
Hilfe, meine Katze ist unsauber...
Einer der häufigsten Abgabegründe für Katzen im Tierschutz ist die Unsauberkeit. Plötzlich fängt Mieze an neben das Clo zu pinkeln, beträufelt die Badematte, pisst auf Ihr neues Schlafkissen oder sogar ins Bett. Katzenurin stinkt sehr durch den Ammoniakgehalt und ist obendrein sehr scharf und ätzend. Er ist sogar in der Lage sich durch Beton zu fressen. Am Leichtesten lässt sich Katzenurin von Fliesen rückstandsfrei entfernen. Dabei sind glasierte Fliesen noch leichter zu reinigen und weniger empfindlich als raue Fliesen. Eine dichte Verfugung ist natürlich Voraussetzung, dass der Katzenurin nicht unter die Fliesen läuft. Haben Sie einen Mehrkatzenhaushalt oder planen Sie einen solchen, dann sollten Sie also möglichst viele geflieste Flächen haben. Laminat und Parkett lassen sich zwar auch gut versiegeln, jedoch ist eine Katzenurin-sichere Versiegelung so derart teuer, dass man auch gleich fliesen kann. Bei Laminat und Parkett fließt der Urin gerne unter den Boden und richtet dort Unheil an, was längst nicht gleich bemerkt wird. Katzenpflegestellen können davon ein Lied singen, wenn sie bei Auszug das Laminat entfernen.
Es gibt viele, viele Gründe warum eine Katze unsauber wird und diese gilt es zunächst heraus zu finden. Da diese Ursachenforschung für uns Menschen aber nicht ganz einfach ist, dauert sie oft lange und die Geduld der Menschen wird auf eine große Probe gestellt. Beginnen sollte man also mit der Problemlösung mit einfachen Hilfsmitteln, die ggf. schnelle Abhilfe schaffen. Wichtig ist dabei sich zunächst Anzahl und Standort der Toiletten anzuschauen und die Katzenstreu unter die Lupe zu nehmen. Gerade im Mehrkatzenhaus ist bei unsauberen Katzen die erste Maßnahme:
Ein Clo pro Katze PLUS eins mehr !
Gerade im Mehrkatzenhaushalt gilt es zu bedenken, dass Katzen eigentlich Einzelgänger sind und obendrein höchst reinliche Tiere. Im Mehrkatzenhaushalt jedoch wird die Toilette häufiger frequentiert und ist daher oft schnell verschmutzt. Hinzu kommen evt. Probleme, die die Katzen untereinander haben, die der Mensch oft gar nicht mitbekommt. Es müssen keine offenen Kämpfe mit viel Gefauche und Krach sein - es kann trotzdem Stress im Gefüge der Gruppe geben. Dies äußert sich evt. so, dass schüchternere Tiere sich nicht mehr trauen das Clo zu benutzen, weil ein aggressiveres Tier genau auf dem Weg zur Toilette Wache hält oder sich in der Nähe befindet.
Beobachten Sie also einmal gezielt Ihre Katzengruppe auf evt. Anzeichen von unterschwelligen Aggressionen oder Dominanzverhalten. Oft lassen sich Unsauberkeitsprobleme mit kleinen Umstellungen im Haushalt beheben, wie dem Standortwechsel des Clos, der Schaffung von Verstecken und sicheren Plätzen.
Katzen benötigen Ruhe auf der Toilette und so sollte der Standort gut bedacht sein. Ecken bieten sich da eher an als ein freistehendes Clo, denn die Ecklage bietet zumindest Sicherheit von zwei Seiten. Der Standort sollte ruhig sein und nicht vielen Störungen unterworfen, weil ständig jemand vorbei geht. Küchengeklappere oder Kochgerüche, die für unsere Nase zwar angenehm, nicht aber für die Katze sind, können sich störend bei der Toilettenbenutzung auswirken. Steht die Toilette unter einer Holztreppe sollte man bedenken, dass Holz sehr gut Schall überträgt und es so unruhig bei jedem Treppenbenutzer werden kann.
Auch Standorte an Glasscheiben haben sich nicht gerade bewährt. Die Katze kann sich beobachtet fühlen und Sie sehen vielleicht nicht, ob der "böse" Nachbarskater in Ihrer Abwesenheit sich an der Scheibe herumdrückt und Pussy von der Clobenutzung abhält, weil diese der Schutzfunktion der Glasscheibe nicht traut. Sie möchten doch auch bei der Toilettenbenutzung nicht beobachtet werden, oder ?
