Umgang mit Welpen

Dieses Hündchen ist natürlich viel zu jung - es gehört ausschließlich in fachkundige Hände, wie hier im Tierheim

Immer wieder sehen wir in unserem Alltag grobe Fehler im Umgang mit Welpen. Immer wieder sprechen wir Passanten darauf an und immer wieder hören wir von einigen erstaunt, dass ihnen diese Kenntnisse weder vom Verkäufer, Vermittler noch von angeblich "renomierten" Züchtern erklärt wurden oder die Hundehalter haben Bücher über Welpenhaltung/Welpenkauf gelesen, die grottenfalsch oder uralt sind. Daher haben wir beschlossen auf einige dieser Unsitten im Umgang mit Welpen auch hier auf unserer Homepage aufmerksam zu machen:

Impfschutz - Gesundheit:

Ein nicht fertig geimpfter Welpe/Junghund hat keine Grundimmunisierung gegen lebensgefährliche Seuchen und Krankheiten. Er ist daher NIEMALS mit anderen Hunden in Kontakt zu bringen, von denen man nicht weiß, ob diese geimpft und gesund sind. Hundewiesen und Hundeauslaufgebiete sind zu meiden bis der Hund eine Grundimmunisierung aufgebaut hat. Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Tierarzt beraten.

Kaufen oder übernehmen Sie keine Welpen im Alter unter 8 Wochen. Dies ist ungesetzlich, da die Tiere in diesem Alter noch zu ihrer Mutter gehören. Auch mutterlos gefundene Welpen gehören mindestens bis zu diesem Alter in fachkundige Hände und in Gesellschaft ihrer Geschwister. Bis zum Alter von 8 Wochen sollte der Welpe bereits entwurmt und geimpft sein. Lassen Sie sich also den Impfpass aushändigen! Der Impfschutz muss fortgesetzt werden, da durch diese Erstimpfung noch kein Schutz gegen Seuchen und Krankheiten besteht. Haben Sie einen Welpen ohne Impfpass bekommen, bringen Sie ihn bitte SOFORT zum Tierarzt, damit der evt. noch Schlimmeres verhindern kann nach einer Untersuchung.

Unverantwortliche Tiervermehrer (Züchter möchten wir diese Menschen nicht nennen) und schwarze Schafe unter den Tierschützern verkaufen und vermitteln leider manchmal zu junge Welpen. Sollten Sie sich aus Mitleid dummerweise zur Übernahme eines solchen Hund haben überreden lassen, bringen Sie ihn SOFORT zum Tierarzt und lassen ihn untersuchen, damit das kleine Kerlchen alles bekommt, was es benötigt.

Ein nicht fertig geimpfter Welpe/Junghund sollte daher KEINE Hundeschule besuchen, auch keine Welpenspielgruppe, wo nicht peinlichst KONTROLLIERT wird, ob alle Welpen geimpft und gesund sind. Denken Sie bitte daran, dass auch gesund aussehende Hunde Krankheiten übertragen können, ohne sie evt. selber zu bekommen.

Besuch in der Zoohandlung:

Ein nicht fertig geimpfter Welpe sollte daher auf keinen Fall mit in eine Zoohandlung genommen werden und dort überall herumschnüffeln, das bereitgestellte Wasser dort trinken oder aus dem Gemeinschaftsfutternapf dort fressen! Es besteht Ansteckungsgefahr. Nicht alle Hunde hier in Deutschland haben Impfschutz! Außerdem ist das Futter sowieso nicht für Welpen geeignet. Müssen Sie den Hund mit rein nehmen, um ein Geschirr oder einen Mantel anzuprobieren, halten Sie den Hund auf dem Arm und halten ihn von anderen Hunden fern.

Spaziergang / Hundewiese:

Ein nicht fertig geimpfter Welpe/Junghund sollte nicht beim Tierarzt Kontakt zu anderen Hunden bekommen. Bekanntlich befinden sich beim Tierarzt auch ansteckend kranke Tiere, die den Welpen/Junghund anstecken könnten. Lassen Sie Ihren Welpen/Junghund also nicht in der Tierarztpraxis herumlaufen. Halten Sie ihn in der Box oder auf dem Schoß und halten Abstand zu anderen Hunden.

