder, die die Ladung sichern.

Alle Helfer sind noch Pflegestellen, Aktivhelfer, Sammelstellen, betreuen die Technik, reparieren, bauen, schreiben für die Homepage und viele andere Dinge. Da ist Unterstützung immer gefragt, denn alle haben auch noch eigene Tiere und teilweise Pflegetiere zu betreuen. Fleißige Helfer sind daher immer gerne gesehen. Gerade in Urlaubszeiten haben wir immer zu wenig Helfer.

Die Medikamente werden sicher in Katzenboxen verstaut, auch die kleinen Teile von gespendeten Kratzbäumen. So kommt nichts weg. Carlos stapelt währenddessen die Patenpakete im LKW. Leider sind auch die Patenpakete sehr rückläufig und noch lange nicht jedes Tier im Tierheim hat einen Paten, der ihm Geschenke schickt. Wir alle merken die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien und Deutschland und dass das Geld knapper wird. Kaum noch zu bewältigen sind alle Kosten, denn eines wird immer höher - die Tierarztrechnungen und das Benzingeld.

Jetzt müssen die Futterlieferungen clever auf den Achsen verteilt werden, damit der LKW nicht durchhängt während der Rückfahrt. Jede Lücke wird aufgefüllt mit Handtüchern, Bettwäsche, Decken. Putzmittel müssen unten stehen, damit sie nicht auslaufen und evt. die Decken verschmutzen, falls mal auf der Fahrt etwas undicht ist.

Immer wieder ertönt der Ruf : "KETTE!" Dann eilen die Helfer herbei und Futtersäcke werden weitergereicht von Einen zum Anderen, damit sie schnell auf dem LKW landen und Muskelkraft gespart wird. Und wo Mama packt, ist Glorie auch nicht weit. Mama könnte sich ja heimlich mit dem LKW nach Spanien davon machen.

Die Packkräfte im LKW ordern jeweils was gerade gebraucht wird, jetzt sind wieder Decken gefragt. Irgendwo war noch eine Lücke zu stopfen. Wo wir packen passt keine Briefmarke mehr rein hinterher und unsere besten Packmeister erhalten jährlich Auszeichnungen. Sie erleichtern uns die Logistik ungemein. So wird Benzingeld gespart und möglichst viele Sachspenden fahren mit dem LKW nach Madrid, der sowieso da ist, weil Tiere gebracht wurden.

Ne, Glorie, Mama ist nicht mehr auf dem LKW. Die ist schon wieder draußen und hat Nachschub geholt. In dem Getümmel kann man schon mal den Überblick verlieren ;-).

Und noch mehr Decken und Kissen für die Tiere in Spanien. Micheline steckt schnell mal die abgefrorene Nase in Muips warmes Fell. Man muss sich nur zu helfen wissen.

Ja, so ein Transport ist eine Menge Arbeit. Die Hunde wissen, dass es danach einen gemeinsamen Spaziergang gibt. Darauf warten sie geduldig. Hauptsache dabei.

Wenn es auch im April noch so kalt ist, dann sind alle froh, dass sie sich warm arbeiten dürfen.

So langsam lichtet sich die Sammlung auf dem Hof.

Jetzt sind starke Jungs gefordert, um zu stopfen was das Zeug hält. Christian und Michel stopfen auf Teufel komm raus.

Und fertig! Jetzt geht es ab in Nicoles warme Küche zum Kuchen, den Heike mitgebracht hat. Wieder hat ein Transport ein glückliches Ende gefunden. Nur Nicole hat jetzt noch viel Arbeit. Sie darf das auseinander gepflückte Lager wieder sortieren und klar machen für den nächsten Transport und... den restlichen Müll entsorgen - arme Nicole! Und die müden Spanier haben jetzt noch die gesamte Rückfahrt vor sSie darf das auseinander gepflückte Lager wieder sortieren und klar machen für den nächsten Transport und... den restlichen Müll entsorgen - arme Nicole! Und die müden Spanier haben jetzt noch die gesamte Rückfahrt vor sich - zwei Tage und dann heißt es wieder LKW auspacken und alle Hilfsgüter im Tierheim verstauen. Eine Menge Arbeit! Diesmal stand bei Ankunft eine große Helferschar in Spanien bereit. Je mehr wir hier in Deutschland zeigen, wie es geht und das es geht, um so mehr Helfer finden sich auch in Spanien. Diesmal konnte Carlos den LKW abstellen und wurde gleich zur Familie entlassen, wo Baby Rebecca und Belén schon warteten. Sie zittern bei jedem Transport zu Hause mit und werden per SMS auf dem Laufenden gehalten. Carlos spanische Crew lud den LKW ab - ein Luxus, den der geplagte Carlos bisher nicht kannte. Sonst musst auch er immer noch mitarbeiten. Ja, auch in Spanien wird die Helfercrew immer größer.

Unsere abgearbeiteten Helfer machen sich auch wieder alle auf den Rückweg nach Hause. Tschüss, bis zum nächsten Mal.