Es mag lächerlich klingen, aber wir möchten an dieser Stelle auch einmal auf ganz simple Probleme hinweisen. Hat Ihre Katze stets Zugang zum Katzenclo oder steht das Clo im Bad und jemand hatte versehentlich die Tür geschlossen (ein Besucher vielleicht) ? Oder haben Sie einen Freigänger, der gar kein Clo im Haus hat, weil er bisher immer draußen Erleichterung fand ? Gerade im Winter werden manchmal Türen verschlossen, die sonst offen waren, Katzenklappen verziehen sich und funktionieren vielleicht nicht mehr. Gerade älteren oder feuchtigkeitsempfindlichen Katzen kann auch mal schlicht das Wetter ein Greul gewesen sein, was sie abhielt nach draußen zu gehen. Die Außenwelt Ihres Freigängers haben Sie nicht voll im Blick. Vielleicht gibt es eine neue Katze draußen, die Ihrer das Leben draußen zur Hölle macht ? Hier kann ggf. ein Clo im Haus Abhilfe schaffen.
Haben Sie einen Hund ? Wo hat dieser seine angestammten Liegeplätze ? Liegen sie evt. mitten auf dem Weg zum Clo und ist Ihrer Katze der Hund noch nicht wirklich geheuer ? Auch hier kann ein Grund in der "Nicht-Benutzung" des Katzenclos liegen. Standortwechsel der Liegeplätze des Hundes oder Standortwechsel der Toilette wären dann angezeigt.
Ist ein Katzenpartner verstorben ? Die verbliebene Katze kann durch solch ein Ereignis schwere Probleme bekommen, insbesondere, wenn die verstorbene Katze die sicherere war. Ihre Katze muss nun auf sich selbst gestellt zurechtkommen. Es gibt Möglichkeiten die Katze im Aufbau des Selbstbewusstseins zu unterstützen, damit sie mit der neuen Situation besser zurecht kommt. Vergessen Sie dabei nicht, die Katze zunächst einem Tierarzt vorzuführen. Gerade wenn das verstorbene Tier lange Zeit schwer krank war, hat man sich oft unbewusst nur noch auf das kranke Tier konzentriert und dabei gesundheitliche Probleme des "offensichtlich gesunden" Tieres übersehen. Ein simples Nierenleiden kann sehr gut die Ursache für Unsauberkeit sein und auch viele andere gesundheitliche Störungen kommen in Betracht.
Ihr Tierarzt führt Feline-Sprays, Geruchssprays oder Verdunster für Steckdosen (Hormonausschüttungen nachempfunden), die angenehme Assoziationen vermitteln und Sicherheit für die Katzen suggerieren können. Mit solchen Sprays kann gelegentlich ein angenehmes Flair geschaffen werden und Ihre Katze benutzt die Toilette wieder. Es lohnt dies auszuprobieren. Diese Sprays eignen sich oft auch eine angenehmere Atmosphäre in einer angespannten Katzengruppe zu schaffen. Katzentherapeuten geben gezielte Tipps zum Einsatz solcher Sprays, denn es kommt auf das Spray an, wie man es einsetzt.
Das A und O eines funktionierenden Mehrkatzenhaushaltes ist der richtige Aufbau der Gruppe. Nun haben Sie vermutlich bereits eine Gruppe und das Problem ist da, aber auch da lässt sich vieles tun. Ggf. benötigen Sie dazu jedoch fachmännische Hilfe durch einen Katzentherapeuten oder Katzenfachmann, der sich das Problem vor Ort anschaut. Oftmals lässt sich Aggression und Feindverhalten aus einer Gruppe nehmen, indem andere Ruheplätze geschaffen werden, die Katzen artgerechter beschäftigt werden und mehr Abwechslung in ihrem Leben - gerade als gelangweilte Stubenkatze - geboten bekommen.
Es ist erstaunlich wie lange liebende Tierhalter das Problem der Unsauberkeit oft hinnehmen. Durch Ignorieren wird dieses Problem jedoch nicht besser. Nur Veränderungen der Lebensumstände oder des Katzenlebens können Abhilfe schaffen. Warten Sie also nicht ellenlang, bevor Sie fachlich kompetente Hilfe in Anspruch nehmen und Ihr Fußböden derweil vom Urin zerfressen werden. Leider verschlimmern Gewohnheiten oft Verhaltensstörungen, wenn man zu lange wartet.