Tierarztbesuch:

Führen Sie auch einen gesunden Welpen/Junghund baldmöglichst Ihrem Tierarzt vor. Der Hund sollte den Tierarztbesuch möglichst schon trainieren, bevor er geimpft oder behandelt werden muss. Zudem sollte Ihr Tierarzt den Hund ruhig vorher einmal im gesunden Zustand gesehen haben, damit auch ihm Veränderungen rascher auffallen. Achten Sie darauf, dass der Tierarzt ruhig, liebevoll aber bestimmt mit Ihrem Hund umgeht. Kann er dies nicht, wechseln Sie den Tierarzt.

Auch wenn Sie einen Tierarzt haben, der Ihren Hund zu Hause behandelt, sollten Sie den Praxisbesuch in der Jugend des Hundes üben. Irgendwann ist jeder Hund mal verletzt oder krank und kann nur in der Praxis behandelt werden. Dann sollte er dies schon kennen.

Impfung/Entwurmung:

Ein Welpe/Junghund - und auch jedes andere Tier - darf nur geimpft werden, wenn es gesund ist. Teilen Sie also bitte dem Tierarzt mit, wenn sie eine Veränderung im Verhalten oder körperlichen Zustand bemerkt haben (frisst schlecht, trinkt schlecht, hat erbrochen, hat Durchfall, wirkt apathisch, spielt weniger...), bevor sie den Welpen/Junghund impfen lassen. Ein vernünftiger Tierarzt wird ihren Hund gründlich untersuchen und seine Temperatur messen, bevor der den Hund impft. Tut ihr Tierarzt dies nicht, dann sollten Sie den Tierarzt wechseln. Vor der Impfung sollte der Welpe/Junghund rechtzeitig entwurmt werden. Bei einer starken Verwurmung (und Wurmbefall sieht man nicht unbedingt mit bloßem Auge im Kot) schlägt der Impfschutz nicht an und Sie haben das Geld für die Impfungen umsonst ausgegeben UND der Hund hat keinen wirksamen Impfschutz!

Umgang mit Kindern:

Ein Welpe/Junghund sollte nicht von kleinen Kindern ausgeführt werden. Die Kinder ziehen an der Leine, der Hund versteht die "Befehle" nicht, der er ausführen soll und das Leinenführigkeitstraining macht große Rückschritte. Gerade bei kleinen Hunden achten Kinder und auch Erwachsene oft nicht darauf, dass sie den Hund bei jedem Schritt am Hals reißen, weil die Leine zu kurz ist und durch die Körperbewegung des Armes des Hundeführers bei jedem Schritt ruckartig verkürzt wird. Diese Rucke sind nicht nur für die Erziehung schlecht, sondern schädigen extrem die Wirbelsäule. Kleine Kinder verhalten sich nicht "logisch" für die Hunde. Oftmals wollen sie anderen Kindern stolz den Hund vorführen und wir haben schon so manches Kind beobachtet, was dann rasch den Welpen/Junghund hinter sich her schliff, damit es schnell zu Spielkameraden kam. Viele Kinder genießen die "Macht" über den Hund vor ihren Spielkameraden und gehen sehr ruppig mit den jungen Hunden um. Wir sahen dies auch bei Kindern, die unter Aufsicht sehr sanft und verständnisvoll mit dem Hund umgingen. Wir haben schon Kinder gesehen, die ihren Hund mit Gewalt in Bäche warfen, damit er vorführt, wie schön er "schwimmen" kann, weil die Kinder irgendwo gehört haben, dass Hunde schwimmen können. Wir haben schon Kinder gesehen, die den Hund mit Gewalt hinunterdrückten, um den Spielkameraden vorzuführen wie schön er schon "sitz" machen kann. Lassen Sie Ihren jungen Hund nicht versauen, um etwas Zeit zu sparen und nicht selbst mit ihm raus zu gehen! Sie haben keine Vorstellung davon wie brutal die liebsten Kinder mit Tieren sind, wenn das nötige kindliche Publikum vorhanden ist. Kinder nehmen auch Welpen/Junghunde gerne auf den Arm und tragen sie. Oft tun sie dies in der falschen Haltung, manch ein Welpe/Junghund strampelt und fällt vom Arm und zieht sich Verletzungen zu oder bekommt dadurch Angst. Ein Welpe/Junghund ist kein Stofftier. Das vergessen Kinder schnell. Kleine Kinder (leider auch manche größeren Kinder) und Hunde gehören immer unter die Aufsicht eines Erwachsenen, auch wenn sie im eigenen Garten spielen. Wir haben schon am Jägerzaun aufgespießte Welpen gesehen, die den Kindern "vom Arm gefallen" waren.