Wichtig ist auch die Größe und Art der Toilette. Die reinlichen Katzen stören sich oft bei Haubentoiletten an den angesammelten Gasen, die der Mensch außen nicht so wahrnimmt, weil ihn ja die Haube schützt. Die Haube hat aber auch zur Folge, dass man nicht gleich sieht, wenn die Toilette benutzt wurde und sie deshalb seltener reinigt. Auch Verschmutzungen unter der Haube, die beim Abnehmen vielleicht übersehen werden, können für üblen Geruch im Clo sorgen. So sollte auch die Haube regelmäßig gereinigt werden. Ein paar Spritzer Katzenurin werden vielleicht nicht auf der Haube entdeckt, wenn man sie abnimmt, aber der Geruch kann schon übel werden. Gerade bei unkastrierten Katzen stinkt der Urin noch intensiver und wird eben auch häufig eingesetzt um sein "Revier" (sein Clo) so zu markieren, dass es keine andere Katze benutzen wird. Leider hat die hervorragende Klumpstreu mit guter Bindewirkung in manchen Haushalten zur Folge, dass die Toiletten zu selten gereinigt werden. Versuchen Sie es einmal mit häufigerer Reinigung.
Klapptüren und Folien vor dem Eingang eines solchen Haubenclos verschlechtern die Luft im Clo noch mehr und oft haben sich die Katzenhalter auch gar keine Gedanken gemacht, dass eine ängstliche Katze evt. nie die Benutzung einer Klapptür gelernt hat. Sie hat vielleicht Angst diese beiseite zu schieben oder eingeschlossen zu werden. Das eine Katze aus Ihrem Rudel die Klappe anstandslos bedienen kann, sagt nichts über das Verhalten der anderen Katzen aus. Bei Katzen, die vom Rudel häufiger gejagt werden, kann auch eine Rolle spielen, dass diese Türen an der schnellen Flucht hindern könnten. Oft reicht es, wenn man die Klapptür oder Folie abmontiert und das Clo wird wieder benutzt.
Verzichten sollte man auch auf Reinigungsmittel, die dem "Clogeruch" ähnlich sein können. Zwar sind Putzmittel mit Ammoniak höchst wirkungsvoll in der Reinigungskraft, aber Ammoniak ist halt auch im Katzenurin und kann den Geruch eines benutztes Clo suggerieren, was nicht mehr gerne aufgesucht wird. Oft reicht es, wenn man von ammoniakhaltigen Putzmitteln umsteigt auf "geruchsfreundlichere" Putzmittel wie Essig, der obendrein Urinstein gut entfernt. Auch sollte das Clo nach Reinigung und Trocknung noch eine Weile lüften können.
Sollten Sie unsicher sein, ob Ihr Haubenclo der Katze nicht zusagt, nehmen Sie doch die Haube einmal ab und schauen, ob die Katze es dann lieber benutzt.
Oft waren wir erstaunt, wenn wir um Hilfe gebeten wurden, welche Katzenclogrößen benutzt wurden. Ganztags berufstätige Menschen ließen ihre Katzen den ganzen Tag ein und das selbe ungereinigte Miniclo benutzen, was die Katze vermutlich als KÄTZCHEN bekommen hatte. Dabei sollte es selbstverständlich sein, dass eine größere Katze auch ein größeres Clo bekommen sollte. Eine Toilette sollte in der Faustformel etwa mindestens 1,5 Mal so lang sein, wie die größte Katzen, die es benutzt und berufstätige Katzenhalter sollten sowieso lieber noch eine Extratoilette haben, die die Katze benutzen kann, wenn in ihrer Abwesenheit das eine Clo stark verschmutzt wurde. Da Berufstätige meist die Katzen morgens und nachmittags / abends mit Feuchtfutter füttern, sollten sie die Fütterungszeit so früh legen, dass sie anschließend die Toilette vor der Arbeit noch einmal reinigen können. Gerade nach Feuchtfuttergenuss gehen viele Katzen noch einmal aufs Clo und das Clo bliebe so in Abwesenheit länger sauber.