Futter:

Macht Ihr Welpe/Junghund einen - nicht altersgemäßen - "hyperaktiven" Eindruck, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber. Bei manchen Rassen kann es sinnvoll sein - nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt - das Welpen oder Junghundfutter etwas früher abzusetzen. Bitte teilen Sie Ihrem Tierarzt dann mit welchen Phosphorgehalt Ihr Welpen/Junghund-Futter hat. Je nach Alter, Rasse und Auslastung kann der Tierarzt ggf. entscheiden, dieses Futter früher auf Adult-Futter umzustellen oder zu mixen, da der Phosphorgehalt ggf. zu hoch ist.

Futterwechsel:

Futterwechsel bei Welpen/Junghunden haben langsam von statten zu gehen. Der Magen-Darm-Trakt reagiert empfindlicher auf Umstellung als bei erwachsenen Hunden. Setzen Sie das Welpen- oder Junghundfutter ab, dann tun Sie dies bitte in kleinen Stufen und mixen langsam immer mehr von dem Futter für die nächste Altersstufe drunter.

Wenn Sie einen Welpen/Junghund bekommen, lassen Sie sich bitte vom Züchter, Verkäufer oder Vermittler das gewohnte Futter mitgeben und sollte es nicht originalverpackt sein, fragen Sie nach welche Sorte es ist und wo sie diese erhalten können.

Sparen Sie bei einem Welpen/Junghund niemals an der Qualität des Futters. Die gesamte Gesundheit seines Lebens ist abhängig von einem guten Start.

Kälte, Nässe, Sonnenschein:

Wenn es kalt ist, regnet oder der Welpe/Junghund hat im nassen Gras getollt, trocknen Sie den Hund bitte gründlich ab, wenn Sie nach Hause kommen. Welpen/Junghunde erkälten sich sehr rasch, wenn sie nass sind oder der unbehaarte Bauch kalt wird. Eine Blasenentzündung bei einem nicht stubenreinen Welpen/Junghund wird oftmals lange übersehen, weil man denkt der Hund sei noch nicht stubenrein. Ist es sehr kalt oder nass draußen gehen Sie lieber mehrfach kurz hinaus als den Welpen/Junghund zu unterkühlen. Es gibt übrigens auch für Welpen/Junghunde schöne kuschelige Mäntelchen aus leichten, warmen Stoffen. Diese sollte ein Welpe/Junghund aber niemals unbeaufsichtigt tragen, denn er ist noch nicht daran gewöhnt und könnte versuchen ihn auszuziehen und sich verheddern oder ihn anknabbern.

Das Immunsystem eines jungen Hundes ist empfindlicher als das eines erwachsenen Hundes. Schützen Sie also den jungen Hund auch vor übermäßiger Sonne, wie Sie es auch bei einem Kind tun würden. Sorgen Sie im Sommer für genügend Trinkwasser und Schatten.

Aufsicht:

Welpen/Junghunde dürfen niemals ohne Aufsicht sein, es sei denn, sie sind in einer entsprechenden Hundebox oder einem Welpenauslauf sicher untergebracht. Zu rasch machen die jungen Racker Blödsinn, der ihrer Gesundheit schaden kann, zerbeißen oder verschlucken etwas, vergiften sich oder klemmen sich irgendwo ein.

Verlassensängste:

Welpen/Junghunde werden auch im Hunderudel stets beaufsichtigt und werden nie niemals alleine gelassen. Verlangen Sie also nicht von Ihrem Welpen alleine zu bleiben, es ist absolut gegen die Natur. Verlangen Sie auch von einem Junghund nicht stundenlang alleine zu bleiben. Nicht nur, dass man so keinen jungen Hund stubenrein bekommt, sondern Ihr Hund baut ggf. Verlassensängste auf, die schwer - oder gar nicht - wieder abzubauen sind. Trainieren Sie beim Junghund rechtzeitig das Minuten-lange alleine bleiben und steigern sie es langsam.