Wichtig ist auch die Wahl der Katzenstreu. Verzichten Sie stets auf Katzenstreu mit - für die menschliche Nase angenehmen - Geruchs-Beimischungen wie Anis, Babypuder oder sonstigen Geruchsrichtungen. Die Katzennase ist empfindlich und hat völlig andere Geruchsrezeptoren als der Mensch. Was für uns gut riecht, kann für die Katze stinken wie die Pest und sie von der Toilettenbenutzung abhalten. Sand oder Steinchen müssen keine Gerüche beigefügt werden. Viel wichtiger ist eine Beimischung von Feuchtigkeitsbindern, die Geruchsentwicklungen verhindern. Inzwischen gibt es hervorragende Klumpstreus, die den Urin gleich binden.
Die Streu sollte in erster Linie Ihrer Katze nicht an den Pfoten weh tun. Sie sollte gerundet sein und je feiner sie ist, um so angenehmer wird sie in der Regel an den Pfoten empfunden. Katzen verscharren ihren Urin und ihr Häufchen gerne und ist die Streu zu schwer und lässt sich schlecht von einem Platz zum Anderen scharren, kann die Katze unzufrieden mit der Streu werden. Oft ist ein Anzeichen für Unzufriedenheit mit der Streu, dass die Katzen viel Streu aus dem Clo herausscharren und Steinchen davor liegen. Bevorzugt man stark bindende (klumpende) Streu, kann diese zum Scharren zu schwer werden. Abhilfe schafft hier, dass man nicht-klumpende Streu auf die Oberfläche der Klumpstreu gibt, die die Katze gut mit der Pfote hin- und her bewegen kann oder Klumpstreu, die flache Klumpen am Boden der Toilette bildet und oben locker bleibt.
Es gibt Streuarten, die von Katzen als unangenehm empfunden werden. So haben Katzentherapeuten in Amerika und England festgestellt, dass Katzen öfter unsauber waren, wenn Holzstreu benutzt wurde, die das Kätzchen noch gerne benutzte, aber als die Katze schwerer wurde, bohrten sich die Holzspäne in die empfindlichen Pfötchen. Ein Wechsel der Streu wird solche Probleme schnell ans Licht bringen.
Ebenso wurde festgestellt, dass gut gemeinte Käufe von Kissen und Körbchen - gefüllt mit Kügelchen - darin endeten, dass die Katzen darauf urinierten. Einige Katzen halten offensichtlich die Kügelchen für Katzenstreu und das Betreten dieser Kissen löst den Drang aus sich zu erleichtern.
Hat die Katze bereits an bestimmten Stellen im Haus uriniert, ist zudem schwer den Geruch, der ein Clo suggeriert, zu entfernen. Auch hierbei sollte wieder auf vollständige Entfernung des Geruchs geachtet werden, der zeigt "hier ist ein neues Clo" und auch hier sollten keine ammoniakhaltigen Putzmittel benutzt werden. Geruchsbindersprays können hier ggf. Abhilfe schaffen, aber Grundvoraussetzung ist die peinlichste Reinigung der benutzten Stellen.
Verschiedene benutzte Stellen - wie Sofas, Kissen, Betten - können durch Hilfsmittel wie Doppelklebebänder zwar unbequem gemacht werden, doch ist dies keine Lösung, denn Katzen urinieren oft aus Unwohlsein an anderem Stellen als im Clo und dies würde nicht dazu beitragen das Wohlsein zu fördern. Verzichten Sie also auf solche Hilfsmittel und schließen Sie lieber notfalls die Schlafzimmertür, wenn Pussy gerne aufs Bett macht. Pussy wird zwar maulen anfangs, aber irgendwann kapieren, dass dies Tabuzone ist und sich damit abfinden und so viel Spaß macht es nun mal nicht ständig die Bettwäsche zu waschen. Weiche, gemütliche Plätze kann man Pussy auch außerhalb des Schlafzimmers bieten.
Es gab schon Katzenhalter, die Betten mit Anstreicherfolie abdeckten um sie zu schützen. Ein großer Schock als Pussy dann in Abwesenheit unter die Folie kroch, sich verhedderte und jämmerlich erstickte. Verzichten Sie also auch auf solche Maßnahmen. Sinnvoller wären da schon waschbare Inkontinenzbettücher aus fest gewebter Baumwolle, die man in Abwesenheit über die Betten legt.
Oftmals tritt Unsauberkeit nach Familienzuwachs auf - seien es Babys, die in die Familie kamen oder neue Katzen. Hier ist es wichtig, die Ursache zu finden, die die Änderungen für die Katze mit sich brachte ? Bekommt sie nicht mehr genug Aufmerksamkeit ? Hat man weniger Zeit für die Katze ? Verjagt man vielleicht die Katze von vielen Plätzen, die sie vorher nutzen durfte, weil man zum Beispiel fliegende Katzenhaare in Babynähe fürchtet ? Wird die Katze ständig vom Familienzuwachs ferngehalten ? Hier kommt es jetzt auf die Einstellung des Katzenhalters an. Liebt man die Katzen noch ? Ist man bereit für die Katze nach Alternativen für die entgangenen Freunden zu suchen ? Oder ist sie einem restlos gleichgültig oder vielleicht ein Klotz am Bein, seit das neue niedliche Kätzchen da ist oder das possierliche Baby ?
Stimmt Ihre Einstellung zu der Katzen nicht mehr, wird auch die Katze dies schnell registrieren und ggf. mit Unsauberkeit reagieren. Hier müssen Sie selbstkritisch und ehrlich die Situation durchleuchten und ggf. nach einem neuen guten Zuhause für die Katze suchen, denn jedes Lebewesen hat ein Recht auf Liebe. Warten Sie nicht zu lange mit diesen Feststellungen, denn heute ist kaum ein Tierschutzverein in der Lage Ihnen von jetzt auf gleich die Katze abzunehmen, weil Sie die Lust an diesem "Spielzeug" verloren haben.
Fotografieren Sie das Tier möglichst gut und schicken Sie die Fotos an zahlreiche Tier- und Katzenschutzvereine in der Umgebung. Schreiben Sie alle wichtigen Daten dazu, die Sie von der Katzen wissen (ist sie geimpft, kastriert, gechipt, tätowiert, wie alt ist sie, hat sie mit anderen Katzen zusammengelebt und mag sie dies, ist sie Freigang gewohnt oder hat sie immer in der Wohnung gelebt ? Mag sie Kinder, kennt sie Hunde ?). Unwichtiger dabei ist, dass die Katzen unsauber ist, denn das ist sie bei der Konstellation vermutlich beim nächsten Besitzer nicht mehr. Zwar sollten Sie dies den Tierschützern sagen, denen sie die Katzen anbieten, aber auf Aushängen in Tierarztpraxen, im Internet oder in Zeitungsinseraten, in denen sie ein neues Zuhause suchen, würde eine solche Angabe die Interessentenzahl rapide einschränken.
Sorgen Sie dafür, dass der Impfschutz der Katze auf dem Laufenden ist, denn Tierschutzvereine haben meist keine Einzelkatzenpflegestellen und können die Gesundheit der eigenen Tiere nicht riskieren, weil Sie meinen kein Geld mehr für das Tier ausgeben zu müssen. Auch unkastrierte Tiere sind in Gruppenhaltung der Tierschützer kaum tragbar. Ein Tier, welches alt genug ist, sollte also kastriert sein, wenn sie es schnell "loswerden" möchten.
Beim Tierarztbesuch machen Sie bitte auch gleich Ihren Tierarzt darauf aufmerksam, dass Ihr Tier ein neues Zuhause sucht. Bei Tierärzten werden ja auch Tiere von ihren Leiden erlöst und oft kennt der Tierarzt Tierhalter, die gerade ein Tier verloren haben und ein neues Tier suchen. Ein guter Tierarzt hat zudem eine Pinnwand im Wartezimmer, wo man sein Tier an anständige Menschen weiter vermitteln kann. Vermitteln Sie Ihr Tier bitte nur mit Schutzvertrag und gegen Schutzgebühr. Ein neuer Halter, der dies nicht akzeptiert, wird auch kein guter Halter für Mieze sein. Tierschutzvereine haben Musterverträge, die Sie Ihnen zur Verfügung stellen können.
Liebt man sein Tier, wird man auch verstehen, wann es Zeit ist, es loszulassen, weil es sich unter den veränderten Umständen nicht mehr wohl fühlt. Manchmal kann es Tierliebe sein, ein Tier in einen anderen Haushalt umziehen zu lassen, der besser passt, weil es mit Ihren veränderten Lebensumständen nicht klar kommt. Ihr Tier kann es nicht nur bei Ihnen gut haben. Es gibt auch noch andere liebe Tierfreunde. Doch lassen Sie sich in solch einem Fall erst von einem Katzentherapeuten beraten oder von versierten Katzenhaltern. Ihr Tierarzt wird solche Personen in der Regel kennen. Sie sollten dann beratenden Personen den Vorzug geben, die in Ihren Haushalt kommen und sich die Gesamtumstände, unter denen das Tier lebt, ansehen. Rein in der Praxis des Therapeuten, lassen sich die Gründe für die Unsauberkeit sicher nicht feststellen.