Stubenreinheit:

Schimpfen Sie NIEMALS mit ihrem Welpen/Junghund, wenn er in die Wohnung macht und stoßen Sie ihn NIEMALS mit der Nase in seine Ausscheidungen. Der Hund versteht das nicht, es hilft überhaupt nicht bei der Sauberkeitserziehung, sondern führt im Gegenteil zu Verhaltensstörungen, Ängsten, Vertrauensverlust und erst recht zur Unsauberkeit !!! Dies gilt übrigens auch für erwachsene Hunde !!!

Denken Sie bitte immer daran: Jeder Hund im abgabereifen Alter ist schon längst stubenrein, denn kein Hund in diesem Alter macht bei genug Platz in sein Bett. Er weiß nur noch nicht was die "Stube" ist. DIES gilt es ihm beizubringen und dies geht nur mit Geduld und Liebe. Bringen Sie den Welpen in den aufgeführten Situationen nach draußen auf seinen Löseplatz und loben Sie ihn, wenn er sich dort löst (Pipi oder mehr macht):

(Übrigens, meine liebste Methode zur nächtlichen Sauberkeitserziehung ist den jungen Hund im Bett schlafen zu lassen. Kein Hund macht ins Bett, wenn er nicht muss und man wird schnell wach, wenn er unruhig wird. Es ist übrigens auch kein Problem dem Hund, wenn er älter ist, das Bett wieder abzugewöhnen, wenn man dies auf Dauer nicht möchte.)

Durchfall:

Durchfall beim Welpen/Junghund ist IMMER ernst zu nehmen. Durchfall führt bei Welpen/Junghunden sehr rasch zu einer Dehydrierung (Entwässerung des Körpers) und kann bei einem        - noch nicht durch Impfungen voll geschützten - Hund rasch lebensgefährlich werden und auch ein Anzeichen für eine schwere Erkrankung sein. Warten Sie also nicht, wenn der Welpe/Junghund Durchfall hat - gehen Sie gleich zum Tierarzt. Es ist besser einmal zuviel zum Tierarzt zu gehen als das Leben des jungen Tieres zu gefährden. Bei schweren Durchfällen wird der Tierarzt den Hund ggf. den Hund an den Tropf legen. Das kann das Leben eines Tieres retten. Also bitte widersprechen Sie dem Tierarzt nicht, weil sie meinen es wäre grausam einem kleinen Hund einen Tropf anzulegen. Ggf. wird der Tierarzt empfehlen den Hund zur Beobachtung in der Praxis zu lassen. Folgen Sie auch hier der Empfehlung des Tierarztes. Er wird dafür sorgen, dass Ihrem Hund an nichts fehlt und die jungen Tiere verkraften die Trennung von ihrer neuen Familie besser als sie denken. Solche Maßnahmen können das Leben ihres Tieres retten. Durchfall kann auch lebensgefährlich werden, wenn die Ursache keine schwere Erkrankung, sondern schlicht ein Magen-Darm-Virus ist. Die Dehydrierung verursacht die Gefahr!

Diät:

Halten Sie sich unbedingt an Diätempfehlungen Ihres Tierarztes, wenn der Hund krank ist. Keine Leckerchen nebenbei. Wenn der Tierarzt sagt "abgekochtes Hund mit Reis" oder sonst was, dann tun Sie es, auch wenn der Hund den Eindruck macht, dass er es nicht mag. Gibt der Tierarzt Elektrolyte über das Trinkwasser oder in Tee, dann verabreichen Sie dem Hund nicht heimlich Wasser, nur weil er die Elektrolyte oder den Tee anfangs nicht trinken mag. Er trinkt schon, wenn er Durst hat.

Erbrechen:

Natürlich gelten diese Regeln auch bei Erbrechen des Hundes. Auch dort lieber einmal zuviel als zu spät zum Tierarzt. Gerade Junghunde stecken noch in der Phase, wo sie alles und jedes anknabbern oder verschlucken. Erbrechen muss nichts Schlimmes sein, aber es kann. Also bitte zum Tierarzt. Es sind schon junge Hunde an verschlucktem Spielzeug gestorben, weil man den Besitzern gesagt hatte, dass Erbrechen nichts Schlimmes bei Hunden sei. Ob Erbrechen oder Durchfall etwas Schlimmes sind, kann - insbesondere bei einem jungen Hund - NUR !!!! der Tierarzt entscheiden.