Wichtig bei Katzen, die außerhalb der Toilette urinieren, ist natürlich auch, dass tierärztlich abgeklärt wird, ob ein gesundheitliches Problem vielleicht die Ursache ist. Denken Sie immer daran, dass man vielen Tieren Unwohlsein und Schmerzen schlecht anmerkt. Tiere ertragen mehr Schmerz als der Mensch. Sie müssen nicht todkrank in der Ecke liegen oder das Futter verweigern um krank zu sein.
Handelt es sich um psychische Probleme, die zur Unsauberkeit geführt haben, kann auch eine homöopathische Behandlung die Probleme der Katze beseitigen. Leider finden wir persönlich es sehr schwierig in Deutschland versierte und gute Homöopathen für Tiere zu finden. Für eine gezielte Behandlung mit Homöopathie ist es wichtig, dass Sie umfassende Beobachtungen treffen und dem Tierarzt gut das Wesen und die Probleme der Katze wiedergeben können. Sollten Sie ein homöopathisches Mittel von einem Tierarzt bekommen nur unter Beschreibung des Symptoms, ohne nähere Nachfragen nach Lebensumständen und Verhaltensweisen der Katze, vergessen Sie den Arzt. Er kennt sich dann nicht wirklich aus. In der Homöopathie macht es wenig Sinn Symptommittel einzusetzen, von denen es auch nur sehr wenige gibt. Es gilt das Mittel zu finden, was den Typ und die Probleme IHRES Tieres unterstützt.
In letzter Zeit mussten wir feststellen, dass es homöopathisch arbeitende Tierheilpraktiker gibt, die im Internet allen Ernstes behaupten, sie könnten so ziemlich jede Krankheit heilen (über Krebs bis hin zu Knochenproblemen) - ohne dass sie das Tier überhaupt gesehen haben ! Quatsch, sagen wir dazu. Kein ernsthaft arbeitender Homöopath würde so einen Blödsinn im Internet als Werbung benutzen oder womöglich behaupten, dass er Krebs heilen kann. Der Sinn der Homöopathie ist es den Körper ins Gleichgewicht zu bringen und damit ggf. die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Gehen Sie zu einem Tierheilpraktiker, sollten Sie vorher ein großes Blutbild beim Tierarzt machen lassen und dieses mitnehmen, denn viele Tierheilpraktiker haben keine Befugnis für Blutabnahmen und keine Möglichkeit der Auswertung.
Kein Zweifel, es gibt sie die Wunder der Heilkraft der Homöopathie. Es lohnt sich immer es zu probieren, zumal sie relativ nebenwirkungsfrei ist. Wir haben selbst schon unglaubliche Erfolge mit homöopathischen Behandlungen bei Tieren erlebt und schwören darauf, aber es ist eben schwer einen guten Homöopathen zu finden.
Sollten kleinere Unsicherheiten und Ängste die Ursache der Unsauberkeit sein, können auch gezielte Bachblütenbehandlungen evt. Abhilfe schaffen.
Sollte ein gesundheitlicher Schaden die Ursache der Unsauberkeit sein, bedenken Sie bitte, dass Milchprodukte die Resorption von Antibiotika herabsetzen und erkundigen Sie sich genau beim Tierarzt wann und wie die Antibiotika gegeben werden sollen. Empfiehlt der Tierarzt aus bestimmten Gründen eine Diät, so halten Sie diese bitte peinlich genau ein und verzichten auf zusätzliche Leckerchen und Extravaganzen in der Ernährung, die die ganze Diät zunichte machen können.
von Antibiotika herabsetzen und erkundigen Sie sich genau beim Tierarzt wann und wie die Antibiotika gegeben werden sollen. Empfiehlt der Tierarzt aus bestimmten Gründen eine Diät, so halten Sie diese bitte peinlich genau ein und verzichten auf zusätzliche Leckerchen und Extravaganzen in der Ernährung, die die ganze Diät zunichte machen können.Vor allem, denken Sie immer daran, dass Ihre Nervösität und Aggression (z. B. wegen der Probleme mit der Unsauberkeit) vom Tier schnell gespürt wird und es sich noch unwohler fühlen lässt. Es gilt also die Kette des Missfallens schnell zu durchbrechen.