Hundeerfahrung:

Gerade wenn Sie bereits Hundeerfahrung haben und schon Welpen groß gezogen haben, dann bringen Sie bitte trotzdem Ihre Kenntnisse auf den neuesten Stand. Man weiß inzwischen viel mehr über Welpenhaltung und Welpenerziehung als vor Jahren. Neuere Forschungen stellen dar, dass viele Dinge, die man früher für richtig hielt, falsch sind.

Hochheben:

Heben Sie NIEMALS Ihr Hundekind am Nackenfell hoch, sondern umfassen Sie den Hund und stützen Sie sein Hinterteil ab. Das Hochheben am Nackenfell kann böse Verletzungen, z. B. an den Augen verursachen.

Erziehung:

Schütteln Sie NIEMALS Ihr Hundekind am Nackenfell, wenn es etwas falsch gemacht hat. Der Hund versteht es nicht. Dies ist eine völlig falsche, absolut veraltete Erziehungsmethode, die dem Hund nur das Vertrauen nimmt und ihn verletzen kann. Es ist falsch, dass Hundemütter dies mit ihren Welpen machen, um sie zu erziehen. Die Hündin schüttelt nur Beutetiere und das um zu töten!

Welpenschutz:

Den so genannten "WELPENSCHUTZ" gibt es nicht. Zwar zeigt ein gut sozialisierter Welpe, der lange genug bei der Mama und den Geschwistern aufgewachsen ist, verschiedene Verhaltensweisen gegenüber erwachsenen Hunden, die ihn oftmals vor Bissen der erwachsenen Hunden schützen, ABER SIE wissen niemals, ob der erwachsene Hund, den SIE mit ihrem Welpen/Junghund treffen, auch gut sozialisiert ist und diese versteht. Vertrauen Sie also NIEMALS darauf, dass ein erwachsener Hund Ihren Welpen/Junghund nicht beißt. Es ist Ihre Aufgabe als Hundehalter für die Sicherheit Ihres Tieres zu achten. Der Irrglaube des Welpenschutzes hat schon viele Welpen das Leben gekostet!

Ratgeber:

Wenn Sie sich ein Ratgeberbuch über Welpen/Junghundhaltung oder Erziehung anschaffen, dann achten Sie bitte darauf, dass ein Tierarzt es geschrieben hat und nicht ein Züchter und achten Sie darauf, wann das Buch geschrieben wurde (Auflage). Es hat sich viel getan in den letzten Jahren in der Hundeforschung. Sollten Sie noch ein altes Buch im Regal haben, dann kaufen Sie sich eines mit den neuesten Erkenntnissen. Ihr Tierarzt hat in der Regel ein Einsteigerbuch für Welpenbesitzer in der Praxis gegen Schutzgebühr ausliegen. Züchter wollen Hunde verkaufen. Futtermittelhersteller wollen Futter verkaufen. Denken Sie daran, wenn Sie ein Buch lesen, welches ein Züchter oder Futtermittelhersteller geschrieben haben. Züchter bestimmter Rassen neigen z. B. in Rasseratgebern dazu, die genetisch häufig vorkommenden Krankheiten einer Rasse als Thematik zu "vergessen", da dies geschäftsschädigend sein könnte. Futtermittelhersteller empfehlen in ihren Büchern oftmals mit großem Druck IHR Futter, obwohl es vielleicht für Ihren Hund gar nicht geeignet ist. Auch werden oftmals zu hohe Mengenangaben zu Futter gegeben, da dies den Verkauf fördert.

Fragen - Unsicherheiten:

Wenn Sie Fragen haben oder sich in etwas unsicher sind, dann fragen Sie bitte Ihren Tierarzt (der hoffentlich gut ist, denn auch unter diesen gibt es schwarze Schafe) oder Fachleute und nicht Internetforen oder die Nachbarn. Sie glauben gar nicht wie viel richtig gefährlicher Blödsinn dort geschrieben wird oder erzählt wird - insbesondere in gesundheitlichen Fragen. Auch wir helfen Ihnen gerne weiter. Wir wissen zwar nicht alles, aber wir kennen garantiert jemanden, der Ihnen weiter hilft, wenn wir nicht weiter wissen ;-).

 

 

 

 

Irene Schellenbeck

Tierhilfe Licht im Dunkeln e. V.